München – Wie lassen sich gesunde Mahlzeiten, Nachhaltigkeit und wirtschaftliches Arbeiten miteinander verbinden? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmerinnen des 59. Bayerischen Landesleistungswettbewerbs für Auszubildende in der Hauswirtschaft. Gastgeber war am 14. Oktober die Caritas-Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Theresia Gerhardinger in München.
Unter dem Motto „Ganztagsbetreuung an Grundschulen wird verpflichtend“ mussten die Teilnehmerinnen zeigen, wie vielseitig die Arbeit in der Hauswirtschaft ist. In Teams planten und bereiteten sie das Mittagessen für 20 Tagungsteilnehmer zu, richteten die Speisen auf einem Buffet an und entwickelten digitale Werbematerialien mit Ideen für kindgerecht gestaltete Mahlzeiten. Dabei waren neben Fachwissen auch Kreativität, Organisation und Teamarbeit gefragt.
Die vier Bestplatzierten des Landesleistungswettbewerbs mit Ministerialrätin Andrea Seidl. Fotos: Copyright Robert Kiderle/Caritas München-Freising
Die Siegerinnen kommen aus Landshut und Miesbach
Den ersten Platz belegte Julia Eichstetter aus Landshut. Theresa März aus Miesbach kam auf Rang zwei, gefolgt von Pia Bentenrieder aus Augsburg auf Platz drei. Den vierten Platz erreichte Hanna Metz aus Schweinfurt. Johanna Grasegger von der gastgebenden Berufsfachschule belegte Rang fünf.
Die Erst- und Zweitplatzierte vertreten Bayern am 7. November bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft der Hauswirtschaft in Heidelberg. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber übermittelte ihre Glückwünsche per Videobotschaft. Die Urkunden überreichte Ministerialrätin Andrea Seidl.
So sah die Prüfungsaufgabe aus.
Mehr als Kochen und Putzen
Hauswirtschaftliche Fachkräfte kümmern sich nicht nur um die Zubereitung von Mahlzeiten und die Pflege von Räumen. Sie planen die Verpflegung unterschiedlicher Zielgruppen, organisieren Arbeitsabläufe und achten auf einen sinnvollen Umgang mit Lebensmitteln und anderen Ressourcen. In Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen tragen sie damit auch zur Lebensqualität der Menschen bei.
„Viele Menschen denken bei Hauswirtschaft noch immer zuerst an Putzen oder Kochen. Tatsächlich vereint der Beruf Ernährungswissen, Organisation, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und den direkten Kontakt zu Menschen“, sagt Rosa Wimmer, Leiterin der gastgebenden Berufsfachschule.
Mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung und einer älter werdenden Gesellschaft dürfte der Bedarf an qualifizierten hauswirtschaftlichen Fachkräften weiter steigen. Die Caritas-Berufsfachschule bildet nach eigenen Angaben seit vielen Jahren Nachwuchskräfte für das Berufsfeld aus. Ihre Schüler erzielten seit 2005 mehrfach Spitzenplätze beim bayerischen Landeswettbewerb, darunter acht erste Plätze.
(Quelle: Pressemitteilung Caritas / Beitragsbild; Fotos: Copyright Robert Kiderle/Caritas München)




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