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UN-Jahr der Landwirtin 2026: BBV-Zukunftskonzept soll bayerische Landwirtschaft weiblicher machen

Junge Landwirtin von hinten vor Feld und Traktor. Foto: ai

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich fĂŒr die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.
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10. Januar 2026

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Lesezeit: 2 Minute(n)

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MĂŒnchen / Bayern – Im Rahmen des UN-Jahres der Landwirtin 2026 haben BBV-PrĂ€sident GĂŒnther Felßner und LandesbĂ€uerin Christine Singer das Konzept der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband vorgestellt. Ziel ist es, die bayerische Landwirtschaft in den kommenden Jahren deutlich weiblicher zu gestalten. Bis 2035 soll jede fĂŒnfte Betriebsleitung in Bayern von einer Frau gefĂŒhrt werden.

Die Ausgangslage zeigt, dass Frauen bereits einen großen Anteil in der Landwirtschaft ausmachen: 35 Prozent der BeschĂ€ftigten sind weiblich. Dennoch werden aktuell nur neun Prozent der bayerischen Betriebe von Frauen geleitet – bundesweit sind es elf Prozent. Gleichzeitig steht auf fast jedem zweiten Hof in Bayern in den nĂ€chsten Jahren eine HofĂŒbergabe an, da 43 Prozent der Betriebsleiter ĂŒber 55 Jahre alt sind.

Singer: „Frauen können Landwirtschaft“

LandesbĂ€uerin Singer erklĂ€rte das Konzept und seine Maßnahmen: „Junge Frauen interessieren sich immer mehr fĂŒr die Ausbildung zur Landwirtin und zum Meister. Jetzt mĂŒssen wir den nĂ€chsten Schritt gehen. Wir brauchen mehr Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder, zielgerichtete Beratungs- und Coachingangebote, finanzielle UnterstĂŒtzung und verlĂ€ssliche Perspektiven. 2035 soll jede fĂŒnfte Betriebsleitung in Bayern weiblich sein – das ist erreichbar, wenn wir jetzt gemeinsam handeln.“
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören unter anderem:

  • StĂ€rkung der landwirtschaftlichen Berufsorientierung in Schulen mit sichtbaren weiblichen Rollenvorbildern
  • Geschlechtergerechte Aus- und Fortbildungskampagnen
  • Coaching „von Landwirtin zu Landwirtin“
  • Ausbau von Beratungs-, Netzwerk- und Finanzierungsangeboten
  • Abbau bĂŒrokratischer HĂŒrden fĂŒr BetriebsĂŒbernahme und Diversifizierung
  • Gesetzliche Verankerung des Mutterschutzes fĂŒr SelbstĂ€ndige
  • VerlĂ€ssliche politische Rahmenbedingungen fĂŒr Hofnachfolge und Investitionen

Felßner: „Rahmenbedingungen verbessern – Potenziale heben“
BBV-PrĂ€sident Felßner betonte die strategische Bedeutung des Vorhabens: „Frauen sind schon heute tragende SĂ€ulen der Landwirtschaft. Aber bei der Betriebsleitung sind sie massiv unterreprĂ€sentiert. Das wollen wir verĂ€ndern. Damit mehr Frauen Verantwortung ĂŒbernehmen können, mĂŒssen Politik und Gesellschaft moderne, verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen schaffen: weniger BĂŒrokratie, bessere Finanzierungsmöglichkeiten, Eigentumsschutz und echten Mutterschutz fĂŒr SelbstĂ€ndige.“
Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Bauernverband (BBV) / Beitragsbild: Symbolfoto ai)

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