Farbenfroher Start in den Tag

Farbenfroher Start in den Tag

Chiemsee – Mit einem Farbenspiel über dem Chiemsee begann für Priener und Rimstinger Betrachter der Morgen am heutigen Gründonnerstag. Der von der aufgehenden Sonne wechselnde Farbton zwischen rot und gelb sorgte für rasch geänderte Bilder und zudem für ein Zeichen, dass ein guter Tag vor Beginn der österlichen Hauptfeiertage zu erwarten ist.
(Quelle: Anton Hötzelsperger von den Samerberger Nachrichten)

Heute ist Gründonnerstag

Heute ist Gründonnerstag

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Heute ist Gründonnerstag – manchmal auch Palmdonnerstag genannt. Kein Feiertag – aber ein „stiller“ Tag. Das bedeutet, dass ab 2 Uhr morgen ein Tanzverbot in Bayern gilt. Öffentliche Veranstaltungen mit lauter Musik sind dann nicht mehr erlaubt. 
Übrigens: Das „Grün“ im Wort Gründonnerstag hat nicht mehr der Farbe zu tun. Es kommt vermutlich vom mittelhochdeutschen Wort „greinen“ – also weinen oder wehklagen, weil laut christlichem Glauben Jesus nach dem letzten Abendmal von Judas verraten wurde und später am Kreuz starb.

Am Gründonnerstag gibt es einige Bräuche
– nach dem Gloria bei der Messe schweigen die Glocken. Ab diesem Zeitpunkt kommen die Karfreitagsratschen zum Einsatz. Ministranten ziehen mit ihnen Karfreitag und Karsamstag durch die Straßen und ersetzen so das Glockenläuten.
– schon ein sehr alter Brauch ist es (erwähnt schon in alten Schriften aus dem 14. Jahrhundert), dass an Gründonnerstag grünes Gemüse gegessen wird – und kein Fleisch auf den Tisch kommt.
– bei vielen Familien wird der Gründonnerstag nach wie vor dazu genutzt, die Ostereier bunt zu färben. 
(Quelle: Beitragsbild: Julia Dinner)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 14. April

Namenstag haben: Elmo, Ernestine, Erna, Hedwig, Lidwina, Tiburtius

3 bekannte Geburtstagskinder:

Mani (0216– war ein Religionsstifter und Prophet des nach ihm benannten „Manichäismus“. Die Religion verbreite sich in der Spätantike über weite Gebiete Persiens bis ins Römische Reich und China. Sie verband die Lehren etwa des Christentums und Buddhismus miteinander.“

–  Robert Doisneau (1912 – war ein französischer Fotograf und Pionier des Fotojournalismus. Bekannt vor allem mit seinen Alltagsszenen in Paris.)

–  Julie Christie (1941 – ist eine britische Filmschauspielerin und Oscar-Preisträgerin. Bekannt wurde sie mit Filmen wie „Doktor Schiwago“ im Jahr 1965.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1812: Der Pariser Tischler Cochot meldet eine von ihm erfundene Jalousie mit verstellbaren Lamellen aus Holzbrettchen zum Patent an.
  • 1894: Am New Yorker Broadway wird ein erster Kinetoskop-Salon mit zehn von William K. L. Dickson für Edison entwickelten Schaukästen zur Betrachtung von Filmen eröffnet.
  • 1960: In der DDR wird die Kollektivierung der Landwirtschaft für abgeschlossen erklärt.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Julia Dinner)
Eierlikör selber machen

Eierlikör selber machen

Rosenheim – Nach „Hasennasen“ und Rosenheims Fastensuppe Nr. 1 mit Bohnen und Knödel geht es heute weiter mit unserem nächsten Rezeptvorschlag für Ostern. Diesmal wird es alkoholisch – schließlich darf der Eierlikör zu Ostern nicht fehlen. Besonders gut schmeckt er natürlich, wenn er selbst gemacht wird. Ist auch gar nicht schwierig und eingefüllt in schöne Flaschen und Gläser eignet sich dieses Rezept auch gut als schnelle Geschenkidee für den Familienbesuch.

Zutaten:
– 10 Eigelb
– 2 ganze Eier
– 1 Dose Kaffeesahne
– 2 Päckchen Vanillezucker
– 4 Tropfen Zitronenöl
– 150 bis 200 g Puderzucker
– 1/2 L Weinbrand oder Whisky

Zubereitung:
Alle Zutaten mixen – danach Weinbrand oder Whisky tropfenweise untermischen.

Na dann Prost!

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss für die Verwertung des Eiweiß:
Eiweiß lässt sich gut einfrieren – oder man macht daraus Baiser-Zuckergebäck.
Weitere Einsatzideen finden sich hier:

Osterhasenparadies am Samerberg

Osterhasenparadies am Samerberg

Obereck / Samerberg / Landkreis Rosenheim – Der Garten von Edelgard Stuffer in Obereck am Samerberg ist ein beliebtes Ausflugsziel vor allem für Familien mit kleinen Kindern. Denn die 71-jährige dekoriert dort je nach Jahreszeit mit unglaublicher Liebe und Kreativität. Im Winter gab es eine Szene aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ zu bestaunen (wir berichteten). 
Vor Ostern wurde umdekoriert. Neben einem großen Osterbaum hat sie niedliche Häschen und eine Fotowand mit Tieren geschaffen, in die Kinder ihre Köpfe für lustige Fotos hineinstecken können. 
(Quelle: Beitragsbild / Fotos: Rainer Nitzsche)

Rosenheim, Kunsteisstadion, 1965

Rosenheim, Kunsteisstadion, 1965

Rosenheim – Unsere historische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1965. Auf dem alten Foto zu sehen ist das Kunsteisstadion in Rosenheim.

Der Spatenstich fand 1961 statt. Am 13. Januar 1962 wurde das Eisstadion dann feierlich eingeweiht. In den Anfangsjahren war es noch ein Freiluftstadion, wie auf unserem Archiv-Foto zu sehen. 1973 wurde das Stadion dann von der Stadt Rosenheim übernommen, umgebaut und überdacht. 
Seitdem hat das Stadion schon einige Namen getragen: Frucade, Marox, Kathrein, Emilo und aktuell ROFA.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)

Großes ehrenamtliches Engagement

Großes ehrenamtliches Engagement

Landkreis Rosenheim – Mehr als 400 Bürger haben sich im Landratsamt Rosenheim gemeldet, die ehrenamtlich Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine begleiten und unterstützen wollen. Die neue Ehrenamtskoordinatorin im Landratsamt Giulia Giardina übernahm die Aufgabe, die Angebote zu sichten und Übersichten zusammenzustellen, die den Gemeinden und Helferkreisen zur Verfügung gestellt werden.

Zudem organisierte die Ehrenamtskoordinatorin zwei Online-Schulungen. Zum einen gab es eine Basisschulung für diejenigen Ehrenamtlichen, die für Geflüchtete aus der Ukraine dolmetschen wollen. Knapp 100 hatten sich hier gemeldet. Inhaltlich ging es unter anderem um die Rolle und die Aufgaben von Dolmetschenden, die fünf goldenen Regeln des Dolmetschens, nämlich Neutralität, Genauigkeit, Vollständigkeit, Transparenz und Schweigepflicht, sowie um den Umgang mit traumatisierten Personen.
Zum zweiten konnten sich alle übrigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit einer interkulturellen Trainerin auf ihre Arbeit mit geflüchteten Menschen vorbereiten. Mehr als 100 nahmen das Angebot an und informierten sich zu passenden Hilfsangeboten, möglichen Schwierigkeiten und den Umgang damit, oder die Rolle von kulturellen Unterschieden.
Die Ehrenamtskoordinatorin Giulia Giardina sortierte die vielen Freiwilligen nach ihrem Wohnort und stellte die Listen den Gemeinden sowie den örtlichen Helferkreisen zur Verfügung. Bei den ehrenamtlichen Dolmetschern wurde der Landkreis in vier Bereiche aufgeteilt, damit sie nicht mehr als 15 oder 20 Kilometer fahren müssen, wenn sie benötigt werden.
Bürger, die ehrenamtlich helfen wollen, hatten sich über die E-Mail-Adresse ukrainehilfe@lra-rosenheim.de beim Landratsamt gemeldet. Sie boten an, die Flüchtlinge bei Arzt- oder Behördenbesuchen bzw. beim Einkaufen zu begleiten, Deutsch-Unterricht zu geben, die Freizeit miteinander zu verbringen oder Aktivitäten mit Kindern zu gestalten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Ruhe vor dem Sturm bei Meister Lampe

Ruhe vor dem Sturm bei Meister Lampe

Aschau im ChiemgauAm kommenden Ostersonntag ist es wieder soweit, dann hoppelt Meister Lampe über die Lande und legt bunte Überraschungen in die Nester.  Doch bevor es soweit ist, hat sich zumindest dieser tierische Geselle hier nochmal eine Auszeit gegönnt und bei einer Stippvisite die schon fertigen bunten Ostereier inspiziert.

Die grünen Wiesen sind derzeit regelrecht am Erwachen und die schneebedeckte Kampenwand im Hintergrund bildet dabei einen imposanten Kontrast. Für den Ostersonntag hat sich um 13 Uhr Meister Lampe auch schon auf der Kampenwand angekündigt. Für alle Kinder bis 10 Jahre versteckt der Osterhase viele süße Überraschungen nahe der Bergstation auf 1.500 m Höhe. Als besonderes Osterei gibt es zusätzlich zu den Naschereien attraktive Sonderpreise für die ganze Familie zu finden. Kinder bis einschließlich 10 Jahre erhalten freie Berg- und Talfahrt. Die Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter statt.
(Quelle: Tourist Information Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Biberdamm an Ischler Ache zerstört

Biberdamm an Ischler Ache zerstört

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – An der Ischler Ache wurde in der Gemeinde Eggstätt wurde ein Biberdamm zerstört. Die Polizei sucht Zeugen.

Der zerstörte Biberdamm. Foto: Polizeiinspektion Prien

Durch die massive Zerstörung ist der Wasserstand in diesem Bereich nun viel zu niedrig und die Schutzfunktion des Dammes für die rund 100 Meter flussaufwärts liegenden Biberburg verloren. Den Tieren ist es nämlich wichtig, dass der Eingang zu ihrem Bau unter Wasser liegt, um so vor Feinden geschützt zu sein. Außerdem frieren die tieferliegenden Eingänge im Winter nicht zu.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, dem Biber nachzustellen, ihn zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Es ist auch verboten, seine Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu beschädigen oder zu zerstören. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer obendrein vorsätzlich handelt, erfüllt den Tatbestand einer Straftat.
Der Vorfall an der Ischler Ache muss sich nach den Angaben der Polizei zwischen dem 4. März und dem 5. April ereignet haben. Zeugenhinweise nimmt die Polizei Prien unter Telefon 08051 / 9057-0 entgegen. 
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto: re / Foto vom zerstörten Biberdamm von der Polizeiinspektion Prien)

Zum Osterfest regionale Produkte

Zum Osterfest regionale Produkte

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Zum Osterfest regionale Produkte vom Bauernhof. Kein Problem – Eine Plattform erleichtert die Suche nach Direktvermarktern aus dem Landkreis Rosenheim.

Da fühlen sich die Hühner wohl: Viel Auslauf und Pappelpflanzung. Foto: AELF

„Das wunderbare Angebot unserer Rosenheimer Erzeuger an hochwertigen Lebensmitteln ist so groß, dass für jede österliche Festtafel das richtige dabei ist. Und wer die Produkte dann direkt vom Erzeuger einkauft, erfährt auch viel darüber, wie und wo sie hergestellt werden“, so Anna Bruckmeier, Leiterin des Bereichs Landwirtschaft des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim. Damit die Verbraucher schnell und unkompliziert einen Direktvermarkter in ihrer Nachbarschaft finden, gibt es die App „Frisch vom Hof“ des
Vereins zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim, kostenfrei zum Herunterladen mit Direktvermarktern, Bauernmärkten, Hofcafés und regionalen Produkten aus der Region.
Auch auf der Internetplattform „Regionales Bayern“ des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums sind mehr als 60 Direktvermarkter aus dem
Landkreis Rosenheim vertreten. Insgesamt sind mittlerweile fast 3.000 Bauernhöfe und handwerkliche Verarbeiter in ganz Bayern zu finden, die regionale Spezialitäten herstellen und vor Ort verkaufen.
Viele Bürger kaufen bereits auf dem Bauernhof ihres Vertrauens ein.

Ostereier von 
glücklichen Hühnern

So wie zum Beispiel bei Familie Ranhartstetter aus Osterkam bei Rohrdorf.
Ranhartstetters halten Biohühner. Das Besondere daran, die eigentlichen Waldvögel dürfen ihren Auslauf im wohltuenden Schatten einer Pappelpflanzung genießen. Sowohl die Plattform „regionales-bayern.de“ als auch die App“ Frisch vom Hof“ sind für Verbraucher wie auch für Direktvermarkter eine lohnende Adresse. Neben Infos zu den Hofläden, Online-Läden oder Automaten bieten die RegioNews des
Regionalportals aktuelle Informationen rund um regionale Lebensmittel je nach Saison. Jetzt zum Osterfest gibt es hier beispielsweise besondere Rezeptideen mit regionalen Erzeugnissen. „Je mehr Direktvermarkter mitmachen und sich auf den Plattformen präsentieren, desto erfolgreicher wird die Idee der regionalen Vermarktung. Das stärkt auch die Wertschöpfung in unserer Heimat“, so Bereichsleiterin Bruckmeier.
(Quelle: AELF Rosenheim / Beitragsbild – zeigt Einkaufsmöglichkeit direkt am Biohof der Familie Ranhartstetter in Osterkam / Foto: AELF Rosenheim)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 13. April

Namenstag haben: Gilda, Ida, Martin, Paternus

3 bekannte Geburtstagskinder:

Frank W. Woolworth (1852 – war ein US-amerikanischer Unternehmer, der die Discount-Kaufhauskette „Woolworth“ gründete und dort erstmals Waren zu Fixpreisen (5 und 10 Cent) anbot. 

Bill Conti (1942 – ist ein US-amerikanischer Filmmusik-Komponist, der u. a. die Filmmusiken zu „Rocky“ und zur TV-Serie „Der Denver Clan“ schrieb.)

–  Lou Bega (1975 – ist ein deutscher Latin-Pop-Sänger. Bekannt wurde er durch „Mambo No. 5))
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1881: Billy the Kid wird in Mesilla wegen der Mordes an Sheriff William J. Brady zum Tod durch Hängen verurteilt. Wenige Tage später gelingt ihm die Flucht.
  • 1956: Die Wiener Börse brennt bis auf die Grundmauern nieder.
  • 1970: Ein Sauerstofftank des Raumschiffs „Apollo13“ explodiert zwei Tage nach dem Start auf dem weg zum Mond. Eine Rettungsaktion wird eingeleitet. Die drei Astronauten kommen unversehrt zur Erde zurück.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Blühfläche nicht gleich Blühfläche

Blühfläche nicht gleich Blühfläche

Hilpoltstein / Bayern – Seit dem erfolgreichen Volksbegehren Artenvielfalt – „Rettet die Bienen!“ werden in Bayern im Frühjahr häufig Blühflächen angelegt. Diese hübsch blühenden Flächen sollen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern einen Lebensraum und Nahrung bieten. Allerdings bringen einjährige Blühflächen einige Nachteile für die Artenvielfalt mit sich. „Blühfläche ist nicht gleich Blühfläche“, klärt der bayerische Naturschutzverband LBV auf.  „Mehrjährige Blühflächen bieten Tieren der Agrarlandschaft viel bessere Chancen als einjährige Blühflächen, die nur für einen Zeitraum von ein paar Monaten angelegt werden“, sagt Tarja Richter, LBV-Projektmanagerin „Biodiversität in der Agrarlandschaft“. Der bayerische Naturschutzverband LBV fordert deshalb, dass sowohl in der Agrarlandschaft als auch in Kommunen, weniger einjährige und mehr dauerhafte Blühflächen angelegt werden, um einen tatsächlichen, positiven Effekt auf die Biodiversität zu erzielen.

In intensiv genutzten und ausgeräumten Landschaften erfüllen Blühflächen wichtige Funktionen, denn sie bieten Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten, wo diese selten geworden sind. „Blühflächen sind kein Ersatz für über viele Jahre gewachsene Strukturen, wie zum Beispiel Hecken oder Wegraine. Sie können sich sogar negativ auswirken, wenn natürliche, artenreiche Lebensräume, wie magere Wiesen oder artenreiche Säume, nicht als solche erkannt und durch neu angelegte Blühflächen ersetzt werden“, betont Tarja Richter. Den Trend zu mehr Blühflächen in Bayern begrüßt der LBV generell. Diese Flächen werden zum Beispiel durch Blühpatenschaften umgesetzt oder in der Landwirtschaft über das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) gefördert. Bei der Umsetzung müssen jedoch gewisse Kriterien unbedingt beachtet werden.

Überwinterungsfläche
für Insekten

Einjährige Blühflächen werden gerade im Herbst oder Winter gefährlich für Insekten, die sich zum Überwintern in den Flächen niedergelassen haben. Durch das Unterpflügen der Blühflächen im Spätsommer oder Herbst werden die Überwinterungsgäste auf einen Schlag vertrieben oder kommen zu Tode. Diese im schlimmsten Fall entstehenden „Brutfallen“ wirken sich negativ auf die betroffenen Arten aus. „In mehrjährigen Flächen, die mindestens fünf Jahre nicht bearbeitet werden sollen, können sich Tiere ungestört entwickeln. Das erhöht die Chancen für gefährdete Arten, wie die Knautien-Sandbiene oder die Schwarze Köhler-Sandbiene, stabile Populationen aufzubauen“, sagt die LBV-Biologin.

Heimische Saaten
verwenden

Der LBV empfiehlt, nur Blühmischungen mit gebietseigenem Saatgut zu verwenden. Besonders bei einjährigen Blühflächen werden oft Saatgutmischungen mit nicht-heimischen und Kultur-Arten verwendet. Diese sehen zwar ansprechend aus, sind jedoch für den Großteil der Insektenwelt nicht nutzbar. Nur Arten, die ein breites Nahrungsspektrum besitzen, wie die Honigbiene, können aus diesen Blühmischungen Nutzen ziehen. „Häufig wird auch übersehen, dass unsere Insekten nicht nur Blüten zum Überleben brauchen. Viele Sechsbeiner und deren Larven ernähren sich von anderen Pflanzenteilen. Manche sind sogar von wenigen heimischen Pflanzenarten abhängig“, so Tarja Richter.

Oft werden aus praktischen Gründen schmale Streifen von wenigen Metern am Rand eines Feldes mit einjährigen Blühmischungen eingesät. Diese linearen Strukturen werden gerne von Beutegreifern wie Füchsen durchkämmt. Das wiederum erschwert den Fortpflanzungserfolg von boden-brütenden Vögeln und Kleinsäugern. „Grenzen die Blühstreifen direkt an konventionell bewirtschaftete Felder, sind sie zusätzlich einem gewissen Pestizideintrag ausgesetzt, der die Tier- und Pflanzenwelt negativ beeinflusst“, erklärt die LBV-Biologin. Eine Mindestbreite von 10 bis 15 Metern sollte deshalb bei allen Blühflächen stets eingehalten werden.
(Quelle: Presseinformation LBV / Beitragsbild: Symbolfoto: re)