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Rund 500 Teilnehmer bei Demo gegen Rechtsruck in Rosenheim

Demo gegen Rechtsradikalismus in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

28. Januar 2024

Lesezeit: 2 Minute(n)

Rosenheim – Erneut fand am vergangenen Freitagabend (26.1.2024) eine Demo gegen Rechtsextremismus in der Rosenheimer Innenstadt statt. Die rund 500 Teilnehmer trotzten dabei auch Regen und Wind. Diesmal gab es neben Reden auch einen Protestzug.

Demo gegen Rechtsradikalismus im Rosenheimer Salingarten. Fotos: Innpuls.me

Neben Fahnen in Regenbogenfarben bestimmten diesmal auch viele bunte Regenschirme das Bild: Fotos: Karin Wunsam

Demo gegen Rechtsradikalismus in Rosenheim- Demozug. Foto: Karin Wunsam

Nach dem Start der Demo im Rosenheimer Salingarten gab es einen Protestzug zum Nepomukbrunnen auf dem Max-Josefs-Platz.

Es war der zweite Freitagabend in Folge, an dem die „Bürger*innen gegen rechts“. zu einer Demonstration gegen rechte Gruppen und rechtsradikales Gedankengut aufriefen.. Anders als beim ersten Mal stand diesmal auch ein Protestzug auf dem Programm.
Nach den Reden im Salingarten zogen die Teilnehmer über die Münchener Straße, die Kufsteiner Straße auf die Rathausstraße. Von dort ging es weiter über Frühlingstraße zum Nepomukbrunnen auf dem Max-Josefs-Platz zur Abschlusskundgebung.
Die Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen. Vor allem die vielen Regenschirme in Regenbogenfarben sorgten für ein zur Veranstaltung passendes buntes Bild. Die Stimmung war wie auch am ersten Freitagabend friedlich.
Eine Rednerin erzählte bei der Kundgebung im Salingarten über ihr Leben mit Migrationshintergrund und dass sie nach den jüngsten Veröffentlichungen des Recherchezentrums „Correctiv“ über ein Treffen von Vertretern der AFD und anderen Ende November 2023 im Landhaus Adlon bei Potsdam große Angst vor allem um ihren achtjährigen Sohn habe, der in Deutschland geboren wurde: „Ich kann noch nicht so gut Deutsch sprechen, aber auch ich bin ein Mensch“. Im Jahr 2014 sei sie nach Rosenheim geflüchtet. Über ihr Schicksal spreche sie nicht gerne, aus Angst, ausgeschlossen zu werden.
Auch für den kommenden Freitag ist bereits wieder eine Demo in Planung.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

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