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Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wenn der Weg zur Wiesn zum Dauerthema wird

Karin Portrait-Foto. Flotomontage mit Hintergrund.

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

22. Mai 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Rosenheim – Rund um den öffentlichen Nahverkehr zur Zeit des Rosenheimer Herbstfestes kommt erneut Bewegung in eine Diskussion, die seit 2023 regelmäßig neu geführt wird. Ein Antrag der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Ausweitung und dauerhaften Verankerung des sogenannten „Promille-Express“ im Wiesn-Fahrplan sorgt für eine Neuauflage eines bekannten Themas (wir berichteten).

Eintrag vom Freitag, 22. Mai 2026

Mensch, wie die Zeit vergeht.
Wie weit das Jahr schon fortgeschritten ist, merkt man in Rosenheim oft an ganz bestimmten Dingen. Die ersten warmen Abende, die Biergärten werden voller – und irgendwann kündigt sich das Herbstfest wieder ganz von selbst an. Und damit auch ein Thema, das die Stadt seit Jahren begleitet: der sogenannte „Promille-Express“.

Am gestrigen Donnerstag erreichte uns ein neuer Antrag der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Wieder geht es um den Wiesn-Nachtverkehr, wieder um Fahrzeiten, Linien und Verlässlichkeit – und wieder um die Frage, wie Besucher sicher zum Herbstfest und anschließend wieder nach Hause kommen.

Ein Begriff mit vielen Interpretationen

Der „Promille-Express“ ist in Rosenheim längst mehr als nur ein Fahrplanangebot. Er ist ein Begriff, der seit Jahren für Diskussionen sorgt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird damit oft der gesamte Nacht- und Spätverkehr zur Wiesnzeit bezeichnet. Die Stadt versteht darunter jedoch konkrete Shuttle- und Busverbindungen zwischen Innenstadt, Bahnhof und Festgelände. Diese unterschiedliche Definition zieht sich seit Jahren durch die Debatte – und sorgt immer wieder für Verwirrung. Die Diskussion um Begriff und Bedeutung des „Promille-Express“ nimmt dabei fast schon unfreiwillig komische Züge an.

Dabei war das Angebot lange Zeit eine feste Größe im Herbstfestbetrieb. Über Jahrzehnte gehörten zusätzliche Nachtfahrten zum Standard. Für viele Besucher war es selbstverständlich, nach einem Wiesnbesuch sicher und unkompliziert nach Hause zu kommen.

Der Einschnitt 2023

Ein spürbarer Wendepunkt kam 2023. Damals wurde wenige Wochen vor Beginn des Herbstfestes bekannt, dass der Promille-Express in der bisherigen Form nicht angeboten werden kann. Als Grund wurde der bundesweite Fahrermangel genannt – es habe sich kein Betreiber finden lassen.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Denn plötzlich ging es nicht nur um Fahrpläne, sondern auch um Erwartungen, Gewohnheiten und die Frage, wie selbstverständlich ein solcher Service eigentlich ist.
In den Folgejahren wurde das Angebot mehrfach angepasst, diskutiert und neu strukturiert. Linienführungen änderten sich, Fahrzeiten wurden verändert, der Begriff selbst blieb dabei jedoch stets ein Streitpunkt.

Bereits 2025 hatten die Grünen einen ähnlichen Antrag eingebracht. Damals wurde er von der Tagesordnung genommen und später nichtöffentlich behandelt.
Nun folgt ein neuer Anlauf – mit dem Ziel, den erweiterten Nachtverkehr zur Wiesnzeit dauerhaft fest im Fahrplan zu verankern. Auch Sonntagsangebote spielen dabei wieder eine Rolle.

Zwischen Ausnahmezustand und Alltag

Vielleicht liegt genau hier der Kern der Debatte. Die Herbstfestzeit ist in Rosenheim eine besondere Zeit. Nicht umsonst wird sie oft als „fünfte Jahreszeit“ bezeichnet. Die Stadt verändert sich spürbar, tausende Menschen sind unterwegs, Straßen und Plätze sind stark frequentiert.

Gerade in dieser Zeit müsste der öffentliche Nahverkehr besonders zuverlässig und verständlich funktionieren.
Vertrauen entsteht nicht durch komplizierte Begriffsdefinitionen oder wechselnde Linienpläne, sondern dadurch, dass Menschen sich darauf verlassen können, wie sie zur Wiesn kommen – und wieder zurück.

Ein Thema bleibt dabei aus meiner Sicht besonders wichtig: die Einbindung der Stadtteile. Während Innenstadtlagen oft gut erreichbar sind, ist die Situation in den Außenbereichen deutlich schwieriger. Auch die Frage der Sonntage spielt eine Rolle. Vor der Pandemie gab es hier ein deutlich breiteres Angebot, das gerade von Familien gerne genutzt wurde.

Pragmatische Lösungen statt Dauerdebatte

Vielleicht wäre genau dieses Thema ein guter Auftakt für den neu gewählten Stadtrat und die Stadtspitze: weniger Grundsatzdiskussion, mehr pragmatische Lösungen.

Denn irgendwann sollte aus einer jahrelangen Diskussion wieder das werden, um was es im Kern geht:  Ein verlässlicher, verständlicher und sicherer Weg zum Herbstfest – und wieder nach Hause.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin

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