Fürth / Landkreis Rosenheim – Bayerns Obstbauern können nach ersten Schätzungen mit einer guten Kirschensaison rechnen. Vor allem bei den Süßkirschen wird eine überdurchschnittliche Ernte erwartet. Bei den Sauerkirschen zeichnet sich dagegen bislang ein deutlicher Rückgang ab.
Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik werden 2026 in Bayern voraussichtlich rund 28.300 Dezitonnen Kirschen geerntet. Das wären rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereits nach dem schwachen Erntejahr 2024 hatte sich die Erntemenge 2025 wieder auf ein durchschnittliches Niveau erholt.
Grund für die positiven Aussichten sind nach Angaben der Statistiker die milden Temperaturen im Frühjahr sowie das Ausbleiben nennenswerter Spätfröste während der Blütezeit.
Süßkirschen deutlich über dem Durchschnitt
Für Süßkirschen wird eine Erntemenge von rund 26.500 Dezitonnen erwartet. Das entspricht einem Plus von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der durchschnittliche Hektarertrag liegt mit 48,7 Dezitonnen deutlich über dem Mittelwert der Jahre 2020 bis 2025 von 38,0 Dezitonnen je Hektar.
Anders sieht es bei den Sauerkirschen aus. Hier rechnen die Statistiker derzeit mit einer Erntemenge von rund 1.800 Dezitonnen. Das wäre ein Rückgang von 51,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der geschätzte Hektarertrag liegt mit 30,2 Dezitonnen je Hektar ebenfalls deutlich unter dem Sechsjahresdurchschnitt von 50,8 Dezitonnen. Da die Sauerkirschen später reifen, kann sich diese erste Einschätzung nach Angaben des Landesamtes jedoch noch verändern.
Die jetzt veröffentlichten Zahlen stellen eine erste Schätzung der Kirschenernte 2026 dar. Das endgültige Ergebnis für Süß- und Sauerkirschen soll im September veröffentlicht werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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