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IG Bau fordert Anpassung der Rente an körperlich belastende Berufe

Auf Dauer nicht zu machen: Das Schleppen von schweren Säcken. Gerade Ältere stoßen bei schwerer körperlicher Arbeit wie auf dem Bau an ihre Grenzen. Foto: CopyrightIG BAU | Alireza Khalili

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

11. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Von rund 1.190 Beschäftigten im Baugewerbe in Rosenheim sind nach Angaben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) derzeit nur etwa 40 Arbeitnehmer älter als 63 Jahre. Die Gewerkschaft sieht darin ein Zeichen dafür, dass viele Beschäftigte in körperlich belastenden Berufen nicht bis zum regulären Rentenalter arbeiten können.

„Ob Maurer, Dachdecker, Kanal- oder Straßenbauer: Sie machen harte körperliche Arbeit. Und das bei Wind und Wetter – bei Hitze und Frost“, sagt Dieter Pangerl, Vorsitzender der IG BAU Oberbayern. Nach Einschätzung der Gewerkschaft würden viele Beschäftigte auf dem Bau aus gesundheitlichen Gründen bereits vor dem 60. Lebensjahr aus dem Beruf ausscheiden.

Die IG BAU Oberbayern kritisiert vor diesem Hintergrund die aktuellen Diskussionen über eine mögliche Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Nach Ansicht von Pangerl müsse die Rentenregelung stärker an die Belastung durch die jeweilige Tätigkeit angepasst werden. Die Gewerkschaft fordert unter anderem bessere Möglichkeiten für Übergänge vom Arbeitsleben in den Ruhestand bei körperlich besonders belastenden Berufen.

Gewerkschaft fordert Änderungen bei Rentenplänen

Die Forderungen betreffen nach Angaben der IG BAU nicht nur die Baubranche, sondern auch weitere körperlich belastende Bereiche wie die Land- und Forstwirtschaft, Gebäudereinigung sowie den Garten- und Landschaftsbau.
An die Bundestagsabgeordneten in Rosenheim und der Region richtet die Gewerkschaft den Appell, sich für Änderungen an den geplanten Rentenregelungen einzusetzen. Die IG BAU warnt, dass eine Verlängerung der Arbeitszeit die Attraktivität solcher Berufe weiter verringern könnte.

Kritisch sieht die Gewerkschaft auch eine mögliche Abschaffung der Rente mit 63. Nach Angaben der IG BAU Oberbayern gibt es in Rosenheim rund 9.100 sogenannte Baby-Boomer, die in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand wechseln werden. Die Zahl beruht laut Gewerkschaft auf Berechnungen des Pestel-Instituts.

Kritik an möglicher Absenkung des Rentenniveaus

Ein weiterer Kritikpunkt der IG BAU betrifft das Rentenniveau. Die Gewerkschaft fordert, eine dauerhafte Absicherung von mindestens 48 Prozent zu gewährleisten und spricht sich langfristig für eine Anhebung auf mindestens 53 Prozent aus.

Die Forderungen der IG BAU Oberbayern richten sich an die Bundesregierung und die politischen Entscheidungsträger. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Rentenpolitik entscheidend für das Vertrauen der Beschäftigten in den Sozialstaat sei.
(Quelle: Pressemitteilung Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)) / Beittragsbild: Copyright IG BAU | Alireza Khalili )

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