Prien / Landkreis Rosenheim – Im Heimatmuseum Prien treffen derzeit drei künstlerische Positionen aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und sich doch in einem gemeinsamen Thema begegnen: „Starke Frauen“. Die Ausstellung bringt Werke von Hermine Tomanek und Marianne Lüdicke zusammen und ergänzt sie um Arbeiten von Sylvia Roubaud.
Im Mittelpunkt stehen sehr unterschiedliche Handschriften aus Malerei, Zeichnung und Plastik, die über Jahrzehnte hinweg einen spannenden Dialog zwischen Form, Farbe und Ausdruck eröffnen.
Zwischen Wirtschaftswunder und Formenspiel
Im Erdgeschoss stehen rund 48 Gemälde und Zeichnungen von Hermine Tomanek im Mittelpunkt, ergänzt durch knapp 20 Plastiken von Marianne Lüdicke. Besonders die Arbeiten von Tomanek – darunter auch zahlreiche Karikaturen – spiegeln die skizzierte Formensprache der 1950er bis 1970er Jahre wider. Immer wieder blitzt dabei ein fast amüsantes Déjà-vu der Wirtschaftswunderzeit auf.
Drei starke künstlerische Positionen treffen bei der aktuellen Kunstausstellung im Heimatmuseum Prien aufeinander. Fotos: Copyright Hendrik Heuser
Die Skulpturen von Marianne Lüdicke setzen dazu einen klaren Gegenpol: plastisch, reduziert und eigenständig in ihrer Formensprache.
Klare Farben im Obergeschoss
Im oberen Stockwerk wird die Schau mit über 20 abstrakten Arbeiten von Sylvia Roubaud fortgeführt. Ihre Bilder setzen auf klug reduzierte, harmonisch abgestimmte Farbkombinationen und erweitern den Blick auf zeitgenössische Malerei.
Die Ausstellung „Starke Frauen“ im Heimatmuseum Prien (Valdagno-Platz 2, 83209 Prien am Chiemsee) ist täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet, außer montags, und läuft noch bis zum 5. Juli.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos, Info: Hendrik Heuser)




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