Rosenheim – Gegen die Wehrpflicht und die geplante Musterung junger Männer richtet sich eine Demonstration am heutigen Freitag (25. September) im Rosenheimer Luitpoldpark. Beginn ist um 14 Uhr. Aufgerufen dazu hat das Bündnis „gegen-wehrpflicht-rosenheim“. Das Solidaritätsnetzwerk Rosenheim unterstützt die Veranstaltung.
Das Solidaritätsnetzwerk ist eine politisch aktive Gruppe aus dem sozialistischen Spektrum. Es versteht sich als sozialistische Stadtteilorganisation und ist Teil der Föderation Klassenkämpferischer Organisationen (FKO), einem Zusammenschluss verschiedener sozialistischer Gruppen. In Rosenheim trifft sich das Netzwerk regelmäßig im selbstverwalteten linken Zentrum Z.
Mit der Demonstration wollen die Veranstalter gegen die Wehrpflicht und die derzeitige Verteidigungspolitik der Bundesregierung protestieren. Anlass ist unter anderem die geplante verpflichtende Musterung junger Männer. Das Bundesverteidigungsministerium hatte am 18. September mitgeteilt, dass die Bundeswehr ihren gesetzlich vorgesehenen Aufwuchs fortsetzt und die flächendeckende Musterung des Geburtsjahrgangs 2008 vorbereitet.
Das Solidaritätsnetzwerk fordert nach eigenen Angaben eine antimilitaristische Bewegung in Rosenheim. „Wir als Solidaritätsnetzwerk kämpfen darum, dass kein Sohn dieser Stadt in einem Krieg sterben muss!“, wird ein Vertreter namens Peter in der Pressemitteilung zitiert.
Zur Demonstration werden Schüler, Eltern und weitere Unterstützer aufgerufen. Auch der Rosenheimer Kreisverband der Partei Die Linke hat zur Teilnahme an dem Schulstreik gegen die Wehrpflicht aufgerufen.
(Quelle: Pressemitteilung Solinetz Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)


Wir sind nicht für oder im Krieg, werden aber von ausserhalb bedroht. Wir haben bis 2011 den Hintern aller gesichert. Es haben fast alle überlebt. Ein paar Kameraden starben bei Unfällen. Nun stören ein paar Neinsager, die kein Interesse am Gemeinwohl haben, diese innere Sicherheit mit solchen Demonstrationen. Deutschland war 81 Jahre froh, in Ruhe und Geborgenheit leben zu dürfen. Nun soll das in Gefahr geraten? Nur weil sich Leute, die sich das Ausmass nicht zuendedenken können, von diesen Aufwieglern dazu gebracht werden, gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht zu protestieren. Jene, die das verantworten, können ja dahin gehen, wo es keine Wehrpflicht gibt.