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Rosenheimer Herbstfest 2026: Polizei zieht Bilanz

Rosenheimer Herbstfest 2026 bei Nacht. Fotos: Josefa Staudhammer

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

14. September 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Rosenheim – Nach dem Ende des Rosenheimer Herbstfestes hat die Polizeiinspektion Rosenheim am Montag Bilanz gezogen. Nach Angaben der Polizei verliefen die beiden Festwochen im Wesentlichen ohne größere Störungen. Polizeidirektor Volker Klarner und Erster Polizeihauptkommissar Robert Maurer, die Einsatzleitung des Herbstfestes, führen dies unter anderem auf die starke Präsenz der Polizei sowie die Zusammenarbeit mit weiteren Einsatzkräften und Behörden zurück.

„Stark präsent, beherzt konsequent war und ist das Erfolgsrezept der Rosenheimer Polizei, um für die Bürgerinnen und Bürger einen sicheren Wiesnbesuch zu gewährleisten und für die Anwohner die Beeinträchtigung im Alltag so gering wie möglich zu halten“, erklären Klarner und Maurer in einer Mitteilung. Unterstützt wurde die Rosenheimer Polizei nach eigenen Angaben von Dienststellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Bereitschaftspolizei. Zudem habe eine enge Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Sicherheitsbehörden, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten stattgefunden.

Die Polizei war insbesondere an den einsatzreichen Wochenenden und in den Nachtstunden verstärkt präsent. Nach ihrer Einschätzung konnten dadurch aufkommende Streitigkeiten teilweise bereits im Vorfeld verhindert werden. Auch die Verkehrsüberwachung im Umfeld des Festgeländes habe dazu beigetragen, dass der Verkehr trotz des hohen Aufkommens ohne größere Störungen verlief.

55 Wiesnverbote ausgesprochen

Zur Verhinderung von Sicherheitsstörungen und Straftaten sprach die Polizei nach eigenen Angaben 55 Wiesnverbote aus. Im vergangenen Jahr waren es 116. Ein Wiesnverbot gilt für das Festgelände. Wer trotz eines solchen Verbots erneut das Gelände betritt, muss laut Polizei mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs rechnen.

Weniger Körperverletzungen

Bei den Körperverletzungsdelikten registrierte die Polizei in diesem Jahr 11 Anzeigen. 2025 waren es 17. Nach Angaben der Polizei kam es bei den registrierten Fällen zu keinen gravierenden Verletzungen. Die Beteiligten seien dabei teilweise erheblich alkoholisiert gewesen.
Auch bei den Diebstahlsdelikten verzeichnete die Polizei einen Rückgang. Insgesamt wurden bislang 10 Eigentumsdelikte angezeigt, im Vorjahr waren es 19. Betroffen waren unter anderem Fahrräder, Mobiltelefone und Geldbeutel. Vier der zehn Fälle waren Fahrraddiebstähle.

Die Polizei führt die aus ihrer Sicht niedrige Zahl der Eigentumsdelikte unter anderem auf die präventiven Hinweise im Vorfeld des Herbstfestes und die Videoüberwachung auf dem Festgelände zurück.

Weniger Gewahrsamnahmen und Widerstände

Sieben Festbesucher wurden nach Angaben der Polizei in Gewahrsam genommen. Im Vorjahr waren es 11. Bei den Gewahrsamnahmen handelte es sich überwiegend um männliche Festbesucher.
Auch die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte ging zurück. Die Polizei registrierte vier Widerstandshandlungen, 2025 waren es noch 11. Bei einem dieser Vorfälle wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Er blieb nach Angaben der Polizei dienstfähig.

Kontrollen bei Kindern und Jugendlichen

Gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Rosenheim führte die Polizei nach eigenen Angaben zahlreiche Kontrollen bei Kindern und Jugendlichen durch. Dabei ging es insbesondere um Rauchen, Drogen und Alkohol. Der Schwerpunkt lag im Umfeld des Herbstfestgeländes.

Nach Einschätzung der Polizei wurde an den bekannten Treffpunkten von Jugendlichen kaum noch offensichtlich Alkohol konsumiert. Rund 100 Kinder und Jugendliche wurden beim Rauchen in der Öffentlichkeit angetroffen. Im vergangenen Jahr waren es 120. Mehr als die Hälfte der dabei festgestellten Fälle betraf nach Angaben der Polizei sogenannte E-Zigaretten.

Vier Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Auch der Verkehr rund um das Herbstfest wurde von der Polizei überwacht. Nach ihren Angaben verlief der Pkw-Verkehr während der gesamten Festzeit sowie während der beiden Festzüge ohne größere Störungen.
Vier Fahrzeugführer wurden laut Polizei wegen zu hoher Alkoholwerte beziehungsweise drogentypischer Ausfallerscheinungen aus dem Verkehr gezogen. Bei allen vier Fällen bestand nach Angaben der Polizei ein konkreter Zusammenhang mit dem Herbstfestbesuch. Im Vorjahr waren es neun Fälle.

Weiter kontrollierte die Polizei das verbotswidrige Parken auf Behindertenparkplätzen sowie auf Not- und Rettungswegen. Insgesamt wurden nach ihren Angaben 133 Fahrzeuge abgeschleppt, im Vorjahr waren es 121. Die Zahl der Beanstandungen wegen einfacher Parkverstöße lag laut Polizei erneut im hohen dreistelligen Bereich.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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