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Katastrophenfall Saurüsselkopf: Nachlöscharbeiten laufen weiter

Materialtransport mittels Drohneneinsatz. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstien

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

10. Mai 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Ruhpolding / Landkreis Traunstein – Update zum Katastrophenfall Saurüsselkopf (Landkreis Traunstein):: Am Samstag (9.5.2026)  waren rund 342 Einsatzkräfte bei den Nachlöscharbeiten des Bergwaldbrandes am Saurüsselkopf im Einsatz. Die Nacht verlief laut Einsatzleitung ruhig, aktive Löschmaßnahmen waren nicht erforderlich. Stattdessen fanden Kontroll- und Erkundungsfahrten zur Überwachung der Lage statt.

Verbrannter Waldboden: Die Ausrüstung wird stark beansprucht. Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Verbrannter Waldboden: Die Ausrüstung wird stark beansprucht. Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Seit den frühen Morgenstunden laufen die Arbeiten im Gelände wieder im Vollbetrieb. Erste Kräfte waren bereits ab 6 Uhr in den Einsatzabschnitten unterwegs. Schwerpunkt bleibt die Suche, Kontrolle und Bekämpfung von Glutnestern, wobei sich die Einsatzkräfte systematisch durch das Gelände arbeiten. Besonders der nördliche Bereich gilt weiterhin als schwierig zugänglich.

Hubschrauber, Drohnen und Bodentrupps arbeiten dabei weiterhin koordiniert zusammen. Für schwer erreichbare Bereiche ist erneut Luftunterstützung vorgesehen.

Aufwendige Handarbeit im Bergwald

Die Nachlöscharbeiten gestalten sich weiterhin sehr anspruchsvoll. Das Gelände ist steil, felsig und nur schwer erreichbar. Zudem befinden sich Glutnester tief im Waldboden oder unter Wurzeln, wodurch sie nur vor Ort freigelegt und gezielt abgelöscht werden können.

Je nach Abschnitt kommen unterschiedliche Kräfte zum Einsatz: Feuerwehr und Forst arbeiten in gut zugänglichen Bereichen direkt am Boden, unterstützt von der Bergwacht in schwerem Gelände. In steilen Bereichen sind aufwendige Seilsicherungen notwendig, teilweise arbeiten Einsatzkräfte nur gesichert am Seil.

Zur Brandbekämpfung werden unter anderem Löschrucksäcke mit rund 20 Litern Wasser eingesetzt. Mit Werkzeugen wird der Waldboden Schicht für Schicht geöffnet, um versteckte Glutnester abzulöschen.

Erkundung und Logistik

Die Drohnenaufklärung wird laufend ausgewertet, stößt aber bei verdeckten Glutnestern an Grenzen. Ergänzend kommen handgeführte Wärmebildkameras zum Einsatz.

Für die Wasserversorgung wurde eine umfangreiche Infrastruktur aufgebaut. Löschwasser wird über Pumpen und Schlauchleitungen in die Einsatzbereiche gefördert, zusätzlich wurden Material- und Wasserdepots eingerichtet. Auch Hubschrauber und Drohnen unterstützen weiterhin bei Logistik und Erkundung.

Ausblick

Die Einsatzorganisation stellt sich auf einen weiterhin längeren Nachlöscheinsatz ein. Trotz stabiler Lage bleibt die Situation aufmerksam zu beobachten, da unterirdische Glutnester erneut aufflammen können. Für das Wochenende werden zudem trockene und windige Bedingungen erwartet.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das Einsatzgebiet zu meiden und Absperrungen zu beachten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Traunstein / Beitragsbild: / Beitragsbild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

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