Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1938, Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die ehemalige Raststätte Chiemsee.
Auf dem historischen Foto zu sehen ist das Rasthaus Chiemsee mit seiner großzügigen Terrasse direkt am Südufer des Sees. Zahlreiche Sonnenschirme, dicht gestellte Tische und der weite Blick über den Chiemsee prägen die Aufnahme – die Plätze selbst sind leer, lassen aber bereits die Dimension dieses besonderen Ausflugsziels erkennen.
Das Rasthaus am Chiemsee war die erste und größte Raststätte der Reichsautobahnen. Der Bau liegt in Bernau am Chiemsee direkt an der heutigen A8 zwischen München und Salzburg. Die Bauarbeiten begannen im August 1937, die Eröffnung erfolgte am 27. August 1938. Die Fertigstellung der gesamten Anlage zog sich jedoch bis 1941/42 hin.
Bereits im April 1940 wurde das Rasthaus an die Wehrmacht übergeben und als Genesungsheim für verwundete Soldaten genutzt. Nach dem Krieg diente es bis 2004 der US-Armee als „Chiemsee Recreation Area of the Army / Chiemsee Lake Hotel“.
Architektonisch orientierte sich Fritz Norkauer am traditionellen Chiemgauer Bauernhof mit flach geneigten Satteldächern. Der Bau wurde von Fritz Todt persönlich begleitet. Seine Dimensionen waren für die Zeit außergewöhnlich: Die Gaststube bot Platz für rund 350 Personen, die Caféterrasse für etwa 1.300 Gäste und das Freibad für bis zu 1.450 Besucher (Quelle: Wikipedia)
Schon kurz nach der Eröffnung war das Rasthaus ein beliebtes Ausflugsziel – so stark frequentiert, dass es im Sommer 1939 zeitweise sogar wegen Überfüllung geschlossen werden musste.
Der heutige Autobahnrastplatz Chiemsee mit Raststätte befindet sich wenige hundert Meter weiter östlich am Seeufer.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Innpuls.me / Bildtext: Karin Wunsam)


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