Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim sind mit einer knappen Niederlage in die DEL2-Saison 2026/27 gestartet. Vor 3.415 Zuschauern in der heimischen SPIE Arena unterlagen sie den Ravensburg Towerstars mit 2:3. Dabei sah es zunächst nach einem gelungenen Auftakt aus: Rosenheim ging zweimal in Führung, am Ende entschied aber ein Treffer der Gäste im Schlussdrittel die Partie.
Auch die Schiedsrichter waren mittendrin im Geschehen. Foto: Copyright David Löffler
Bevor der Puck überhaupt erstmals auf dem Eis lag, mussten die Zuschauer allerdings Geduld haben. Wenige Minuten vor dem geplanten Spielbeginn wurde die SPIE Arena wegen eines Alarms geräumt. Wie sich schnell herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm. Das Spiel begann deshalb mit rund 25 Minuten Verspätung.
Davon war den Starbulls zunächst nichts anzumerken. Sie legten mit viel Tempo los und nutzten ihr erstes Powerplay der Saison gleich zur Führung. Nach einem Rückpass von Jordy Bellerive traf Keaton Mastrodonato nach 32 Sekunden Überzahl zum 1:0 (5.).
Ravensburg hatte kurz darauf durch Tufto die Chance zum Ausgleich, doch Christopher Kolarz blieb im Starbulls-Tor Sieger. Auf der anderen Seite musste sich Ravensburgs Torwart Ilya Sharipov mehrfach auszeichnen. Samir Kharboutli und Jorden Taupert scheiterten ebenso an ihm wie Shane Hanna, dessen Schuss in der 13. Minute am Lattenkreuz landete.
Die Starbulls hatten im ersten Drittel deutlich mehr vom Spiel und kamen immer wieder gefährlich vor das Ravensburger Tor. Auch eine kurze Phase mit zwei Spielern mehr auf dem Eis blieb allerdings ohne weiteren Treffer. Nach Einschätzung von Starbulls-Trainer Jari Pasanen hätte seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt sogar deutlicher führen können: „Wir haben sehr gut gespielt, die Scheibe gut bewegt, meiner Meinung nach hätten wir 3:0 nach dem ersten Drittel führen müssen.“
Ravensburg kommt zurück
Eine große Strafe gegen Ravensburgs Denis Pfaffengut wegen eines Bandenchecks gegen Scott Feser bescherte den Starbulls zu Beginn des zweiten Drittels fast viereinhalb Minuten Überzahl. Ausgerechnet in dieser Phase verloren die Gastgeber jedoch ihren Rhythmus. Stattdessen kam Ravensburg zu Chancen und schließlich zum Ausgleich.
Eine Rosenheimer Bankstrafe wegen unkorrekten Anspiels nutzten die Towerstars. Nick Latta zog ab, der Schuss wurde leicht abgefälscht und rutschte Kolarz über die Fanghand ins Tor – 1:1 (33.).
Die Antwort der Starbulls folgte allerdings nur zwei Minuten später. Dominik Kolb erkämpfte sich die Scheibe an der eigenen blauen Linie und leitete den Angriff ein. Sein Pass von der linken Seite fand Luigi Calce, der flach ins rechte Eck traf und Rosenheim erneut in Führung brachte (35.).
Zuerst sah es nach einen gelungenen Auftakt aus – aber dann drehte sich das Spiel. Foto: David Löffler
Calce war bereits zuvor im Mittelpunkt gestanden. Nach einem Zweikampf mit Niclas Hempel, der nach Angaben der Starbulls zuvor Shane Hanna mit dem Stock aufs Eis gebracht hatte, gerieten beide aneinander. Die Schiedsrichter verhängten gegen beide Spieler fünf Strafminuten. Calce musste anschließend mit einer blutigen Nase weiterspielen.
Mit der 2:1-Führung ging es ins Schlussdrittel. Dort häuften sich auf Rosenheimer Seite die Fehler. Die Starbulls kamen zwar weiterhin zu Möglichkeiten, mussten aber in der Defensive immer wieder gefährliche Situationen überstehen.
Zwei Treffer entscheiden das Spiel
In der 47. Minute nutzte Ravensburg einen Scheibenverlust der Gastgeber. Bei angezeigter Strafe traf erneut Nick Latta mit einem Handgelenkschuss zum 2:2.
Die Entscheidung fiel in der 54. Minute – und ausgerechnet ein ehemaliger Rosenheimer war daran beteiligt. Thomas Reichel lenkte eine Hereingabe von Simon Sezemsky in Bedrängnis mit dem Schläger ins Tor. Für Kolarz gab es dabei keine Abwehrmöglichkeit.
Die Starbulls versuchten anschließend noch einmal alles. Auch in Überzahl erspielten sie sich gute Chancen. Doch entweder war ein Ravensburger Spieler im Weg oder Ilya Sharipov parierte. Besonders gegen Lewis Zerter-Gossage und Maximilian Adam zeigte der Torwart in der Schlussphase starke Reaktionen und hielt damit den Sieg der Gäste fest.
Für Jari Pasanen war Sharipov letztlich der entscheidende Faktor: „Über 60 Minuten gesehen haben wir gegen das starke Ravensburger Unterzahlspiel und Sharipov verloren – er war mit Abstand der beste Spieler auf dem Eis heute.“
Damit bleiben die ersten Punkte der neuen DEL2-Saison zunächst in Rosenheim aus.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Ludwig Schirmer / Fotos: David Löffler)




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