Holzkirchen / Landkreis Miesbach – Ein Mann mit einem scheinbaren Sturmgewehr hat am gestrigen Donnerstagnachmittag einen größeren Polizeieinsatz am Bahnhof Holzkirchen ausgelöst. Am Ende stellte sich heraus: Bei der Waffe handelte es sich nicht um eine echte Schusswaffe, sondern um eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe.
Gegen 14.11 Uhr war bei der Einsatzzentrale die Meldung eingegangen, dass sich am Bahnhof eine Person mit einem Gewehr aufhalte. Die Waffe sei offen getragen worden.
Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot. Neben mehreren Streifenbesatzungen waren auch die Bundespolizei, Spezialkräfte und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Der Bahnhof wurde großräumig abgesichert, Gleise gesperrt und der Zugverkehr vorübergehend eingestellt.
Waffe im Kiosk hinterlegt
Im Zuge der Fahndung trafen Einsatzkräfte auf einen Tatverdächtigen. Der Mann erklärte, die Waffe im Bahnhofskiosk hinterlegt zu haben, weil er sie nicht mit in den Zug nehmen wollte.
Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um eine Spielzeugwaffe, die einer Kalaschnikow AK-47 täuschend ähnlich sieht. Die Polizei stellte die sogenannte Anscheinswaffe sicher.
Nach Angaben der Ermittler kam es zu keinen Bedrohungen oder gefährlichen Situationen. Für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr bestanden.
Gegen den 60-jährigen Mann wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass täuschend echt aussehende Waffen in der Öffentlichkeit nicht mitgeführt werden dürfen. Solche Gegenstände können nicht nur Bußgelder nach sich ziehen, sondern auch umfangreiche Polizeieinsätze auslösen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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