Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Welche Rolle kann Religion in Politik und Gesellschaft spielen? Und wie lässt sich das friedensstiftende Potenzial von Religion nutzen, ohne neue Konflikte zu schaffen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Mathias Rohe am Donnerstag, 15. Oktober, bei einem Vortrag im evangelischen Gemeindehaus in Brannenburg-Degerndorf.
Der Rechts- und Islamwissenschaftler spricht unter dem Titel „Religion und Politik – Eine unselige Verbindung?“ über das Spannungsfeld zwischen religiösen Überzeugungen und politischen Strukturen. Dabei geht es auch um die Geschichte politischer Auseinandersetzungen, die im Namen der Religion geführt wurden – sowohl in Europa als auch in der islamisch geprägten Welt.
Gleichzeitig richtet Rohe den Blick auf die andere Seite: Religionen können nach der Ankündigung des Vortrags auch eine friedensstiftende Wirkung entfalten. Die Frage ist demnach, wie dieses Potenzial auch politisch genutzt werden kann, ohne dass daraus neue Konflikte oder andere negative Folgen entstehen.
Säkularer Rechtsstaat und religiöse Positionen
Ein Schwerpunkt des Abends liegt auf der Entwicklung säkularer Rechtsstaaten in Europa und auf islamisch begründeten Positionen dazu. Damit geht es auch um die Frage, wie Religion und staatliche Ordnung miteinander umgehen können.
Prof. Dr. Mathias Rohe forscht und lehrt seit 1997 an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Gründungsdirektor des dortigen Zentrums für Islam und Recht in Europa und hat seit 2006 an den verschiedenen Phasen der Deutschen Islam Konferenz mitgewirkt. Zudem war er Koordinator der vom Bundesinnenministerium eingesetzten Unabhängigen Expertenkommission Muslimfeindlichkeit.
Der Vortrag findet am Donnerstag, 15. Oktober, von 19.30 bis 21 Uhr im evangelischen Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstraße 8, in Brannenburg-Degerndorf statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
(Quelle: Mitteilung Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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