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Hitze setzt Mauerseglern und Schwalben zu – LBV-Vogelstation nimmt vorerst keine weiteren Tiere auf

Schwalben im Nest. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

1. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Die anhaltend hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben nach Angaben des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) viele junge Mauersegler und Schwalben in Bayern in Schwierigkeiten gebracht. Die größte Vogelauffangstation des Freistaats in Regenstauf hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht und kann vorerst keine weiteren Tiere aufnehmen.

Nach Angaben des LBV heizen sich Nistplätze unter Dächern und in Gebäudenischen bei sommerlicher Hitze stark auf. Vor allem noch nicht flugfähige Jungvögel verlassen deshalb ihre Nester vorzeitig und landen am Boden. Viele Tiere seien verletzt oder geschwächt.

In der LBV-Vogelauffangstation in Regenstauf wurden in den vergangenen Tagen mehrere Hundert Mauersegler und Mehlschwalben versorgt. Allein an einem Tag kamen dort mehr als 200 Tiere an, fast ausschließlich Mauersegler. Viele wurden aus anderen Teilen Bayerns gebracht, weil auch andere Auffangstationen bereits ausgelastet sind.

Erster Aufnahmestopp seit mehr als 30 Jahren

Nach Angaben des fachlichen Leiters der Vogelauffangstation, Ferdinand Baer, werden derzeit rund 1.400 Tiere versorgt. Im gesamten vergangenen Jahr waren es knapp 1.800. Um die bereits aufgenommenen Vögel weiterhin versorgen zu können, hat die Station erstmals seit ihrem Bestehen vor mehr als 30 Jahren einen Aufnahmestopp verhängt.
Gebäudebrüter wie Mauersegler und Schwalben nisten häufig in Spalten oder Nischen an Gebäuden. Dort können sich die Nester bei großer Hitze stark aufheizen. Verlassen Jungvögel das Nest zu früh, werden sie am Boden in der Regel nicht mehr von ihren Eltern versorgt.

LBV bittet Finder um Unterstützung

Da viele Auffangstationen derzeit an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, bittet der LBV Finder junger Mauersegler und Schwalben, sich zunächst über die richtige Erstversorgung zu informieren. Normalerweise empfiehlt der Naturschutzverband, die Tiere möglichst schnell in fachkundige Hände zu geben. Wegen der aktuellen Situation sei dies jedoch nicht immer möglich.

Hinweise zur Erstversorgung und weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Wildvogelhilfe.
(Quelle: Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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