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Katzen in kleiner Wohnung: geht das?

Katze schaut Schneetreiben aus dem Fenster heraus zu

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

29. Dezember 2022

Lesezeit: 2 Minute(n)

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Ob aus finanziellen Gründen oder weil der Wohnungsmarkt in der Stadt es nicht anders zulässt: Viele Menschen leben in kleinen Wohnungen. Katzenfreunde stehen schnell vor der Frage, ob der begrenzte Platz für eine Samtpfote ausreichend ist . Hier Tipps dazu vom Industrieverband Heimtierbedarf (IVH):

Eine konkrete Angabe, wie viele Quadratmeter eine Wohnungskatze als Minimum benötigt, ist schwer zu machen. „Es kommt darauf an, dass die Bedürfnisse der einzelnen Katze erfüllt werden können“, sagt Sabine Ruthenfranz, die den Miau Katzen-Podcast betreibt. Wer wenig Platz habe und noch keine Katze besitze, solle sich deshalb gut überlegen, ob für das Wohlbefinden des Tieres gesorgt werden könne und ein artgerechtes Leben möglich sei. Das Leben mit einer Katze in einer kleinen Wohnung erfordert Kompromisse – mit diesen ist es allerdings gut gestaltbar.

Alle Ebenen für die
Stubentiger nutzen

Wer bereits Katzenhalter ist und umzieht, wird in den meisten Fällen Lösungen finden, da auch eine plötzliche Trennung für das Tier großen Stress bedeuten kann. Die Expertin empfiehlt daher kreative Auswege, die die Wände miteinbeziehen: „Mit Kletterflächen, Catwalks oder auch einem sicheren Platz auf der Fensterbank wird der verfügbare Raum gleich um ein Vielfaches größer“, beschreibt sie die Möglichkeiten.
Wer mehrere Katzen halten möchte, muss zusätzliche Anforderungen berücksichtigen. So braucht es etwa neben zusätzlichen Rückzugsorten auch zusätzliche Katzentoiletten, die nicht einfach nur nebeneinander aufgestellt werden sollten. Zudem ist jeder Raum, den die Katzen nicht betreten dürfen, eine weitere Einschränkung des ohnehin schon knappen Platzes.
Wenn der Wohnort, der Charakter des Tieres und das Umfeld passen, dann kann es in manchen Fällen eine gute Ergänzung sein, wenn man mit seiner Katze das Spazierengehen an einer Leine übt. So wäre etwas mehr Bewegung möglich. Katzenexpertin Ruthenfranz betont aber, dass dies immer im einzelnen Fall erwogen und gut geplant werden muss.

Die Lebensqualität
der Katze steigern

Zudem helfen viele scheinbar kleine Dinge dabei, die Wohnung lebenswerter für die Katze zu gestalten. Sabine Ruthenfranz empfiehlt immer einen Kontakt zur Außenwelt: „Ein mit einem Netz abgesicherter Balkon, von dem die Katze nicht herunterfallen kann, bedeutet ein riesiges Stück Lebensqualität. Zu sehen, was draußen passiert, die Luft und die Geräusche, das ist sehr wichtig.“
Wer nicht über einen Balkon verfügt, kann auch am Fenster oder auf der Fensterbank einen sicheren Platz gestalten. „Das wäre für mich das Mindeste“, sagt Ruthenfranz. „Da kann die Katze rausgucken und ihre Umgebung beobachten.“ Katzengeeignete Pflanzen und Beschäftigungsmöglichkeiten, etwa zum gemeinsamen Versteckspiel, sind weitere Elemente, um auch eine kleine Wohnung für die Katze lebenswert zu gestalten.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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