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Gebäudereinigung in Rosenheim: IG Bau fordert zwei Euro mehr pro Stunde

Die Gewerkschaft IG Bau Oberbayern fordert ein Lohnplus für Gebäudereiniger. Foto: Copyright IG Bau - Tobias Seifert

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

27. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Rund 400 Menschen arbeiten in Rosenheim in der Gebäudereinigung. Die IG BAU fordert für sie zwei Euro mehr pro Stunde. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber fällt nach Darstellung der Gewerkschaft deutlich geringer aus: Sie kritisiert eine geplante Lohnerhöhung um 1,8 Prozent ab Mai 2027. Am Dienstag, 3. November, steht die nächste Tarifrunde an.

Gewerkschaft kritisiert bisheriges Angebot

Dieter Pangerl von der IG BAU Oberbayern hält das bisherige Angebot der Arbeitgeber für unzureichend. Eine Erhöhung um 1,8 Prozent ab Mai kommenden Jahres entspräche bei einem Stundenlohn von 15 Euro lediglich 27 Cent mehr. Die Gewerkschaft fordert dagegen zwei Euro zusätzlich pro Stunde. Damit würde der Stundenlohn einer Gebäudereinigerin nach ihren Angaben auf 17 Euro steigen.
Pangerl verweist auf die körperlich anstrengende Arbeit und die frühen Arbeitszeiten in der Branche. Er stellt infrage, ob Beschäftigte für einen geringen Lohnabstand zum gesetzlichen Mindestlohn langfristig in der Gebäudereinigung bleiben.

IG BAU warnt vor Personalproblemen

Sollten die Arbeitgeber kein aus Sicht der Gewerkschaft ausreichendes Angebot vorlegen, könnten Beschäftigte der Branche den Rücken kehren, warnt Pangerl. Das könne die Unternehmen vor erhebliche Probleme stellen. Die Personalsituation sei bereits angespannt. In Rosenheim gibt es laut IG BAU 38 Gebäudereinigungsunternehmen.

Außerdem verweist die Gewerkschaft auf den gesetzlichen Mindestlohn, der nach ihren Angaben ab Januar 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde steigen soll. Aktuell verdienten Beschäftigte in der Gebäudereinigung nach Darstellung Pangerls rund 15 Euro pro Stunde. Aus Sicht des IG-BAU-Vorsitzenden in Oberbayern stellt sich deshalb die Frage, warum Beschäftigte für einen vergleichsweise geringen Lohnabstand zu anderen Tätigkeiten weiterhin früh aufstehen und körperlich schwere Arbeit leisten sollten.

Nächste Tarifrunde am 3. November

Am Dienstag, 3. November, treffen sich die IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks nach Angaben der Gewerkschaft zum dritten Mal zu Tarifverhandlungen. Die IG BAU bezeichnet die Runde als entscheidend. Ob dabei eine Einigung erzielt wird, ist offen.
(Quelle: Pressemitteilung IG Bau / Beitragsbild: Copyright Tobias Seifert-IG Bau Oberbayern)

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