Bayern – In Bayerns Molkereien und Käsereien könnte es in den kommenden Wochen zu Warnstreiks kommen. Die Gewerkschaft NGG begründet den Schritt mit festgefahrenen Tarifverhandlungen. Nach Angaben der Gewerkschaft arbeiten rund 20.000 Menschen in der bayerischen Milchwirtschaft. Sollte es zu längeren Arbeitsniederlegungen kommen, seien nach Einschätzung der NGG auch erste Lücken in den Kühlregalen möglich.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kündigt Warnstreiks in Molkereien und Käsereien im Freistaat an. Hintergrund ist der Tarifstreit mit den Arbeitgebern. Nach Angaben der Gewerkschaft reichen die bisherigen Angebote der Arbeitgeber nicht aus.
Der Landesbezirksvorsitzende der NGG Bayern und Verhandlungsführer Mustafa Öz erklärt, die Beschäftigten seien durch hohe Arbeitsbelastung und zahlreiche Überstunden stark gefordert. Gleichzeitig erschwere der Fachkräftemangel die Situation zusätzlich.
NGG fordert mehr Lohn und Entlastung
Die Gewerkschaft fordert für die rund 20.000 Beschäftigten ein Lohnplus von 4,1 Prozent. Auszubildende, etwa im Beruf des Milchtechnologen oder Laboranten, sollen nach Vorstellung der NGG monatlich 80 Euro mehr erhalten. Außerdem fordert die Gewerkschaft ein Wahlmodell, bei dem Beschäftigte entweder zusätzliche Freizeit oder einen finanziellen Ausgleich im Wert von fünf Arbeitstagen erhalten.
Nach Angaben der NGG haben die Arbeitgeber bislang ein Angebot vorgelegt, das auf ein Jahr gerechnet einer Lohnerhöhung von 1,9 Prozent entspreche. Dieses Angebot lehnt die Gewerkschaft als unzureichend ab.
Entscheidung Mitte Juli
Die dritte Tarifrunde ist für Dienstag, 14. Juli, angesetzt. Sollte dabei keine Einigung erzielt werden, rechnet die NGG mit einer Verschärfung des Tarifkonflikts in der zweiten Julihälfte. Die angekündigten Warnstreiks könnten sich dann auf mehrere Standorte in Bayern ausweiten.
(Quelle: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Bayern / Beitragsbild: Copyright NGG-Nils Hillebrand)


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