Bayern – Am heutigen 3. März 2026 ist Weltartenschutztag. Auch in Bayern ist die Artenvielfalt stark betroffen: Laut aktuellen Roten Listen sind fast die Hälfte der bewerteten Tier- und Pflanzenarten gefährdet, zahlreiche Arten gelten bereits als ausgestorben oder verschollen.
Seit 1973, dem Jahr der Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), wird der 3. März weltweit begangen, um auf den Erhalt der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen. Die aktuellen Auswertungen für Bayern zeigen, dass besonders Amphibien, Reptilien, Insekten wie Heuschrecken und Tagfalter sowie viele heimische Pflanzenarten Bestandsrückgänge aufweisen. Von den rund 35.000 in Bayern vorkommenden Tierarten sind etwa die Hälfte bewertet, und knapp 48 % dieser Arten gelten als gefährdet. Bei den heimischen Gefäßpflanzen sind von 3.265 Arten über 1.200 bedroht oder bereits ausgestorben. Zahlreiche Arten gelten als ausgestorben oder verschollen, weitere zeigen deutliche Abnahme in ihrem Bestand.
Schreiadler und Salamander stark gefährdet
In den Wäldern, Wiesen und Gewässern Bayerns lassen sich diese Entwicklungen direkt beobachten. Der Schreiadler, ein seltener Greifvogel, benötigt große, ungestörte Wälder zum Brüten und offene Landschaften zur Nahrungssuche. Amphibien wie der Feuersalamander sind durch veränderte Gewässer und Umweltbelastungen beeinträchtigt. Auch zahlreiche Pflanzenarten, die früher in Feldrainen und an Waldrändern verbreitet waren, kommen heute deutlich seltener vor.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), Regierung Oberfranken – Naturvielfalt in Bayern / Beitragsbild / Beitragsbild


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