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Mehr Felder, weniger Ernte: Spargel und Erdbeeren bleiben in Bayern hinter Erwartungen zurück

Erdbeeren und Spargel. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

24. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Mehr Fläche, aber weniger Ertrag: Obwohl in Bayern 2026 mehr Spargel und Erdbeeren angebaut werden als im Vorjahr, fällt die Ernte voraussichtlich geringer aus. Grund dafür sind vor allem schwierige Wetterbedingungen mit kalten Frühjahrsnächten, Spätfrösten, Hitzephasen und Trockenheit.

Das zeigen erste Ergebnisse der Gemüsevorerhebung des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Spargelanbau wächst – Ertrag geht zurück

Beim Spargel ist die Anbaufläche in Bayern weiter gestiegen. Insgesamt wachsen die Stangen auf rund 4.100 Hektar. Das sind knapp sechs Prozent mehr als im Vorjahr und sogar rund 14 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025.
Allerdings konnten nicht alle Flächen bereits geerntet werden. Rund 500 Hektar entfallen auf junge Spargelanlagen, die noch keinen Ertrag bringen.

Auf den ertragsfähigen Flächen wird für 2026 mit einem durchschnittlichen Ertrag von rund 55,7 Dezitonnen pro Hektar gerechnet. Damit liegt der Ertrag deutlich unter dem Vorjahr: 2025 waren es noch 62,9 Dezitonnen pro Hektar.
Insgesamt erwarten die Statistiker eine Spargelernte von rund 20.100 Tonnen. Das sind etwa 600 Tonnen oder drei Prozent weniger als 2025. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen Jahre liegt die Erntemenge jedoch weiterhin leicht darüber.

Erdbeerernte ebenfalls rückläufig

Auch bei Erdbeeren zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Anbaufläche steigt: Im Jahr 2026 werden Erdbeeren auf rund 1.700 Hektar angebaut – rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Trotz der größeren Fläche bleibt die Ernte voraussichtlich hinter dem Vorjahr zurück. Der durchschnittliche Ertrag im Freiland liegt nach ersten Schätzungen bei 64,4 Dezitonnen pro Hektar. Das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber 2025. Insgesamt wird mit einer Erdbeerernte von rund 10.900 Tonnen gerechnet. Das sind etwa 400 Tonnen weniger als im vergangenen Jahr.

Wetter stellte Betriebe vor Herausforderungen

Die Saison verlief für Spargel- und Erdbeerbetriebe in Bayern nicht einfach. Kalte Nächte im Frühjahr und einzelne Spätfröste bremsten zunächst das Wachstum. Später sorgten heiße Wetterphasen und Trockenheit für zusätzliche Belastungen.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen sind allerdings noch vorläufig. Die endgültigen Ergebnisse der Gemüsehaupterhebung werden voraussichtlich im Frühjahr 2027 vorliegen. Für Spargelfreunde ist die Saison 2026 bereits beendet: Traditionell endet die Ernte am 24. Juni, dem Johannistag. Die Erdbeerernte läuft dagegen vielerorts noch weiter.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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