Fraueninsel / Landkreis Rosenheim – Der Chiemsee liegt still unter dem frühen Morgenhimmel. Über dem Wasser steht noch der Mond, während sich am Horizont bereits das erste goldene Licht des Tages zeigt. Es ist ein Moment von beinahe unwirklicher Ruhe – und gleichzeitig der Beginn eines ganz normalen Arbeitstages für die Fischerfamilie Lex von der Fraueninsel.
Noch vor Sonnenaufgang fahren Thomas Lex und sein Sohn Tassilo hinaus auf den See. Gemeinsam holen sie die Fischernetze ein und setzen sie anschließend wieder neu. Fotograf H. Reiter begleitete die beiden an diesem Morgen und hielt dabei einen Moment fest, der fast zu schön für einen Arbeitstag scheint.
Denn was auf dem Foto wie ein stilles Idyll wirkt, ist für die Fischer körperliche Arbeit. Früh am Morgen, bei Wind und oft auch bei kalten Temperaturen, sind sie auf dem Chiemsee unterwegs. Der Rhythmus ihrer Arbeit richtet sich dabei nicht nach Bürozeiten, sondern nach dem See und den Fischen.
Fischerei seit 1857
Die Chiemseefischerei Lex wird seit 1857 in ununterbrochener Folge geführt. Heute arbeitet die Familie bereits in der sechsten Generation als Fischer am Chiemsee.
Während Thomas und Tassilo auf dem Wasser unterwegs sind, beginnt auf der Fraueninsel bereits der nächste Teil des Arbeitstages. Sohn Florian heizt den traditionellen Räucherofen an. Die frisch gefangenen Fische werden anschließend verarbeitet und geräuchert.
So treffen auf diesem Morgenbild zwei Seiten des Chiemsees aufeinander: die stille, fast mystische Schönheit des „Bayerischen Meeres“ und die Arbeit der Menschen, die seit Generationen von und mit diesem See leben.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright H. Reiter)


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