Rosenheim / Landkreis – An der Technischen Hochschule Rosenheim ist am 11. Juni 2026 der neue sogenannte V-Bau offiziell eröffnet worden. Das Gebäude wird künftig für den Studiengang Physiotherapie sowie für Forschung, Entwicklung und Transfer genutzt.
Im Neubau entstanden Lehr-, Trainings- und Bewegungsflächen. Nach Angaben der Hochschule sollen dadurch Bereiche wie Lehre, Praxis und Forschung räumlich zusammengeführt werden. Zusätzlich bietet das Gebäude Räume für das Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer.
Auch neue Lehr- und Lernformate sollen dort ermöglicht werden. Dazu zählen unter anderem flexible Raumkonzepte sowie hybride Medientechnik und digitale Lehrmittel.
Bauherrschaft lag bei der Hochschule
Besonderheit des Projekts ist, dass die Technische Hochschule Rosenheim selbst als Bauherr auftrat. Nach Angaben der Hochschule handelt es sich dabei um eines der ersten Projekte dieser Art an einer staatlichen Hochschule in Bayern.
Die Baukosten werden mit rund 7,5 Millionen Euro angegeben. Die Bau- und Planungszeit betrug etwa dreieinhalb Jahre. Nach Angaben der Hochschule liegt das Projekt rund 20 Prozent unter den Kosten vergleichbarer staatlicher Hochschulbauten.
Zu Beginn der Planung waren höhere Kosten kalkuliert worden. Diese konnten im Verlauf des Projekts durch Anpassungen reduziert werden.
Bauweise und Nutzungskonzept
Das Gebäude wurde in modularer Hybridbauweise errichtet. Dabei kamen vorgefertigte Holzelemente zum Einsatz. Nach Angaben der Projektverantwortlichen konnte der Rohbau in vergleichsweise kurzer Zeit montiert werden.
Eine besondere bauliche Lösung war die Verlagerung großer, offen gestalteter Flächen in die oberen Geschosse. Büro- und Nebenräume befinden sich in den unteren Ebenen. Diese Struktur wurde unter anderem mit Blick auf die Bodenverhältnisse am Standort gewählt.
Der V-Bau erfüllt den KfW40-Standard und soll nach DGNB-Kriterien mit Silber zertifiziert werden. Zum Einsatz kam überwiegend Holz als Baustoff.
Einordnung durch Politik und Hochschule
Bei der Eröffnung wurde das Projekt auch von Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume gewürdigt. Hochschulpräsident Heinrich Köster verwies auf die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche innerhalb der Hochschule bei Planung und Umsetzung.
Im Rahmen der Eröffnung wurde zudem der Professor Andreas Betz ausgezeichnet.
(Quelle: Pressemitteilung Technische Hochschule Rosenheim / Beitragsbild: Julia Hinterseer)


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