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„Gesichter eines Weltreiches“: Wenn im Lokschuppen Rosenheim die Römer einziehen

Baustellenführung Römerausstellung Februar 2026. Fotos: Karin Wunsam

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

27. Februar 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Rosenheim – Staub liegt in der Luft, Bohrmaschinen surren, Zollstöcke klicken auseinander. Kisten werden geöffnet, Holzverschläge abgeschraubt, schwere Transportdecken beiseitegezogen. Wer derzeit die Ausstellungshallen im Lokschuppen Rosenheim betritt, steht mitten auf einer Baustelle. Und doch ist schon jetzt zu spüren: Hier wächst etwas Großes heran.

Am 20. März startet die neue Ausstellung „Gesichter eines Weltreiches“. Gut vier Wochen davor laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Innpuls.me erhielt am heutigen Freitag (27.2.2026 bei der traditionellen Baustellenführung exklusive Einblicke in eine Schau, die die Römerzeit überraschend lebendig, farbenfroh und nahbar erzählen will.

Baustellenführung Römerausstellung Februar 2026. Fotos: Karin Wunsam

Noch sind viele der Exponate in Kisten sicher verpackt. Fotos: Innpuls.me

Zentimeterarbeit für 400 Kilogramm Geschichte

Noch stehen viele Wände roh im Raum, frische Farbe trocknet, Vitrinen werden ausgerichtet. Doch die ersten Exponate haben ihren Platz bereits gefunden – unter ihnen ein echtes Schwergewicht: der Viergötterstein aus Speyer.

400 Kilogramm bringt der würfelförmige Stein auf die Waage. Einst bildete er die Basis einer Jupitergigantensäule – Monumente, die sich wohlhabende Römer in ihre Gärten stellten. Bis ein solches Stück an seinem endgültigen Standort steht, ist höchste Präzision gefragt. Zentimeterarbeit. Jeder Handgriff sitzt. Denn was hier bewegt wird, ist unwiederbringliche Geschichte.

Baustellenführung Römerausstellung Februar 2026. Fotos: Karin Wunsam

Eigentlich ist der Augsburger Siegesaltar noch verhüllt. Bei der Baustellenführung lüftete Dr. Jennifer Morscheiser aber schon mal kurz die Plane.

Nicht minder imposant: der Augsburger Siegesaltar aus Jurakalkstein. 1992 wurde er bei Bauarbeiten in der Augsburger Jakobervorstadt (Gänsbühl) in einem ehemaligen Lecharm entdeckt, knapp 400 Meter außerhalb des römischen Stadtareals. Nun steht er – sorgfältig gesichert und ausgeleuchtet – im Lokschuppen Rosenheim und schlägt eine Brücke von der Antike in die Gegenwart.

Viele weitere Objekte sind noch unterwegs oder lagern gut verpackt in Kisten. Schritt für Schritt nimmt die Ausstellung Gestalt an.

Weg vom Klischee der weißen Antike

Durch die Baustellenführung leiteten Museumsleiterin Dr. Jennifer Morscheiser und Kurator Arne Schönfeld. Ihr Anspruch: ein realistisches Bild der Römerzeit zeichnen.
„Wenn man an die Römer denkt, hat man automatisch Bilder von weißen Marmorsäulen und Männern in weißen Togas vor Augen“, erklärt Kurator Schönfeld. „Die Wirklichkeit sah anders aus.“

Die Welt der Römer sei bunt gewesen – leuchtend bemalte Fassaden, farbige Statuen, kräftige Stoffe. Dass wir heute vor allem weißem Marmor begegnen, liegt daran, dass die Farben über die Jahrhunderte verloren gingen. Dieser Erkenntnis trägt die Ausstellung auch gestalterisch Rechnung: Farbgebung und Licht spielen eine zentrale Rolle.

Zehn Lebensgeschichten – so hätte es gewesen sein können

Im Mittelpunkt stehen zehn fiktive Lebensgeschichten. Sie sind erfunden – könnten sich nach heutigem wissenschaftlichem Stand jedoch genau so zugetragen haben. Ein Gladiator. Ein Legionär. Ein Handwerker…

Anhand ihrer Biografien erfahren Besucher, wie Menschen im Römischen Reich tatsächlich lebten, arbeiteten, hofften und litten. Es geht um Alltag statt Kaiserpathos, um Sorgen, Ehrgeiz und soziale Unterschiede. „Die Menschen damals hatten ähnliche Sorgen wie wir heute“, sagt Schönfeld. Und vieles von dem, was heute selbstverständlich erscheint, hat seinen Ursprung in der Römerzeit.

Mitbauen, mitspielen, mitfiebern

Neben Originalexponaten setzt die Ausstellung bewusst auf Mitmach-Elemente.
Ab dem 20. März können Besucher die weltweit größte idealtypische Römerstadt „LOCDVNVM“ aus rund 600.000 LEGO®-Steinen miterrichten. Gegen eine Teilnahmegebühr von drei Euro wird jeder Gast zum Stadtbaumeister und erhält als „Lohn“ eine selbstgeprägte – nicht ganz römische – Münze (wir berichteten).

Auch typische Spiele der Römerzeit dürfen ausprobiert werden. Ein besonderes Highlight verspricht das virtuelle Pferderennen: Besucher nehmen die Lederzügel selbst in die Hand und erleben dank eigens programmierter Technik, wie es sich angefühlt haben könnte, im Streitwagen durch die Arena zu rasen.

Die Rennställe – oft in vier Farben organisiert – genossen damals hohes Ansehen und besaßen sogar politischen Einfluss. Auch das zeigt: Spektakel und Macht waren schon in der Antike eng miteinander verwoben.

Römer in Rosenheim

Das Römische Reich war riesig – und es reichte auch bis in unsere Region. Deshalb widmet sich ein eigener Bereich der Römerzeit in und um Rosenheim. Gezeigt werden Funde aus der Region, die belegen, dass das Weltreich auch hier seine Spuren hinterlassen hat.

Noch ist vieles Baustelle. Doch zwischen Staub, Schrauben und schweren Steinen wird bereits sichtbar, was Besucher ab 20. März erwartet: keine ferne, marmorne Vergangenheit – sondern Gesichter eines Weltreiches, die erstaunlich vertraut wirken.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

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