Rosenheim – Am Rosenheimer Floriansee sah am Samstag (19. September) alles nach einem großen Rettungseinsatz aus: Rettungsboote waren unterwegs, Einsatzkräfte kümmerten sich um Verletzte und ein Reisebus wurde evakuiert. Glücklicherweise war das alles nur eine Übung. Das Szenario dahinter war allerdings ernst: Die Kreiswasserwacht Rosenheim probte die Rettung und Evakuierung nach einer Überflutung.
Wie läuft eine Evakuierung nach einer Überflutung ab? Das übten die Einsatzkräfte sehr realitätsnah. Fotos: Copyright BRK Rosenheim
Rund 80 Einsatzkräfte der Wasserwacht und der BRK-Bereitschaften beteiligten sich an der Großübung. Angenommen wurde, dass tagelange starke Niederschläge die Pegel in der Region deutlich ansteigen lassen. Ein technischer Defekt an einem Innkraftwerk führte im Übungsszenario zusätzlich dazu, dass das Gebiet rund um den Floriansee überflutet wurde.
Mittendrin: ein Reisebus mit rund 30 Menschen. Durch eine angenommene Notbremsung wurden mehrere Personen verletzt, weitere gerieten in Panik. Die Einsatzkräfte mussten die Menschen aus dem Bus retten, die Verletzten sichten und medizinisch versorgen. Weil die Zufahrt zum Bus als überflutet galt, erfolgte die Rettung mit Booten.
Plötzlich eine zweite Einsatzstelle
Während die Einsatzkräfte am Reisebus arbeiteten, kam eine weitere Lage hinzu: Mehrere Menschen waren auf einer Insel eingeschlossen. Zwei von ihnen machten auf sich aufmerksam und berichteten, dass sie mit weiteren Personen unterwegs gewesen seien. Außerdem meldeten sie eine vermisste Person, die nicht schwimmen könne und untergegangen sei.
Damit mussten die Einsatzkräfte zwei Einsatzstellen gleichzeitig bewältigen. Die Menschen von der Insel wurden mit Rettungsbooten ans Ufer gebracht und dort an den Rettungsdienst übergeben.
Auch bei den rund 30 Businsassen galt es, schnell den Überblick zu bekommen. Die Einsatzkräfte führten eine medizinische Sichtung durch, um zunächst diejenigen zu versorgen, bei denen eine besonders dringende Behandlung notwendig war. Anschließend wurden die Betroffenen entsprechend ihrer Behandlungsdringlichkeit gekennzeichnet und versorgt.
Nach rund vier Stunden war die praktische Übung beendet. Bei der anschließenden Auswertung wurden nach Angaben des BRK sowohl gut funktionierende Abläufe als auch Punkte festgestellt, die künftig verbessert werden können.
Die Großübung war seit Mai vorbereitet worden. Beteiligt waren rund 80 Einsatzkräfte der Wasserwacht und der BRK-Bereitschaften aus dem Landkreis Rosenheim. Geübt wurde am Floriansee und auf dem Ausbildungsgelände der Feuerwehr Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Rosenheim / Beitragsbild: BRK Rosenheim)



0 Kommentare