Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Donnerstag (28.5.2026) auf der A93 bei Kiefersfelden einen europaweit gesuchten Mann festgenommen. Gegen den 31-jährigen Ungarn lag nicht nur ein Haftbefehl der Rosenheimer Justiz vor – auch die Behörden seines Heimatlandes suchten ihn wegen mehrerer mutmaßlicher Betrugs- und Fälschungsdelikte.
Die Beamten kontrollierten den Mann an der Autobahn-Rastanlage Inntal-Ost. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen den Autofahrer gleich mehrere Fahndungen bestanden.
Nach Angaben der Bundespolizei hatte die Staatsanwaltschaft Rosenheim einen Haftbefehl gegen den 31-Jährigen erwirkt. Hintergrund war eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung. Das Amtsgericht Rosenheim hatte eine Geldstrafe von 5.100 Euro verhängt. Ersatzweise hätten dem Mann 255 Tage Haft gedroht.
Zugleich lag gegen den Ungarn ein europäischer Haftbefehl vor. Die ungarischen Behörden suchen den Mann wegen mehrerer Betrugs- und Fälschungsdelikte. Zuletzt hatte der 31-Jährige in Österreich gelebt.
Nach seiner Festnahme konnte der Mann die offene Geldstrafe in Deutschland begleichen. Damit entging er zwar einer Haft wegen der Rosenheimer Verurteilung – auf freien Fuß kam er dennoch nicht.
Auf Anordnung der Generalstaatsanwaltschaft München wurde der 31-Jährige am Freitagmorgen dem Amtsgericht Rosenheim vorgeführt. Anschließend brachten ihn Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim. Dort wartet er nun auf seine Auslieferung nach Ungarn.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)


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