Rosenheim – In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Im Rosenheimer Einzelhandel ist das Turnier längst angekommen – zumindest optisch. In Schaufenstern und Verkaufsräumen sind seit Wochen Fanartikel zu sehen. Der große Ansturm bleibt bislang aber noch aus.
Die WM startet am 11. Juni 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Viele Händler haben sich frühzeitig mit Trikots, Schals und Fanartikeln eingedeckt. Auch in einem Rosenheimer Kaufhaus ist das deutlich zu sehen: Schaufensterpuppen im Verkaufsraum sind komplett im WM-Look gekleidet (unser Beitragsbild).
Unser Eindruck insgesamt: Die Ware ist da, die Präsentation stimmt – aber die Kauflaune hält sich noch zurück.
Wirtschaft erwartet Millionen-Effekt – Einzelhandel nur ein Teil davon
Wirtschaftlich spielt das Turnier dennoch eine Rolle. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet insgesamt mit einem zusätzlichen Umsatz von rund 400 Millionen Euro für die deutsche Wirtschaft durch die WM. Der Effekt verteilt sich auf verschiedene Bereiche wie Gastronomie, Werbung und auch den Einzelhandel.
Große Einzelwerte speziell für Fanartikel werden dabei nicht separat ausgewiesen. Klar ist aber: Großereignisse wie eine Fußball-WM sorgen erfahrungsgemäß für zusätzliche Nachfrage nach Trikots, Schals und Fanartikeln – vor allem dann, wenn die Stimmung im Turnierverlauf steigt.
Durch die Zeitverschiebung mit vielen späten Spielen in Deutschland könnte die Nachfrage allerdings etwas gebremst werden.
Viel hängt an der Stimmung im Turnier
Im Rosenheimer Einzelhandel zeigt sich bislang ein gemischtes Bild. Fanartikel sind zwar vielerorts bereits seit Wochen im Sortiment, ein echter „WM-Boom“ ist aber noch nicht zu erkennen. Wie stark die Nachfrage am Ende ausfällt, dürfte sich erst im Verlauf des Turniers zeigen – und hängt erfahrungsgemäß auch davon ab, wie weit die deutsche Nationalmannschaft kommt.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / Beitragsbild: Herbert Borrmann)


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