Rosenheim – Das Jugendintegrationsprojekt W³ – WISSEN WERTE WIR geht unter dem Namen „W³ 2.0“ in eine neue dreijährige Förderphase. Seit dem 1. Juli 2026 wird das Bildungs- und Integrationsprojekt der gfi gGmbH Alpenvorland erneut von der Europäischen Union kofinanziert. Das Angebot richtet sich künftig an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 27 Jahren.
Rosenheims Landrat Otto Lederer übernimmt erneut die Schirmherrschaft. Auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer und Bad Endorfs Bürgermeister Alois Loferer begleiten das Projekt weiterhin als Schirmherren.
„Ob jung oder alt – Demokratie geht uns alle etwas an. Deshalb freue ich mich sehr, die Schirmherrschaft von W³ erneut übernehmen zu dürfen. Zu sehen, wie junge Menschen sich im persönlichen Kontakt für die Demokratie und unsere Gesellschaft einsetzen, ist ermutigend“, sagt Lederer.
Das Projekt gibt es seit 2020. Nach einer Projektpause wird das Konzept nun unter dem Namen W³ 2.0 fortgeführt und erweitert. Dabei geht es unter anderem um Demokratie, kulturelle Vielfalt, Menschenrechte, Flucht und Migration, Diskriminierung, Rassismus, Gewaltprävention und Gleichberechtigung.
Jugendgruppen und Workshops
Im Mittelpunkt stehen weiterhin die W³-Jugendgruppen. Die Teilnehmer treffen sich über einen Zeitraum von neun bis zwölf Monaten regelmäßig zu wöchentlichen Gruppenstunden. Dabei wird gemeinsam gekocht, diskutiert und gelernt. Nach erfolgreicher Teilnahme werden die Jugendlichen als W³issensträger zertifiziert. Anschließend geben sie ihr Wissen gemeinsam mit den W³-Gruppenleitungen in Workshops an Schulen und andere Bildungseinrichtungen weiter. Nach Angaben der gfi ist dieser sogenannte Peer-to-Peer-Ansatz seit Beginn ein wesentlicher Bestandteil des Projekts.
Neu ist unter anderem das Angebot „W³ 2.0 Oma & Opa“. Dabei sollen Menschen mit Lebenserfahrung nach einer Schulung zu W³issensträgern qualifiziert werden. Sie sollen anschließend Themen rund um Werte und Vielfalt in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen vermitteln. Vorgesehen sind dafür auch spielerische Angebote.
Außerdem arbeitet die gfi derzeit an einer interaktiven W³ 2.0-Wanderausstellung. Mithilfe multimedialer Elemente sollen sich Besucher mit Themen wie Diskriminierung und Vorurteilen auseinandersetzen. Die Ausstellung soll zudem Möglichkeiten aufzeigen, wie ein respektvolles Zusammenleben gestaltet werden kann.
Drei Jahre neue Förderperiode
Nach Angaben der gfi bleiben bewährte Strukturen des Projekts erhalten, gleichzeitig sollen die neuen Angebote weitere Zielgruppen erreichen. Alle Angebote von W³ 2.0 sind kostenlos. Projektkoordinatorin Cornelia Graf sagt: „W³ lebt von den Menschen, die sich mit Offenheit, Neugier und Engagement einbringen. Mit W³ 2.0 möchten wir noch mehr Begegnungen schaffen, neue Zielgruppen erreichen und gemeinsam ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.“
(Quelle: Pressemitteilung gfi GmbH Alpenvorland) / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)


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