Rosenheim – Schönstes Spätsommerwetter, gute Stimmung und viele Besucher: Der sechste Tag des Rosenheimer Herbstfestes (Donnerstag, 3. September) verlief für die Rosenheimer Wiesnwache insgesamt erfreulich ruhig. Trotz des guten Besucheraufkommens häuften sich die Einsätze nicht wesentlich. Ein paar „Ausreißer“ gab es aber trotzdem – und sogar einen neuen Rekord.
Wiesnwache läuft zu Höchstform auf
Die Wiesnwache ist auf dem Festgelände präsent, jederzeit ansprechbar, gibt Auskünfte und kümmert sich als amtlicher Problembeseitiger um die unterschiedlichsten Anliegen. Wie viel Bewegung dabei tatsächlich dazugehört, zeigt ein neuer Rekord: Ein Angehöriger der Wiesnwache brachte es bei seinem Fußstreifengang am Donnerstag auf stolze 31.453 Schritte.
Das dürfte wohl der bisherige Spitzenwert der Wiesnwache sein. Fitnessstudio kann man sich damit jedenfalls sparen.
Jugendschutz bleibt im Blick
Ein Schwerpunkt der Rosenheimer Polizei ist auch in diesem Jahr der Jugendschutz. Deshalb wurde nicht nur auf dem Festgelände, sondern auch im Umfeld kontrolliert.
Bei mehreren Jugendlichen fanden die Beamten Zigaretten und E-Zigaretten. Auch Alkohol spielte wieder eine Rolle – darunter häufig Hochprozentiges. Das offenbar beliebte „Vorglühen“ hatte damit für einige Jugendliche ein vorzeitiges Ende. Die Polizei nahm die entsprechenden Sachen und Getränke ab und verständigte die Erziehungsberechtigten.
Über drei Promille und eine unfreiwillige Ballonfahrt
Dann gab es noch einen Einsatz, bei dem man sich tatsächlich fragen könnte: Kinderbuch oder Filmszene? Die Geschichte „Ein Luftballon geht auf die Reise“ dürfte allerdings nicht das Vorbild gewesen sein. Auch eine Nachstellung des computergenerierten Films „Oben“ war vermutlich nicht geplant.
Ein 40-jähriger Österreicher aus Tirol war am Donnerstag so stark alkoholisiert, dass es mit dem Gehen nicht mehr wirklich klappen wollte. Er stolperte mehr über den Festplatz, als dass er ihn aufrecht durchquerte.
Auf Höhe eines Verkaufsstandes mit Luftballons kam es schließlich zum kompletten Systemausfall der körperlichen Steuerung. Die Verbindung zwischen Kopf und Füßen schien bei einem Alkoholwert von mehr als drei Promille endgültig abgerissen zu sein. Der Tiroler krachte kopfüber in den Ballonstand.
Die Wiesnwache leitete daraufhin entsprechende „Luftrettungsmaßnahmen“ ein. Der 40-Jährige bedankte sich dafür allerdings nicht gerade überschwänglich und zeigte sich gegenüber den Beamten wenig einsichtig. Die Konsequenz war deshalb schnell gefunden: Wiesnverbot.
So endete die persönliche Ballonfahrt des Tirolers dann doch noch vor dem eigentlichen Abheben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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