Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1950er Jahre. Auf der historischen Aufnahme ist das Stadion des TSV 1860 Rosenheim zu sehen.
Viel ist über dieses Bild nicht dokumentiert – und genau das macht seinen Reiz aus. Nicht einmal der Gegner der Rosenheimer Mannschaft ist überliefert. Doch der Blick auf die dicht gedrängten Zuschauer am Spielfeldrand lässt keinen Zweifel: Das war kein gewöhnliches Spiel. Hier ging es um mehr als nur um Punkte – hier ging es um Emotionen, um Lokalstolz und um Fußballleidenschaft in einer Zeit, in der der Sport noch deutlich näher am Alltag der Menschen war.
Der TSV 1860 Rosenheim ist ein Verein mit einer langen und bewegten Geschichte. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1860 zurück, gegründet zunächst als Turnerfeuerwehr. Die Fußballabteilung entstand erst nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1919 und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des oberbayerischen Amateurfußballs. Besonders seit den 1960er Jahren spielte der Verein regelmäßig in den höheren bayerischen Amateurligen und prägte damit den regionalen Fußball nachhaltig.
Ein Stadion voller Leben
Das Stadion an der Jahnstraße, wie wir es heute kennen, existierte in dieser Form damals noch nicht. In den 1950er Jahren spielte der TSV 1860 Rosenheim auf dem damaligen Sportplatzgelände, das sich an gleicher Stelle befand und später zum heutigen Jahnstadion ausgebaut wurde.
Und mit Blick auf die nahende Fußball-WM 2026 zeigt sich einmal mehr: Die Begeisterung für den Fußball ist in Rosenheim keine neue Entwicklung. Sie hat eine lange Tradition – und sie lebt bis heute in den Vereinen der Region weiter.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)


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