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Sicher auf Samtpfoten: So wird die Wohnung katzengerecht

Katzenkopf

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

21. Oktober 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Deutschland / Bayern / Rosenheim – Fenster, Kabel, Zimmerpflanzen oder kleine Alltagsgegenstände können für Katzen zur Gefahr werden. Wer sein Zuhause aus Sicht der neugierigen Vierbeiner betrachtet, kann viele Risiken vermeiden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, worauf Katzenhalter achten sollten und wie sich gleichzeitig sichere Rückzugs- und Spielmöglichkeiten schaffen lassen.

Katzen sind neugierig, klettern gern auf Möbel und erkunden selbst kleinste Zwischenräume. Was für uns Menschen harmlos aussieht, kann für die Samtpfoten allerdings gefährlich werden. Deshalb lohnt es sich, die eigene Wohnung gründlich zu überprüfen, besonders, bevor eine Katze einzieht.

Dr. Gudrun Preibisch von der Katzenberatung-München.de erklärt, worauf es bei einem sicheren Zuhause ankommt. Mit einigen Maßnahmen lassen sich typische Gefahrenquellen entschärfen.

Schritt 1: Die Wohnung aus Sicht der Katze betrachten

Ein guter Anfang ist ein Rundgang durch alle Räume. Dabei hilft es, sich in die Katze hineinzuversetzen: Wo könnte sie hinaufspringen? Welche schmalen Zwischenräume laden zum Erkunden ein? Was hängt herunter oder lässt sich mit einer Pfote vom Regal befördern?

Dabei sollten Katzenhalter nicht nur den Boden im Blick haben. Auch Möbel, Regale und Fensterbänke bieten den Tieren zahlreiche Klettermöglichkeiten.
„Katzen nutzen gerne die sogenannte dritte Dimension und erreichen über Möbel, Regale oder Fensterbänke schnell Stellen, an die man gar nicht gedacht hätte“, sagt Dr. Gudrun Preibisch. „Zerbrechliche oder schwere Gegenstände sollten deshalb so stehen, dass sie nicht herunterfallen können. Kratzbäume, und zum Beispiel in einigen Wochen auch der Christbaum, sollten unbedingt gut gegen Umfallen gesichert werden. Auch eine heiße Herdplatte oder brennende Kerzen stellen eine echte Gefahr für Katzen dar.“

Auch im Alltag ist Aufmerksamkeit gefragt: Bevor Waschmaschinen, Schränke oder Schubladen geschlossen werden, sollte man kontrollieren, ob sich die Katze darin versteckt hat.

Schritt 2: Fenster und Balkon sichern

Katzen beobachten gerne das Geschehen draußen. Manche nutzen auch jede Gelegenheit, um selbst ins Freie zu gelangen. Dabei können gekippte Fenster gefährlich werden: Versucht eine Katze, durch den Spalt zu klettern, kann sie sich einklemmen.
Spezielle Fenstersicherungen aus dem Fachhandel können dieses Risiko verringern. Alternativ sollten Fenster geschlossen bleiben, wenn keine geeignete Sicherung vorhanden ist.

Auch ein Balkon braucht einen zuverlässigen Schutz. Mit einem geeigneten Katzennetz können die Tiere dort frische Luft genießen. Ein Geländer allein reicht dagegen nicht aus, um die kletterfreudigen Vierbeiner vor einem Absturz zu schützen.

Schritt 3: Kabel, Schnüre und Haargummis außer Reichweite bringen

Lose Kabel, Schnüre und kleine Gegenstände können Katzen zum Spielen verleiten. Besonders junge und verspielte Tiere sind von solchen vermeintlichen Spielzeugen oft angetan. Doch dabei drohen Verletzungen oder andere gesundheitliche Probleme.

„Lose Kabel, Schnüre, Wollfäden, Geschenkbänder oder die Spielangel sind insbesondere für junge und verspielte Katzen verlockend“, so die Expertin. „Beim Spiel damit kann aber Strangulationsgefahr bestehen. Deshalb sollten diese Dinge nicht unbeaufsichtigt für die Katze zugänglich sein. Auch Gegenstände wie Haargummis, kleine Plastikteile oder Büroklammern animieren Katzen oft zum Spielen, bergen aber das Risiko, dass sie verschluckt werden. Das kann schwere gesundheitliche Probleme verursachen, etwa einen Darmverschluss. Im Verdachtsfall sollte man unbedingt eine Tierklinik aufsuchen.“

Deshalb sollten solche Gegenstände nach dem Gebrauch sicher verstaut werden. Spielangeln und andere Spielzeuge mit Schnüren sollten nicht unbeaufsichtigt herumliegen.

Schritt 4: Vorsicht bei Pflanzen, Lebensmitteln und Reinigungsmitteln

Nicht alles, was eine Wohnung schöner macht oder in der Küche selbstverständlich ist, ist für Katzen ungefährlich. Viele Zimmerpflanzen sind giftig. Dazu zählen beispielsweise Lilien, Ficus Benjamina und Weihnachtsstern. Sie sollten möglichst nicht in einem Katzenhaushalt stehen oder nur in Räumen, zu denen die Tiere keinen Zugang haben.

Auch Schnittblumen können gefährlich sein. Bei Lilien kann sogar das Vasenwasser eine Vergiftungsgefahr darstellen. Wer auf Pflanzen nicht verzichten möchte, kann sich im Zoofachhandel zu geeigneten Alternativen beraten lassen.

Daneben gibt es Lebensmittel, die Katzen nicht fressen sollten. Dazu gehören unter anderem Zwiebeln, Schnittlauch, Avocado, Rosinen und Schokolade. Lebensmittel sollten deshalb generell so aufbewahrt werden, dass die Tiere nicht daran gelangen.

Reinigungsmittel und Medikamente gehören ebenfalls in verschlossene Schränke. Das gilt auch für Plastiktüten und Tüten mit Tragegriffen.

Schritt 5: Sichere Alternativen schaffen

Eine katzengerechte Wohnung bedeutet nicht nur, Gefahren zu beseitigen. Katzen brauchen auch Möglichkeiten, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben: Sie möchten klettern, spielen, sich zurückziehen und das Geschehen draußen beobachten.

„Einige der oben genannten Punkte betreffen typisches Katzenverhalten – die Tiere ziehen sich gerne in kleine Höhlen zurück, klettern in die Höhe, spielen mit Fäden oder wollen am Geschehen vor dem Fenster teilnehmen“, so Dr. Preibisch. „Eine wichtige Prävention ist daher, geeignete Rückzugsorte, Kratz- und Klettermöglichkeiten zu schaffen sowie sicheres Spielzeug anzubieten.“
Gemeinsames Spielen hilft außerdem, Langeweile vorzubeugen. So können Katzen ihren Spieltrieb ausleben, ohne sich dafür gefährliche Gegenstände oder riskante Kletterwege suchen zu müssen.

Wer die Wohnung aus der Perspektive seiner Katze betrachtet, typische Gefahrenquellen beseitigt und geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten anbietet, schafft eine Umgebung, in der sich die Samtpfote sicher bewegen und wohlfühlen kann.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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