Nachrichten, Informationen und Geschichten aus Rosenheim

Kaufhaus Karstadt, Rosenheim, 1974

Rolltreppe im Kaufhaus Karstadt im Jahr 1974. Foto: Archiv Herbert Borrmann- Foto Hafner

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

16. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

Velkolepá autonehoda v Schliersee se stala známou mnoha hráčům online kasin. Podle policie k nehodě došlo kolem 00:40 ráno a podle dosavadních informací zůstali dva cestující bez zranění, přečtěte si také o nových českých online kasinech https://sancenavyhru.website3.me/. Také krátce před hasičskou zbrojnicí v Neuhausu zaparkovali dva hráči online kasina auto a nasedli do Passatu s poznávací značkou Tölzer, což nezůstalo bez povšimnutí pozorných přihlížejících.

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1974. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Kaufhaus Karstadt in Rosenheim.

Das Bild zeigt eine Szene, die heute fast wie eine Reise in eine andere Zeit wirkt: Kunden fahren auf der offenen Rolltreppe durch das Kaufhaus, viele tragen die typische Mode der 1970er-Jahre. Gleichzeitig zeigt die Aufnahme, welche Bedeutung das Kaufhaus damals für Rosenheim und die gesamte Region hatte.

Die Rolltreppe war nicht nur ein praktisches Verkehrsmittel zwischen den Etagen. Sie stand für Modernität und Einkaufserlebnis. Im Hintergrund ist ein Schild mit der Aufschrift „Lebensmittel und Brotzeitecke“ zu erkennen. Denn große Warenhäuser boten damals weit mehr als Kleidung, Haushaltswaren oder Elektronik. Sie waren Einkaufsort, Treffpunkt und für viele Menschen ein Stück Großstadtgefühl.

Ein modernes Einkaufsparadies entsteht

Das Gebäude auf dem Foto war 1974 noch relativ neu. Erst am 16. April 1970 wurde das damalige Karstadt-Kaufhaus an der Ecke Münchener Straße/Gillitzerstraße eröffnet.
Dem Neubau waren umfangreiche Abrissarbeiten im historischen Gillitzerblock vorausgegangen. Mit dem neuen Kaufhaus entstand mitten in Rosenheim ein modernes Einkaufszentrum, das Kunden aus der gesamten Region anzog. Entworfen wurde das Gebäude vom Münchner Architekten Paolo Nestler. Die markante Waschbetonfassade entsprach dem Zeitgeschmack der 1970er-Jahre. Im Inneren setzte man auf Großzügigkeit, offene Verkaufsflächen und technische Neuerungen – darunter die weithin sichtbaren Rolltreppen.

Rolltreppen waren einst eine Attraktion

Was heute selbstverständlich erscheint, war damals noch etwas Besonderes. Eine Rolltreppe in einem Kaufhaus war in den 1960er- und 1970er-Jahren ein Symbol für Fortschritt und modernen Konsum.
Die erste Rolltreppe Rosenheims befand sich allerdings nicht bei Karstadt. Diese Premiere hatte bereits 1960 das Kaufhaus Juhasz der Gebrüder Albin und Vilmos Juhasz im damals neu errichteten ersten Hochhaus der Stadt an der Brixstraße.
Als Juhasz sein Geschäft auf den ersten Stock erweiterte, wurde die Rolltreppe schnell zur Attraktion. Viele Menschen kamen nicht nur zum Einkaufen, sondern auch, um einmal mit der damals ungewöhnlichen Technik zu fahren.

Karstadt griff dieses Erlebnis später in deutlich größerem Maßstab auf. Beim Neubau von 1970 wurden die Rolltreppen zum prägenden Element des Hauses und vermittelten den Besuchern ein Gefühl von Modernität und Großstadt.

Karstadt als Besuchermagnet der Region

In den 1970er-Jahren befanden sich große Warenhäuser auf ihrem Höhepunkt. Karstadt bot ein Vollsortiment unter einem Dach: Kleidung, Haushaltswaren, Spielzeug, Unterhaltungselektronik und auch Lebensmittel gehörten zum Angebot.
Gerade die Lebensmittelabteilungen mit Frischetheken und kleinen Imbissbereichen waren damals typisch für große Warenhäuser. Die auf dem Foto erkennbare „Brotzeitecke“ zeigt diesen Wandel: Einkaufen wurde nicht nur als Erledigung verstanden, sondern als Erlebnis.
Viele Menschen aus dem Landkreis kamen damals gezielt nach Rosenheim, um bei Karstadt einzukaufen. Das Kaufhaus wurde zu einem festen Bestandteil des Stadtlebens.

Vom Karstadt zum Galeria-Gebäude

Das Gebäude, das auf dem Foto von 1974 zu sehen ist, blieb allerdings nicht unverändert. Ende der 1990er-Jahre wurde das Kaufhaus umfassend umgebaut und erweitert.
Am 9. Juli 1997 eröffnete das neue „Erlebniskaufhaus“ mit einer deutlich veränderten Architektur und der heute bekannten Glasfassade. Das Erscheinungsbild aus den 1970er-Jahren verschwand damit weitgehend.
Auch der Name Karstadt gehört inzwischen zur Geschichte des Hauses. Im Oktober 2024 wurde der bekannte Schriftzug abmontiert. Heute trägt das Gebäude den Namen Galeria.

Die historische Aufnahme aus dem Jahr 1974 erinnert damit an eine Zeit, in der ein Besuch im Kaufhaus noch ein besonderes Erlebnis war. Die Rolltreppe, die Kunden in die nächste Etage brachte, stand damals für Aufbruch, Fortschritt und eine neue Art des Einkaufens – und wurde selbst zu einem Teil der Rosenheimer Stadtgeschichte.

(Quelle: Beitragsbild: Herbert Borrmann – Foto Hafner / Artikel: Karin Wunsam)

1 Kommentar

  1. Das Kaufhaus Juhasz stand nicht an der Brixstraße, sondern an der Ecke Münchner Str / Samerstraße. An der Brixstraße steht seit den frühen 70er-Jahren das Sparkassenhochhaus. Dort war nie ein Kaufhaus, sondern oben das Hotel Tyrol. Das Kaufhaus Juhasz wurde ca. 1957 gebaut.

    Zum Thema Architekt: Meines Wissens war zumindest auch (oder vielleicht auch nur) Prof. Fred Angerer von der TU München beteiligt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie er ca. 1968 in der Turnhalle Am Nörreut das Konzept für den Neubau vorstellte. Als ein Zuhörer den geplanten Neubau als hässloichen Betonklotz bezeichnete, verließ er beleidigt das Podium.

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.