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Zehn Jahre Fairtrade-Stadt: Rosenheim feiert Jubiläum am Ort der ersten Fairtrade-School

Seit 10 Jahren darf sich die Stadt Rosenheim Fairtrade-Stadt nennen. Gefeiert wurde jetzt mit einem Festakt im Rosenheimer Karolinengymnasium. Foto: Copyright Stadt Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

21. Juli 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Rosenheim – Zehn Jahre Fairtrade-Stadt Rosenheim: Dieses Jubiläum wurde mit einem Festakt im Karolinen-Gymnasium gefeiert. Der Ort war bewusst gewählt, denn die Schule war 2016 die erste in Rosenheim, die als „Fairtrade-School“ ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig steht fest: Rosenheim erfüllt weiterhin die Kriterien der internationalen Fairtrade-Towns-Kampagne und erhält erneut die Zertifizierung als Fairtrade-Stadt.

Die Auszeichnung ist kein Selbstläufer: Kommunen müssen regelmäßig nachweisen, dass sie die fünf Kriterien der Kampagne weiterhin erfüllen. Rosenheim trägt den Titel seit dem 30. September 2016 und wurde nun nach erfolgreicher Prüfung durch Fairtrade Deutschland erneut zertifiziert.

Festakt 10 Jahre Fairtrade-Stadt Rosenheim im Rosenheimer Karolinengymnasium. Fotos: Copyright Stadt Rosenheim
Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan blickte in seiner Rede auch zurück auf die Anfänge der Fairtrade-Stadt Rosenheim. Fotos: Copyright Stadt Rosenheim
Rückblick auf zehn Jahre Fairtrade-Stadt

Beim Festakt blickten die Beteiligten auf die Entwicklung seit der ersten Auszeichnung zurück. Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan betonte die Bedeutung des Jubiläums: „Zehn Jahre Fairtrade-Stadt – das ist ein starkes Zeichen dafür, wie fest der faire Handel in Rosenheim verankert ist. Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng zusammen. Die Rezertifizierung ist für uns ein Ansporn, diesen Weg weiterzugehen, zum Beispiel mit neuen Projekten zur fairen öffentlichen Beschaffung und die Vertiefung der Zusammenarbeit mit unseren Schulen.“

Fünf Kriterien für die Auszeichnung

Der Titel „Fairtrade-Stadt“ wird nicht dauerhaft vergeben. Um die Auszeichnung zu behalten, müssen Kommunen regelmäßig nachweisen, dass sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem ein Beschluss der Kommune zur Unterstützung des fairen Handels, eine Steuerungsgruppe, Angebote fair gehandelter Produkte in Geschäften und Gastronomie sowie Bildungsarbeit zum Thema fairer Handel.

In Rosenheim koordiniert die Steuerungsgruppe die Aktivitäten rund um das Thema. Bereits der Weg zur ersten Auszeichnung im Jahr 2016 war mit umfangreicher Vorbereitung und zahlreichen Diskussionen verbunden.

Projekte rund um fairen Handel

In den vergangenen zehn Jahren entstanden verschiedene Projekte. Dazu gehören unter anderem ein fairer Einkaufsführer, der Nachhaltigkeitspfad, die Faire Modenschau vor der Stadtbibliothek sowie eine faire Führung auf den Glockenturm der St.-Nikolaus-Kirche.

Auch die Schulen spielen eine wichtige Rolle. Das Karolinen-Gymnasium wurde 2016 als erste Fairtrade-School in Rosenheim ausgezeichnet. Inzwischen engagieren sich auch die Philipp-Neri-Schule und das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium als Fairtrade-Schulen. Am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium werden beispielsweise Themen wie nachhaltiger Konsum und „Fast Fashion“ im Unterricht aufgegriffen.
Ein weiteres Projekt richtet sich an Grundschüler: Bei einem Schokoladenprojekt beschäftigen sie sich mit den Produktionsbedingungen in Ländern des globalen Südens. Außerdem wurden Fairtrade-Sportbälle für Schulen und Vereine angeschafft.

Faire Mode als fester Bestandteil

Ein sichtbares Projekt im Stadtleben ist die Faire Modenschau vor der Stadtbibliothek am Salzstadel. Dabei werden faire und nachhaltig produzierte Kleidungsstücke präsentiert, häufig kombiniert mit Tanzauftritten.

Auch im Jubiläumsjahr gab es bereits eine Veranstaltung rund um den fairen Handel. Im Mai fand vor der Stadtbibliothek ein Markt mit Informations- und Mitmachaktionen statt, darunter auch die Faire Modenschau.

Seit 10 Jahren darf sich die Stadt Rosenheim Fairtrade-Stadt nennen. Gefeiert wurde jetzt mit einem Festakt im Rosenheimer Karolinengymnasium. Foto: Copyright Stadt Rosenheim
Eine Urkunde als „Geburtstagsgeschenke“. Die Freude über 10 Jahre Fairtrade-Stadt ist groß – auch bei Dr. Beate Burkl (dritte von links) die sich seit vielen Jahren dafür engagiert.
Dank an langjähriges Engagement

Beim Festakt würdigte Oberbürgermeister Erdogan auch das Engagement von Dr. Beate Burkl, die sich über viele Jahre für den Fairtrade-Verein eingesetzt habe. „Ein besonderer Dank gilt dabei Frau Dr. Beate Burkl, die sich über viele Jahre mit großem Engagement für den Fairtrade-Verein eingesetzt hat. Ihr Einsatz war maßgeblich dafür, dass wir das Fairtrade-Siegel erhalten konnten. Ohne sie wären zahlreiche Initiativen, die daraus hervorgegangen sind, nicht entstanden“, so Erdogan.

Rosenheim gehört inzwischen zu den 933 Fairtrade-Städten und Kommunen in Deutschland. Weltweit umfasst das Netzwerk mehr als 2.000 Kommunen in 36 Ländern.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Informationen: Stadt Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Stadt Rosenheim)

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