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Mähfreier Mai: Weniger Rasenmähen bringt mehr Artenvielfalt in den Garten

Rasenmäher

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

28. April 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern / Rosenheim – Im Frühling einfach mal den Rasenmäher stehen lassen: Der „Mähfreie Mai“ soll Insekten, Vögeln und Wildblumen helfen. Was hinter der Aktion steckt – und warum Nichtstun im Garten jetzt besonders wertvoll ist.

Wenn im Frühling alles zu wachsen beginnt, greifen viele Gartenbesitzende reflexartig zum Rasenmäher. Doch genau davon rät der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) ab: Im Rahmen des „Mähfreien Mai“ sollen Gärten bewusst länger ungemäht bleiben, um die Artenvielfalt zu fördern.
„Wer bis Ende Mai auf das Mähen verzichtet, schafft sich selbst nicht nur mehr freie Zeit, sondern fördert auch die Artenvielfalt“, betont die LBV-Biologin Tarja Richter. Ungemähte Flächen entwickeln sich schnell zu wertvollen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Wildblumen wie Löwenzahn oder Weißklee bieten Nahrung für Schmetterlinge und Wildbienen, während Brennnesseln als Eiablageplatz für Arten wie das Tagpfauenauge dienen.

Frühblüher als wichtige Nahrungsquelle

Gerade in den ersten Frühlingsmonaten ist das Nicht-Mähen entscheidend. Pflanzen können zur Blüte kommen und liefern wichtige Nahrungsquellen. „Die ersten Blüten auf der Wiese sind jetzt besonders wertvoll – sie sind wichtige Nahrungsquellen für Schmetterlingen und Bienen “, erklärt Richter. Auch das längere Gras schafft Lebensräume für Käfer und Heuschrecken.

Mehr Insekten, mehr Vögel – und positive Effekte für Menschen

Von der steigenden Insektenvielfalt profitieren wiederum Vögel. Während der Brutzeit sind sie auf ein reichhaltiges Nahrungsangebot angewiesen, um ihre Jungen zu versorgen. Gleichzeitig kann ein naturnaher Garten auch positive Effekte auf den Menschen haben: Mehr Artenvielfalt wirkt sich nach Angaben des LBV positiv auf die Psyche aus.

Kleine Gärten mit großer Wirkung

Dabei sind es oft kleine Maßnahmen mit großer Wirkung. Rund zwei Prozent der Fläche Bayerns bestehen aus Privatgärten. „Deshalb sind Versteckmöglichkeiten und Nistorte für Vögel und Insekten vor der eigenen Haustür wichtig. Gartenbesitzende können hier einen wichtigen Beitrag leisten“, so Richter.
Auch über den Mai hinaus lohnt es sich, weniger zu mähen. Empfohlen wird, die Mähintervalle zu verlängern und nur noch etwa einmal im Monat zu mähen. Dabei sollte abschnittsweise vorgegangen werden, damit Tiere weiterhin Rückzugsorte finden. Eine Sense gilt als schonendere Alternative zum Rasenmäher.

Wichtig ist zudem der richtige Umgang mit dem Schnittgut: Es sollte nicht auf der Fläche liegen bleiben, da nährstoffarme Böden Wildblumen begünstigen. Stattdessen kann es kompostiert oder als Mulch verwendet werden.

Ordnung trotz Wildwuchs

Kritisch sieht der LBV den Einsatz von Mährobotern. Diese können Igel schwer verletzen und schaden auch Insekten. Höheres Gras bringt zudem einen weiteren Vorteil: Der Boden bleibt schattiger und trocknet im Sommer weniger schnell aus.
Für alle, die trotz Wildwuchs Wert auf Ordnung legen, gibt es einen einfachen Trick: Wege und Ränder regelmäßig freischneiden. So bleibt der Garten gepflegt, und bietet dennoch wertvollen Lebensraum.
Der Appell des LBV ist klar: Im Mai darf der Rasen ruhig wachsen. Denn ein bisschen mehr Natur im Garten nützt am Ende allen.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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