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Rehkitz-Rettungssaison erfolgreich abgeschlossen

Rehkitz im hohen Gras

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

3. August 2022

Lesezeit: 2 Minute(n)

Freising / Bayern – Im Juli hat das Team der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), im Rahmen des Forschungsprojekts „Reduktion von Mähtod bei Rehkitzen“ die vierte Rehkitzrettungssaison erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt konnten in 31 Teststreifen 290 Ereignisse platziert und untersucht werden.

Rehkitzrettung - Überfahren Teststreifen

Überfahren eines Teststreifens. Foto: T. Wiesel, Lfl

Bei der Rehkitzrettung können verschiedene Maßnahmen zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Plastiksackscheuchen oder das Absuchen mit Menschen/Hund. Daneben gibt es noch die Möglichkeit einfache Techniken einzusetzen, wie beispielsweise. Scheuchen mit Licht und Ton. Schließlich sind auch aufwändigere Maßnahmen mit dem Einsatz teurerer Techniken möglich, wie etwa mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera oder Sensorbalken (Sensosafe) am Mähwerk.
Die diesjährige Datenerfassung der LfL-Mitarbeiter fokussierte sich vor allem auf verschiedene Einflussfaktoren, welche den Detektionserfolg von Rehkitzen beeinflussen können. Die Daten wurden am Beispiel des „Assistenzsystems zum wildtierschonenden Mähen“, also mit dem Sensorbalken Sensosafe, erhoben. 20 Einsatztage konnten absolviert werden und für die genaueren Untersuchungen wurden 31 Teststreifen angelegt.

Rehkitzrettung: Grünlandscanner im Einsatz

Grünlandscanner im Einsatz. Foto T. Wiesel, Lfl

In jedem dieser Teststreifen wurden an definierten Stellen künstliche Ereignisse platziert, wie z. B. Rehkitzattrappen die ins Gras gelegt oder Maulwurfshügel die aufgeschüttet wurden. Im Anschluss wurde die Teststrecke mit verschiedenen Sensitivitätseinstellungen des Sensorbalkens und unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten mehrmals überfahren und die Daten zu den ausgelösten bzw. nicht ausgelösten Alarmen notiert. Im Anschluss wurden weitere Erhebungen rund um die angelegten Ereignisse durchgeführt, um die relevanten Einflussparameter auf den Aufspürerfolg wie z. B. den Grasbestand genauer definieren zu können. Insgesamt konnten in den 31 Teststreifen 290 Ereignisse platziert und untersucht werden.
Zusätzlich wurden an elf Einsatztagen auf 29 Flächen Daten vom Mähen der gesamten Flächen aufgezeichnet, um genauere Aussagen über die Wirksamkeit der Maßnahme Sensorbalken Sensosafe am Mähwerk treffen zu können. Alle Daten werden jetzt aufbereitet und ausgewertet und die wichtigsten Ergebnisse noch vor der nächsten Saison publiziert.

Rehkitzrettung: Attrappe im Gras

Rehkitz-Attrappe im hohen Gras. Foto: T. Wiesel, Lfl

Wer noch Informationen aus der diesjährigen Saison teilen möchte, kann die entsprechenden Datenerhebungsblätter auf der LfL-Internetseite herunterladen, ausfüllen und anschließend zurücksenden. Ebenso ist eine Teilnahme an der Umfrage für Lohnunternehmen und Organisationen zur Rehkitzrettung bzw. freiwilligen Helfern noch möglich.
In der kommenden Saison werden ausschließlich Daten über die Datenerhebungsblätter auf der Seite des Wildtierportals Bayern erhoben. Nach Auswertung aller Daten ist das Ziel, die Anwendungen sowie Maßnahmen selbst zu optimieren und den Mäh-Knigge mit dem neuesten Erkenntnisstand im Winter 22/23 zu aktualisieren.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft / Beitragsbild: Symbolfoto, re / Fotos: T. Wiesel, Lfl)

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