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Rosenheim um 1970: Die Volksbank im Ausweichquartier am Felsenbrunnen

Zwischenfiliale der Volksbank in der Prinzregentenstraße in Rosenheim um 1970. Foto: Archiv Herbert Borrmann

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

8. November 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um 1970. Auf dem Bild zu sehen ist eine vorübergehende Filiale der damaligen Volksbank Rosenheim an der Ecke Prinzregentenstraße und Stollstraße. Das Bankgebäude gibt es heute nicht mehr. Ein vertrauter Orientierungspunkt ist aber geblieben: der Felsenbrunnen unmittelbar daneben.

Warum die Volksbank damals ausgerechnet hier ihre Kunden empfing, hat mit einem großen Bauvorhaben in der Bahnhofstraße zu tun. Dort befand sich in der Hausnummer 5 die damalige Hauptgeschäftsstelle. Das Gebäude wurde 1970 abgerissen, um Platz für einen modernen Neubau zu schaffen. Während der Bauzeit zog der Bankbetrieb deshalb vorübergehend in das Ausweichquartier an der Prinzregentenstraße.
Die Pläne für eine neue Hauptgeschäftsstelle waren bereits einige Jahre zuvor entstanden. Die Volksbank hatte 1963 ein rund 2.400 Quadratmeter großes Grundstück in der Bahnhofstraße erworben. Hintergrund war die positive Geschäftsentwicklung seit den 1950er Jahren und der damit verbundene steigende Platzbedarf. Der Rosenheimer Architekt Karl Schleburg entwarf ein achtstöckiges Hochhaus mit zwei Seitenflügeln.

Am 11. Dezember 1971 wurde die neue Hauptgeschäftsstelle feierlich eingeweiht. Damit endete auch die Zeit des vorübergehenden Bankquartiers an der Prinzregentenstraße. Die auf unserem Foto zu sehende Filiale dürfte deshalb aus den Jahren 1970 oder 1971 stammen.

Ein Brunnen mit Geschichte

Auch der Felsenbrunnen auf unserem Foto ist ein Stück Rosenheimer Stadtgeschichte. Er wurde 1908 als sogenannter „Alpiner Brunnen“ errichtet. Die Gestaltung geht auf den damaligen Rosenheimer Stadtgärtner Karl Stange zurück. Das Felsenarrangement mit Wasserfall sollte an die Nähe Rosenheims zu den Alpen erinnern.

Der Brunnen markierte früher außerdem den Beginn des offen verlaufenden Stadtbachs. Einst war er sogar beleuchtet. Bei den Schülern der benachbarten Stollschule war er besonders beliebt – nicht zuletzt als Klettergelegenheit.
Heute ist der Felsenbrunnen noch immer an seinem Platz. Das ehemalige Volksbank-Gebäude daneben hingegen ist längst verschwunden. Unser Foto hält damit nicht nur eine vorübergehende Station in der Geschichte der Rosenheimer Volksbank fest, sondern auch das frühere Erscheinungsbild dieser Ecke der Stadt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

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