Rosenheim / Kassel – Zweites Spiel, zweite Niederlage: Die Starbulls Rosenheim sind auch beim Auswärtsspiel in Kassel ohne Punkte geblieben. Dabei sah zunächst alles nach einer deutlichen Niederlage aus. Die Rosenheimer lagen zwischenzeitlich mit 0:4 zurück, kämpften sich aber noch auf 3:4 heran. Für den Ausgleich reichte die Aufholjagd nicht mehr.
3.705 Zuschauer sahen am Sonntagabend in der Probonio-Arena ein Spiel, in dem die Starbulls vor allem in der ersten Hälfte mit ihrer Chancenverwertung und den Unterzahlsituationen zu kämpfen hatten. Kassel nutzte drei Überzahlsituationen und zog bis zur 31. Minute auf 4:0 davon.
Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen hatte seine Mannschaft im Vergleich zum ersten Saisonspiel auf zwei Positionen verändert. Weil Lars Bosecker fehlte, rückte Dominik Kolb in die Verteidigung. Im Tor erhielt Daniel Fießinger den Vorzug vor Christopher Kolarz.
Kassel nutzt Rosenheimer Strafzeiten
Die Gastgeber, die zwei Tage zuvor mit einem 7:3-Auswärtssieg in Dresden in die Saison gestartet waren, gingen in der sechsten Minute in Führung. Im ersten Powerplay der Partie lenkte Hunter Garlent einen Schuss von Matt Witt unhaltbar ins Tor.
Kurz nach Beginn des zweiten Drittels erhöhte erneut Garlent in Überzahl auf 2:0. Diesmal mussten die Starbulls wegen zu vieler Spieler auf dem Eis in Unterzahl spielen.
In der 26. Minute erhöhte Darren Mieszkowski auf 3:0. Fünf Minuten später nutzte Kassel das nächste Rosenheimer Powerplay zur eigenen Gelegenheit und Mieszkowski traf erneut – 4:0.
Die Starbulls gaben sich damit allerdings noch nicht geschlagen. Pasanen stellte seine Sturmreihen um. Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang Jordy Bellerive nach einem Schlagschuss von Shane Hanna der erste Rosenheimer Treffer.
Bellerive trifft doppelt
Kurz nach Beginn des Schlussdrittels war Bellerive erneut zur Stelle. Wieder kam der Schuss von Hanna, Bellerive verwertete den Abpraller zum 4:2.
Danach übernahmen die Starbulls zunehmend die Kontrolle. Im dritten Drittel kamen sie laut Spielstatistik auf zehn Torschüsse, Kassel auf zwei. Scott Feser, Fabian Dietz und Lewis Zerter-Gossage hatten Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Auch Jordan Taupert und Luigi Calce kamen zu weiteren Chancen.
Der dritte Rosenheimer Treffer fiel allerdings erst kurz vor Schluss. 20 Sekunden vor der Sirene nutzte Keaton Mastrodonato ein Powerplay und einen zusätzlichen Feldspieler für die Starbulls zum 4:3. Für den Ausgleich reichte die verbleibende Zeit nicht mehr. Damit stehen die Starbulls nach zwei Spieltagen mit zwei Niederlagen da.
Pasanen sah nach der Partie vor allem die Anfangsphase kritisch:
„Wir wollten im ersten Drittel weg von der Strafbank bleiben und defensiv spielen, weil wir wussten, dass Kassel mit viel Euphorie kommt. Dumme Strafzeiten und schlecht gespielt in Unterzahl – ich war nicht glücklich mit den ersten 30 Minuten. Dann haben wir Reihen und Spielsystem geändert. Die Jungs haben die letzten 20 Minuten richtig gutes Hockey gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, aber es hat nicht gereicht“.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)


0 Kommentare