Kastenau / Rosenheim – Am heutigen Freitagvormittag wurde in Teilen des Kastenauer Waldes Baumarbeiten durchgeführt, was bei Anwohnern kurzzeitig für Aufregung sorgte. Das Brummen der Motorsäge erinnerte viele an früheremassive Fällaktionen in dem Waldstück, das viele Bewohnern des Stadtteils sehr Herzen liegt.
Der Kastenauer Wald dient nicht nur als Freizeit- und Rückzugsgebiet, sondern auch als Sicht- und Lärmschutz gegenüber der stark befahrenen Miesbacher Straße. Schon 2017 kam es hier zu massiven Baumfällungen, die zu einer Unterschriftenaktion der Anwohner führten. Auch im April 2023 wurden größere Fällaktionen durchgeführt, die erneut für Diskussionen sorgten (wir berichteten)
Der Wald gehört der Erzdiözese München und Freising. Bei den Maßnahmen 2023 wurden Anwohner bereits im Vorfeld durch Flyer informiert. Laut der Erzdiözese war der Wald aus der regulären Bewirtschaftung entlassen, pflegerische Maßnahmen seien dennoch notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Die aktuellen Arbeiten gingen jedoch nicht von der Erzdiözese aus: Betroffen waren Bäume nahe des Bachs auf einem Grünstreifen, der sich in Privatbesitz befindet. Die Arbeiter kürzten die Bäume teils stark ein, ein Fällen war nicht bei allen Bäumen erforderlich. Aber in den kommenden Monaten sind wohl weitere Baumpflegemaßnahmen in diesem Bereich geplant.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Foto: Max Breu)


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