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Restauriertes Stifterbild kehrt in Aschauer Pfarrkirche zurück

Restaurierung Stifterbild für Pfarrkirche "Darstellung des Herrn" in Aschau im Chiemgau. Fotos: Copyright BLfD

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

29. Mai 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Aschau / Landkreis Rosenheim – Nach einer umfassenden Restaurierung ist ein historisches Stifterbild aus der Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ in Aschau im Chiemgau wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückgekehrt. Das Kupfertafelgemälde zeigt die Familie des regionalen Stifters Thomas Mayr und stammt aus der Zeit um 1702.

Restaurierung Stifterbild für Pfarrkirche "Darstellung des Herrn" in Aschau im Chiemgau. Fotos: Copyright BLfD

Eine Kupfertafel in dieser Größe war für das beginnende 18. Jahrhundert sehr selten.

Das Werk gilt als ungewöhnliches Beispiel für ein großformatiges Gemälde auf Kupfer. Im Laufe der Jahrhunderte war es direkt in die Kirchenwand eingelassen und zeigte die Stifterfamilie mit ihren Angehörigen, die später nach und nach ergänzt wurden – darunter Ehefrauen und verstorbene Kinder. Zugeschrieben wird das Bild dem Chiemgauer Maler Jacob Carnutsch.

Die Restaurierung erfolgte in den Werkstätten des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD) in München. Dort wurde das stark verschmutzte und gealterte Gemälde in den vergangenen Monaten gereinigt und gefestigt. Ziel war es, die ursprüngliche Farbwirkung wieder sichtbar zu machen und das empfindliche Material langfristig zu sichern.

Aufwendige Restaurierung eines seltenen Materials

Das Bild befindet sich auf einer Kupfertafel mit außergewöhnlichen Maßen: Sie ist rund 1,60 Meter lang, 55 Zentimeter breit und je nach Stelle zwischen 0,3 und 1,4 Zentimeter dick. Nach Angaben des BLfD ist ein solches Format für die Entstehungszeit Anfang des 18. Jahrhunderts selten.

Restaurierung Stifterbild für Pfarrkirche "Darstellung des Herrn" in Aschau im Chiemgau. Fotos: Copyright BLfD

Die Kupfertafel misst stolze 1,60 Meter auf 55 Zentimeter und ist an den dünnsten Stellen gerade mal 0,3 Zentimeter dick.

Im Zuge der Restaurierung wurden unter anderem gealterte Schmutz- und Bindemittelschichten entfernt, die sich über die Zeit als dunkler Belag über das Motiv gelegt hatten. Dadurch sind die Figuren und Bilddetails wieder deutlicher erkennbar, darunter auch der zentrale Altarbereich im Bild.

Die Arbeiten wurden von spezialisierten Restauratorinnen und Restauratoren durchgeführt. Neben traditionellen Verfahren kamen auch moderne Materialien zum Einsatz, um das Kupfer langfristig vor Schäden wie Oxidation zu schützen.

Restaurierung Stifterbild für Pfarrkirche "Darstellung des Herrn" in Aschau im Chiemgau. Fotos: Copyright BLfD

Das Stifterbild der Familie Mayr ist keine Momentaufnahme – sondern wuchs über die Jahre weiter. Fotos: Copyright BLfD

Verbindung zur regionalen Geschichte

Nach Einschätzung von Fachleuten hängt die Verwendung des Kupferträgers auch mit der regionalen Wirtschafts- und Bergbaugeschichte im Chiemgau und im angrenzenden Tirol zusammen. Der Auftraggeber Thomas Mayr war demnach wirtschaftlich gut vernetzt und unter anderem im Weinhandel, in der Schifffahrt sowie an einem Eisenwerk beteiligt.

Die Restaurierung wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege koordiniert. Beteiligt waren zudem die Erzdiözese München und Freising sowie weitere Partner aus der Region.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

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