Rosenheim – Unsere Fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1957. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Rosenheimer Salingarten. Genauer gesagt fällt der Blick über den damaligen Park auf einen Teil der alten Saline: Im Hintergrund ist das große Hauptsudhaus mit seinen markanten Kaminen zu sehen.
Heute ist von dieser Industrieanlage an dieser Stelle nichts mehr übrig. Wo damals Salz gesiedet wurde, stehen heute der Salingarten und das Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim (KU’KO). Der Blick auf das historische Foto macht deshalb besonders deutlich, wie stark sich dieser Teil der Stadt verändert hat.
Das Sudhaus sollte eigentlich erhalten bleiben
Die Saline Rosenheim stellte ihren Betrieb am 1. Juli 1958 ein. Schon wenige Jahre später begann der schrittweise Abriss der Produktionsgebäude. Im März 1960 wurden die ersten Gebäude auf dem ehemaligen Salinenareal niedergelegt. Auch markante Kamine verschwanden nach und nach aus dem Stadtbild.
Besonders bemerkenswert ist die Geschichte des großen Hauptsudhauses, das auf unserem Foto im Hintergrund zu sehen ist. Das klassizistische Gebäude sollte eigentlich unter Denkmalschutz gestellt werden. Nach einer Kontroverse mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde es schließlich dennoch abgerissen, um Platz für die städtebauliche Neugestaltung des Areals zu schaffen.
1967 verschwand mit dem Abriss des Salinturms schließlich eines der letzten markanten Gebäude der alten Saline.
Heute erinnert vor allem der Name Salingarten noch an die Geschichte dieses Ortes. Auch das nahegelegene Solepumpenhaus ist als bauliches Zeugnis der Salinenzeit erhalten geblieben.
Und vielleicht gibt es sogar noch eine kleine Verbindung zwischen dem Foto von 1957 und dem heutigen Salingarten: Einige der Bäume, die damals vor dem Sudhaus standen, könnten noch heute an dieser Stelle wachsen. Sicher sagen lässt sich das anhand der Aufnahme allerdings nicht.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Bormman / Artikel: Karin Wunsam)


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