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Vortrag an der TH Rosenheim: Ultrakalte Atome im Erdorbit

Weltall. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

5. Juni 2026

Lesezeit: < 1 Minute(n)

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Rosenheim – Die Sternwarte Rosenheim lädt am Donnerstag, 11. Juni 2026, zu einem öffentlichen Vortrag an die Technische Hochschule Rosenheim ein. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Quantentechnologie mit ultrakalten Atomen zur hochpräzisen Messung der Erdgravitation aus dem Weltraum.

Referentin ist Dr. Maike Lachmann von Airbus Space & Defence in Ottobrunn. Beginn ist um 18.30 Uhr im Raum B0.23 am Campus Rosenheim.
Im Fokus des Vortrags stehen sogenannte ultrakalte Atome im Erdorbit, die als Grundlage für neuartige Quantensensoren dienen. Diese sollen künftig helfen, Veränderungen der Massenverteilung auf der Erde noch genauer zu erfassen – etwa durch das Schmelzen der Polargebiete oder den Anstieg des Meeresspiegels. Geodätische Messungen aus dem Weltraum werden bereits seit mehr als 25 Jahren eingesetzt und sollen nun weiterentwickelt werden.

Atominterferometer als neue Sensortechnologie

Ziel ist es, die zeitliche Auflösung und Genauigkeit der Messungen deutlich zu verbessern. Vielversprechend sind dabei sogenannte Atominterferometer, die auf den Welleneigenschaften ultrakalter Atomwolken basieren. Diese Quantensensoren bieten eine hohe Langzeitstabilität und Sensitivität und werden derzeit intensiv für den Einsatz im All entwickelt.

Im EU-geförderten Projekt CARIOQA-PMP arbeitet Airbus Space & Defence an einem solchen Quantensensor zur Gravitationsmessung. Dr. Maike Lachmann ist dort als Systemingenieurin für den Sensorkopf verantwortlich. Zuvor war sie wissenschaftlich im Bereich der Quantenoptik tätig und promovierte in diesem Fachgebiet.

Der Vortrag erklärt, wie diese Technologie funktioniert, wofür sie eingesetzt werden kann und wie der aktuelle Entwicklungsstand für den Einsatz im Weltraum aussieht.

Infos zur Veranstaltung kompakt

(Quelle: Pressemitteilung Sternwarte Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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