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Lungenkrebszentrum Oberbayern Süd in Rosenheim erhält Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft

von Links, Prof. Dr. Stephan Budweiser, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3, Dr. Ulrich Schulze, RoMed Geschäftsführer und Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie am RoMed Klinikum Rosenheim freuen sich über die hohe Auszeichnung, Copyright RoMed Kliniken

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

12. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Das Lungenkrebszentrum Oberbayern Süd am Standort Rosenheim ist als „Lungenkrebszentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.“ zertifiziert worden. Nach Angaben der Beteiligten gehört es damit zu 13 zertifizierten Lungenkrebszentren in Bayern. Gemeinsam arbeiten das RoMed Klinikum Rosenheim, das Krankenhaus Agatharied und das Klinikum Ebersberg München Ost in einem Netzwerk zusammen.

Das Zentrum spannt ein Versorgungsnetz über den südostbayerischen Raum. Der Standort Rosenheim übernimmt die interdisziplinäre Steuerung. Die Diagnostik und onkologische Therapie findet, mit Ausnahme einer etwaigen operativen Entfernung des Tumors, die zentral in Rosenheim erfolgt, wohnortnah in den beteiligten Häusern statt. Verdächtige Lungenbefunde werden in eigens eingerichteten pneumologischen Sprechstunden rasch abgeklärt.
Jeder Fall mit Krebsverdacht oder gesicherter Diagnose wird anschließend in der zentralen Tumorkonferenz im RoMed Klinikum Rosenheim vorgestellt. Pneumologen, Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen legen dort gemeinsam den individuellen Behandlungsplan fest, leitliniengerecht und nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Die Thoraxchirurgie in Rosenheim übernimmt, wenn nötig, die Operation. „Unsere erfahrenen Chirurgen operieren überwiegend minimalinvasiv und je nach Indikation auch mit Hilfe des OP-Roboters daVinci. Dabei werden sehr gute Ergebnisse erzielt“, heißt es aus dem Team um Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie. Medikamentöse Therapien und Bestrahlungen finden anschließend wieder heimatnah in Ebersberg, Agatharied oder Rosenheim statt.

Zertifikat mit Folgen – was Patienten davon haben

Zertifizierte Lungenkrebszentren unterliegen strengen Vorgaben. Sie müssen hohe Mindestfallzahlen erreichen, interdisziplinäre Tumorkonferenzen nachweisen, strukturierte Kooperationen mit niedergelassenen Praxen pflegen und jedes Jahr in einem Audit zeigen, dass sie die Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft weiter erfüllen.

Früherkennung mit Niedrigdosis‑CT – Chance für Hochrisikogruppen

Ein besonderer Baustein im Oberbayern‑Süd‑Netzwerk ist das Lungenkrebsscreening mittels CT-Diagnostik bei besonders geringer Strahlenbelastung. Angeboten wird es in Kooperation mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten, radiologischen Praxen sowie dem RoMed Klinikum Rosenheim als reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Der Ablauf ist bewusst schlank: Regionale Haus- und Facharztpraxen beraten medizinisch und prüfen die individuellen Teilnahmevoraussetzungen wie Risikoprofil und Rauchhistorie.
Auf Überweisung folgt bei entsprechender Qualifikation eine Terminvergabe in einer nahegelegenen radiologischen Praxis für ein strahlensparendes Niedrigdosis-CT. Die standardisierte Bildauswertung, auch mittels künstlicher Intelligenz, führt zu einem schnellen und zuverlässigen Ergebnis.

„Die Einbindung in das zertifizierte Lungenkrebszentrum stellt sicher, dass auffällige Befunde rasch weiter abgeklärt und Patienten nach den aktuellen S3-Leitlinien behandelt werden“, betont Prof. Dr. Stephan Budweiser, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 – Schwerpunkt Pneumologie – am RoMed Klinikum Rosenheim. Ziel ist es, Lungenkrebs frühzeitig und in einem gut behandelbaren Stadium zu erkennen und damit zu heilen.

Hausärzte im Zentrum des Netzwerks

Die Hausärzte der Region bleiben erste Ansprechpersonen für ihre Patienten. Sie kennen die Menschen, ihre Lebensumstände und Vorerkrankungen. Für sie bietet das Lungenkrebszentrum klare Strukturen: feste Ansprechpartner, direkte Durchwahlnummern, standardisierte Überweisungspfade und die Möglichkeit, Fälle in der Tumorkonferenz vorzustellen.

„Es gibt einen klar definierten Behandlungsprozess über Landkreisgrenzen hinweg. In kooperativer Zusammenarbeit werden so beispielsweise auch Doppeluntersuchungen vermieden. Unsere Patienten sollen nicht erst in die Großstadt fahren müssen, um eine Therapie auf Spitzenniveau zu erhalten“, unterstreicht Dr. Ulrich Schulze, Geschäftsführer der RoMed Kliniken.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: von Links, Prof. Dr. Stephan Budweiser, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3, Dr. Ulrich Schulze, RoMed Geschäftsführer und Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie am RoMed Klinikum Rosenheim freuen sich über die hohe Auszeichnung, Copyright RoMed Kliniken)

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