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Kirchenmusik als Glaubensbekenntnis: Interview mit Seonghyang Kim

Seonghyang Kim an der Orgel in der Erlöserkirche. Foto: Innpuls.me

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

14. März 2024

Lesezeit: 2 Minute(n)

Rosenheim – Am Sonntag, 17. März, 10 Uhr wird in der Rosenheimer evangelischen Erlöserkirche die neue Dekanatskantorin Seonghyang Kim in ihr Amt eingeführt. Im Interview mit Innpuls.me erzählt die gebürtige Südkoreanerin, warum es sie zur Kirchenmusik zog und was diese für sie bedeutet:

Erste Auftritte von Seonghyang Kim in Rosenheim

Am 17. März laden Dekanat und Kirchengemeinde um 10 Uhr zur feierlichen Einführung der neuen Kantorin zu einem Festgottesdienst in die Erlöserkirche in Rosenheim ein.
Am 14. April gibt Seonghyang Kim ihr Antrittskonzert an der Orgel in der Rosenheimer Erlöserkirche. Beginn ist um 19 Uhr.

Frage: Frau Kim, wie kamen Sie zu Musik und Glauben?
Antwort:  
Ich stamme aus einer südkoreanischen Pfarrfamilie und bin durch meine Eltern im Glauben und der Musik aufgewachsen. Schon als Kind habe ich gerne musiziert, erst Klavier dann Orgel. In meiner Familie wird auch gerne gesunden. Ich habe schon früh gespürt, dass mir die Musik gut tut, wenn ich mal traurig bin. Mit Musik kann man Kraft tanken. Das Gleiche gilt für eine Predigt. Und so kam ich zur KIrchenmusik.

Frage. Wie schaut Ihr beruflicher Werdegang aus?
Antwort: Nach dem Abitur studierte ich Orgel, Klavier und evangelische Kirchenmusik an der Seoul Theological University. Anschließend vertiefte ich meine Studien an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Mein Masterstudium in Orgel habe ich erfolgreich abgeschlossen. Danach setzte ich ein Studium weiter an der  Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth fort, wo ich die A-Prüfung der Kirchenmusik, Diplom Dirigieren, Diplom Orgelpädagogik und Diplom Klavierpädagogik ablegte.

Frage: Sie haben schon an sehr vielen verschiedenen Orten auf der Welt musiziert. Letztendlich zog es Sie dann nach Deutschland. Warum?
Antwort:  Ein Grund dafür ist, dass mein Lieblingskomponist Johann Sebastian Bach ist.  Als ich das erste Mal in Leipzig spielte, hat es mir aber auch gleich sehr gut in Deutschland gefallen.

Frage: Zuletzt waren Sie als Dekanatskantorin in der Evangelisch Lutherischen Kirchengemeinde Roth sowie im Dekanat Schwabach tätig. Nun zog es Sie nach Rosenheim. Wie kam diese Entscheidung zustande?
Antwort:
Rosenheim ist eine sehr schöne Stadt, nicht zu groß und nicht zu klein. Die Berge sind nah und es gibt viel Natur. Ich will eine Familie gründen und ich finde, dafür ist diese Stadt genau der richtige Ort.

Frage: Was haben Sie denn schon alles von Rosenheim gesehen?
Antwort: Ich bin erst vor zwei Wochen nach Rosenheim umgezogen, deshalb hatte ich bisher noch nicht viel Zeit, mir alles anzusehen. Aber was ich gesehen habe, beispielsweise die Fußgängerzone oder der Inn , finde ich schon mal sehr, sehr schön.

Frage: Was ist Ihnen für Ihre Tätigkeit hier bei uns in Rosenheim wichtig?
Antwort: Mit Musik kann man viel bewirken. Mein Ziel ist es, damit möglichst viele Menschen zu erreichen und ihnen durch Musik Kraft zu schenken und Gottes Wort zu verbreiten.

Frage: Welche Aufgaben haben Sie zukünftig?
Antwort: Ich werde Konzerte, Veranstaltungen und Gottesdienste musikalisch gestalten und den kirchenmusikalischen Nachwuchs fördern. Und ich würde gerne auch noch einige neue Sachen ausprobieren.
(Quelle: Interview Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

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