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Fledermäuse erleben: LBV lädt zur Europäischen Fledermausnacht

Fledermäuse. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

21. August 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Wenn es dunkel wird, beginnt für Fledermäuse die Nahrungssuche. Am Wochenende (29. und 30. August) können Interessierte die nachtaktiven Tiere bei Veranstaltungen des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) näher kennenlernen. Anlass ist die 30. Europäische Fledermausnacht, die in mehr als 35 Ländern stattfindet.

Auch in Bayern bietet der LBV verschiedene Veranstaltungen an. Bei geführten Exkursionen können die Tiere mit etwas Glück beobachtet werden. Zum Einsatz kommen dabei sogenannte Bat-Detektoren. Die Geräte machen die für Menschen nicht hörbaren Ultraschallrufe der Fledermäuse hörbar. So können die Tiere bei ihren Jagdflügen und bei der Orientierung wahrgenommen werden.

Mehr als 25 Fledermausarten in Bayern

In Bayern wurden bislang mehr als 25 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen. Viele von ihnen sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Dazu gehört auch die Große Hufeisennase. Ihr letztes Vorkommen in Deutschland befindet sich im LBV-Fledermaushaus im oberpfälzischen Hohenburg.
Ende August sind viele Fledermäuse auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren. Arten wie Abendsegler oder Mausohren suchen Rückzugsorte, in denen sie die kalte Jahreszeit verbringen können.

Ein Problem für die Tiere ist unter anderem das zurückgehende Nahrungsangebot. Fledermäuse ernähren sich von Insekten, die sie während ihrer nächtlichen Jagd erbeuten. Nach Angaben des LBV können auch private Gärten einen Beitrag zum Fledermausschutz leisten. Heimische Sträucher und nachtblühende Pflanzen wie Seifenkraut oder Nachtkerze bieten nachtaktiven Insekten Nahrung und können damit auch Fledermäusen zugutekommen.

Wer Fledermäusen zusätzliche Quartiere anbieten möchte, kann Fledermausbretter, Flachkästen oder Höhlenkästen anbringen. Wichtig ist nach Angaben des LBV außerdem, auf unnötige Beleuchtung im Außenbereich zu verzichten. Fledermäuse meiden hell erleuchtete Bereiche und können durch dunkle Flugkorridore bei ihren nächtlichen Aktivitäten unterstützt werden.

Zu den Veranstaltungen des LBV am Batnight-Wochenende gehören unter anderem ein Fledermausfest im Englischen Garten in München sowie Führungen durch die Fasanerie in Aschaffenburg und den Faberpark in Stein bei Nürnberg. Weitere Termine gibt es beim LBV.

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