„Der Künstlerhof klingt“

„Der Künstlerhof klingt“

Rosenheim – Die Musikschule Rosenheim lädt ein zum Tag der Hausmusik. Mit einem vielseitigen Konzertprogramm wird am Samstag, 26. November, allen Besuchern die Möglichkeit gegeben, den „klingenden Künstlerhof“ zu erleben. Eintritt frei.

Live Musik hören, sich begegnen, im musikschuleigenen Cafè plaudern und entspannen, all das verspricht vergnügliche Stunden in den Räumen der Musikschule am Ludwigsplatz 15.
Die Reihe aus sechs halbstündigen Konzerten startet um 11 Uhr unter dem Motto „Song and Dance“ mit den Gesangsklassen inclusive „Kids in Motion“ und „Performance Class“.
Um 12 Uhr geht es mit „Gitarrissimo“ rund um das beliebte 6-Saiteninstument.
Freunde der Folklore und Volksmusik sind um 13 Uhr zu „Grüne Insel – Weißblauer Himmel“ eingeladen. Klassische Kammermusik steht ab 14 Uhr unter dem Titel „Klassik plus!“ auf dem Programm. Passend zum ersten Advent singen und musizieren um 16 Uhr die Kinder der Grundfächer zu „Sternenglanz und Lichtertanz“ bevor ab 17 Uhr die Abteilung Rock/Pop/Jazz mit „Let‘s Groove“ das Finale gestalten wird.
Im 3. Stock hat die Elternvertretung ein Cafè eingerichtet und bietet Erfrischungen und Kuchen im gemütlichen Ambiente. Weiter Infos dazu unter www.musikschule-rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Musikschule Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zahlreiche Aktivitäten in Planung

Zahlreiche Aktivitäten in Planung

Happing / Rosenheim – Erlafrid Hiltl und Werner Stiglauer führen den Bürger-Verein Happing auch in den kommenden drei Jahren. Bei der Mitgliederversammlung im Gasthof Happinger Hof wurden beide Vorsitzenden sowie die restliche Vorstandschaft einstimmig entlastet und bestätigt. Nach Beendigung der Corona-Beschränkungen nimmt auch das Vereinsleben wieder Fahrt auf.

Der Bürger-Verein ist in intensivem Austausch mit der Rosenheimer Stadtverwaltung, um am Dorfplatz in Happing eine Info-Stele aufzustellen, die die Geschichte und Entwicklung der bis 1967 eigenständigen Gemeinde darstellen soll. Die Happinger Stele ergänzt das Angebot an historischen „Schau-Plätzen“ in Rosenheim und weitet es auf die Stadtteile aus.
Nach dem Happinger Leonhardiritt und der Lesung mit Krimi-Autor Andreas Franke, laufen die Planungen für die nächsten Veranstaltungen bereits auf Hochtouren. Geplant ist unter anderem die Neuauflage des „Südstaatenballs“ zur Faschingszeit im Happinger Hof. An gleicher Stelle ist für Sonntag, 19. März 2023 ein Wirtshaussingen geplant.
(Quelle: Pressemitteilung Bürger-Verein Happing / Beitragsbild: Symbolfoto: Herbert Borrmann)

 

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 24. November

Namenstag haben: Albert, Andreas, Chrysogon, Flora, Herta

3 bekannte Geburtstagskinder:

Lucky Luciano  (1897 – war ein legendärer US-amerikanischer Verbrecher aus Sizilien, der in den 1930er Jahren die Verbrecherwelt in New York neu organisierte und als einflussreichster Mafiaboss der USA galt. Sein bürgerlicher Name: Charles Luciano.)

Ilja Richter (1952 – ist ein deutscher Schauspieler, Musiker und Fernsehmoderator, der in den 1970er-Jahren u. a. durch die von ihm präsentierte TV-Sendung „Disco“  -1971 – 1982- bekannt wurde.)

–  Hartmut Engler (1961  – ist ein deutscher Musiker und Sänger sowie Liedtexter der Pop-Gruppe „Pur“.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1874: Der US-Amerikaner Joseph Farwall Glidden erhält auf den von ihm erfundenen Stacheldraht ein Patent.
    1974
    : In Hadar in der äthiopischen Afar-Senke wird mit „Lucy“ ein gut erhaltenes Skelett eines Australopithecus afarensis gefunden, das in Folge weitere Aufschlüsse über die Geschichte der Menschwerdung zulässt.
  • 1979: Die erste Media-Markt-Filiale wird in München eröffnet.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Gisela Schreiner)
Märchenumzug und Weihnachtsengel

Märchenumzug und Weihnachtsengel

Rosenheim – Am kommenden Freitag ist es soweit: der Rosenheimer Christkindlmarkt öffnet seine Pforten. Die offizielle Eröffnung findet um 16.30 Uhr auf dem Max-Josefs-Platz statt und startet mit dem schon traditionellen Märcheneinzug der Kindergartenkinder.

Rund 200 Buben und Mädchen ziehen um 16 Uhr in ihren buchstäblich märchenhaften Kostümen vom Salingarten zur Bühne auf dem Max-Josefs-Platz. Dort eröffnet dann Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und der Weihnachtsengel offiziell den Rosenheimer Christkindlmarkt 2022.

Auch der Männerchor
aus Lazise tritt wieder auf

Ebenfalls schon lange Tradition ist es, dass zum Auftakt auch der Männerchor „Costabella“ aus Lazise – Rosenheims Partnerstadt am Gardasee –  auftritt. Um 17.30 Uhr ist es soweit.  Am Sonntag, 27. November begleitet der Chor dann den Pfarrgottesdienst der italienischen Gemeinde in der Pfarrkirche St. Nikolaus ab 10.30 Uhr. Im Anschluss, gegen 11.30 Uhr, gibt „Costabella“ noch ein a capella Konzert zum 1. Advent in der Stadtpfarrkirche. Der Eintritt für beide Konzerte ist frei.

Bis zum 24. Dezember gibt es auf der Bühne des Rosenheimer Christkindlmarktes ein abwechslungsreiches und kostenloses Bühnenprogramm mit Musik- und Tanzdarbietungen.

Auch noch wichtig zu wissen: an allen vier Adventssamstagen fährt wieder der kostenlose Adventsbus.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Weitere Infos mit einem Überblick über das gesamte Programm gibt es hier: 

Brenner-Nordzulauf: CSU-Dringlichkeitsantrag

Brenner-Nordzulauf: CSU-Dringlichkeitsantrag

Rosenheim / München Die CSU-Landtagsfraktion Rosenheim hat am heutigen Mittwoch einen Dringlichkeitsantrag zum Brenner-Nordzulauf im Plenum eingebracht. Die bayerische Staatsregierung wird aufgefordert, sich im Bund weiter für die Interessen im Landkreis Rosenheim einzusetzen. „Wir kämpfen weiter für die Region“, so Klaus Stöttner.

Die CSU-Landtagsfraktion setzt sich in dem Dringlichkeitsantrag weiter für die Prüfung und den Bau unterirdischer Lösungen für den Brenner-Nordzulauf ein. „Wir müssen die für die Region verträglichste Lösung für dieses Mammutprojekt finden. Dafür muss sich der Freistaat weiterhin auf Bundesebene einsetzen“, so Klaus Stöttner, Rosenheimer Landtagsabgeordneter und Mitverfasser des Antrags, den die Fraktion heute in die Plenarsitzung einbringen wird.
„Besonders die unterirdische Querung des Inns nördlich von Rosenheim und die Verschiebung der Verknüpfungsstelle bei Ostermünchen in Richtung Norden muss noch einmal geprüft werden. Auch die unterirdische Verknüpfungsstelle im Inntal darf nicht unter den Tisch fallen. Es müssen so viele Streckenabschnitte wir möglich unterirdisch verlaufen. Nur so können wir die bestmögliche Lösung für Mensch und Natur erhalten. Daher muss sich die Staatsregierung beim Bund verstärkt für diese Punkte einsetzen, denn bisher haben die Forderungen aus der Region in Berlin kaum Gehör gefunden“, erläutert Klaus Stöttner den Schritt der CSU-Landtagsfraktion.

„Für einen verträglichen
Ausbau des Brenner-Nordzulauf“

Gemeinsam mit der Landtagspräsidentin und Miesbacher Stimmkreisabgeordneten Ilse Aigner sowie dem Ebersberger Landtagsabgeordneten Thomas Huber hat Klaus Stöttner den Antrag initiiert. „Damit treten wir mit unseren Nachbarlandkreisen geschlossen für einen verträglichen Ausbau des Brenner-Nordzulauf auf“, so Klaus Stöttner.
Neben unterirdischen Trassenlösungen für die Region Rosenheim fordert die CSU-Fraktion außerdem die Prüfung der bestandsnahen Trasse „Türkis“ im Streckenabschnitt zwischen Grafing und Ostermünchen, denn „es müssen die für Mensch und Umwelt bestmöglichen Lösungen gefunden werden, die auch vor Ort akzeptiert werden“, so Ebersbergs Landtagsabgeordneter Thomas Huber.
Die bayerische Staatsregierung soll sich weiter für die Rosenheimer und Ebersberger Belange einsetzen. Der Bund wiederum soll als Auftraggeber des Projektes diese Ziele gegenüber der DB Netz AG bei der weiteren Planung durchsetzen.
(Quelle: Pressmitteilung Abgeordnetenbüro Klaus Stöttner / Beitragsbild: Archivfoto: Ferdinand Staudhammer)

Verleihung der Kulturpreise 2022

Verleihung der Kulturpreise 2022

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Der Pianist, Komponist und Filmemacher Peter Ludwig ist mit dem Kulturpreis 2022 des Landkreises Rosenheim ausgezeichnet worden. Im Historischen Rathaussaal in Wasserburg ehrte Landrat Otto Lederer zudem den 14-jährigen Gitarristen Benno Panhans mit dem Kulturförderpreis und „Passio“, das Kiefersfeldener Dorfspiel von 2021 mit dem Kultursonderpreis. Die Laudationes hielt der Kulturreferent des Landkreises Christoph Maier-Gehring.

Peter Ludwig bei der Preisübergabe

Filmemacher, Pianist und Komponist Peer Ludwig bei der Preisübergabe. Fotos: Landratsamt Rosenheim

Der Landkreis Rosenheim vergibt die Kulturpreise jährlich, um Bürger oder Gruppen zu ehren, die sich besondere Verdienste um die Kultur im Landkreis erworben haben. Der Kulturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert, der Kulturförderpreis mit 2.500 Euro und der Kultursonderpreis mit 1.500 Euro.

Den festlichen Abend in Wasserburg eröffnete Rosenheims Landrat Otto Lederer mit einer Würdigung der Kulturszene in Wasserburg. „Seit 1997 kamen nicht weniger als sechs Kulturpreisträger aus Wasserburg“, sagte er. Zudem erinnerte der Landrat an den vor knapp zwei Wochen viel zu früh verstorbenen Uwe Bertram, „der dafür sorgte, dass sich das Theater Wasserburg einen hervorragenden Ruf erworben hat“.
Als Hausherr begrüßte der Wasserburger Bürgermeister Michael Kölbl Preisträger und Publikum. „Mit dem Kulturpreis, dem Kulturförderpreis und dem Kultursonderpreis hat der Landkreis einen Strauß im Bereich der Kultur, der beiträgt, sie dauerhaft am Leben zu erhalten.“ Die diesjährigen Kulturpreisträger würdigte Kölbl als „Kulturschaffende, die aus der Maße herausragen“.

Liebe zur Musik schon 
als Kind entdeckt

Seit über 30 Jahren lebt Kulturpreisträger Peter Ludwig in Wasserburg. Hoch oben „Auf der Burg“, wo er hemmungslos musizieren kann, auch mal bis spät nachts, wie Christoph Maier-Gehring erzählte. Aufgewachsen in Brannenburg entdeckte er seine Liebe zur Musik im Allgemeinen und zum Klavier im Besonderen schon als Kind durch die regelmäßigen Hauskonzerte auf einem benachbarten Hof im Ortsteil Vorderleiten. An der Musikhochschule in Detmold studierte er bis 1979 Komposition. Nur kurze Zeit später spielte er das Eröffnungskonzert im Rosenheimer Jazzclub Le Pirate.
Seinen Zivildienst leistete er an der Heckscher Klinik in München. Dort half er den Kindern mit Musiktherapie und zwar so erfolgreich, dass er auf Stundenbasis beinahe zwei Jahrzehnte blieb. Parallel verfolgte er seine musikalischen Projekte weiter. Ein kurzer Ausflug in den Schlager zu Beginn der 1980er Jahre blieb die Ausnahme. Viel lieber verfolgte er anspruchsvolle musikalische Ziele. Er gründete mehrere Bands, stand als Schauspieler auf den Bühnen kleinerer Münchner Theater und komponiert Musik für Schauspiel und Tanztheater. Dieses Komponieren, Arrangieren und Partituren schreiben führte ihn nach Frankreich, in die Schweiz, nach Österreich, nach Japan und in verschiedene deutsche Theater.

Mit Iris Berben und
Hana Schygulla zusammengearbeitet

Er arbeitet mit dem Bayerischen Staatsorchester genauso zusammen wie mit Quadro Nuevo. Bei den Soloprogrammen von Iris Berben und Hana Schygulla saß er am Klavier. Peter Ludwig stand gerne in der zweiten Reihe. „Ich wollte nie berühmt werden“, zitierte ihn Christoph Maier-Gehring, „wichtig war mir, in vielen verschiedenen Genres zuhause zu sein, in der Klassik genauso wie im Jazz und im Tango“.
28 Jahre bildete er mit der Cellistin Anja Lechner das Duo „Tango mortale“ und präsentierte eigene Tango-Kompositionen und Arrangements. Vor 15 Jahren gründete er „Tango à trois“, mit dem er heute noch spielt. Zudem ist er seit einiger Zeit mit einem eigenen Chanson-Programm zu sehen und zu hören.

Die Facette „Filmemacher“ begann bei Peter Ludwig schon in der Zeit der Musiktherapie an der Heckscher Klinik. Das Filmen, Schneiden und Bearbeiten des Materials am Computer brachte er sich selbst bei. So entstanden eine Reihe von teils experimentellen und künstlerisch ganz besonderen Dokumentationen und Spielfilmen, in denen immer wieder Wasserburg im Mittelpunkt stand.

Kultuförderpreisträger Benno Panhans

Der Kulturförderpreis des Landkreises Rosenheim ging 2022 an den 14-jährigen Benno Panhans.

Dem Kulturförderpreisträger Benno Panhans stellt sich eine andere Frage. Er kann sich zwar grundsätzlich vorstellen, professioneller Musiker zu werden, mit der Entscheidung will er sich aber noch Zeit lassen. Jetzt stehen erst einmal die Schule und in ein paar Jahren das Abitur im Vordergrund.

Am Anfang seiner Geschichte steht die Band „Fritz und die Hulaboys“, die auf dem Geburtstag von Bennos Großvater aufspielten. Der damals Vierjährige war vom Gitarristen so begeistert, dass er beschloss, selbst Gitarrist zu werden. Nach seinem ersten öffentlichen Auftritt mit acht Jahren kam er zu seinem heutigen Lehrer Thomas Kraus. Der Profi-Gitarrist aus Frasdorf wurde aber auch zu seinem Mentor, der mit Benno zusammen gewissenhaft die nächsten Schritte plant.

Die pandemiebedingten Einschränkungen hielten Benno Panhans nicht auf. Der 14-jährige gewann 2021 einen zweiten Preis bei einem internationalen Gitarrenwettbewerb in Rust in Österreich und einen dritten Preis beim einem Festival in Mottola in Apulien. Einen zweiten Preis gab es zudem beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ für Gitarre solo. Bei einem bundesweiten Zusatzwettbewerb in Regensburg erhielt Benno Panhans einen Sonderpreis in der Kategorie „Beste Interpretation eines eigenen Werkes“. Der junge Gitarrist hatte sein Opus 1 im ungewöhnlichen 5/4-Takt komponiert. Derzeit bereitet er sich auf „Jugend musiziert“ im kommenden Jahr vor. Er will in den Wettbewerben Gitarre und Kontrabass bzw. Popgitarre Solo teilnehmen.

Benno Panhans verliebte sich
in den Flamenco

Aber auch sonst hat der Jungstudent am Mozarteum in Salzburg keine musikalischen Berührungsängste. Mit zwei Schulkollegen gründete er ein Trio für Gitarre, Steirische Ziach und Kontrabass. Und er verliebte sich in den Flamenco. Im Sommer gab er mit seinem Lehrer Thomas Kraus und mit seinem Professor Cecilio Perera einen Flamenco-Abend im Rahmen der Sommer Dahoam-Kulturwoche in Stephanskirchen. Mit dabei war auch seine Großcousine, die Flamenco-Tänzerin Kathrin Engel. In den Herbstferien besuchte er sie in Barcelona, um zu proben und ein fulminantes Konzert zu geben.
Sein Preisgeld wird der Kulturförderpreis-Träger im Übrigen in eine exzellente Konzertgitarre investieren, gebaut von Claus Voigt in Wasserburg.

Peter Ludwig am Klavier mit Geigerin an der Seite

Peter Ludwig am Klavier begleitet von Rebekka Hartmann mit einer Stradivari.

Benno Panhans spielt mit der Gitarre

Benno Panhans eröffnete den Abend mit dem Stück „Sevilla“.

In Kiefersfelden war im vergangenen Jahr das Dorfspiel „Passio“ zu sehen. Den Wagemut, ein solches Projekt in Pandemie-Zeiten anzugehen, würdigte der Rosenheimer Kreistag mit dem Kultursonderpreis. Um die 150 Mitwirkenden waren beteiligt, sechs Vereine standen dahinter. Es waren die Ritterschauspiele Kiefersfelden, die Heimatbühne Kiefersfelden, der Kirchenchor, der Männergesangsverein, der Trachtenverein und die Musikkapelle Kiefersfelden. Deren musikalischer Leiter Jürgen Doetsch komponierte eigens für „Passio“ eine Ouvertüre für Instrumentalisten, Chor und Solisten.

Laudator Christoph Maier-Gehring zitierte aus dem Flyer zum Dorfspiel. Dort heißt es unter anderem: „Im vergangenen Jahr mussten wir erfahren, dass nicht die globale Welt unsere Heimat ist und dass die Grenzen wieder geschlossen werden. Die kleinsten Einheiten, unsere Familien und das Heimatdorf, waren unsere Zuflucht. Das zeigte uns auch, wie wichtig es ist, ein gutes Miteinander zu pflegen.“

Corona-Einschränkungen machten
Proben zu Herausforderung

Sebastian Bleier übernahm die Aufgabe, Mitstreiter zu finden, um die Leidensgeschichte des Schutzpatrons von Kiefersfelden, des Heiligen Sebastians, auf die Bühnen zu bringen. Die Corona-Einschränkungen machten den Bühnenbau und die Proben zu Herausforderungen. Maier-Gehring gratulierte am Ende auch zum Mut, das Dorfspiel mit großem ehrenamtlichen Engagement auf die Bühne gebracht zu haben.

Ein kurzer Film erlaubte einen Ein- und Rückblick auf das Dorfspiel. Ansonsten durfte sich das Publikum über grandiose Live-Musik freuen. Der 14-jährige Benno Panhans hatte den Abend mit dem Stück „Sevilla“ von Isaac Albeniz eröffnet. Beendet wurde er von Peter Ludwig am Klavier, begleitet von Rebekka Hartmann an der Geige, genauer gesagt, einer Stradivari. Der Kulturpreisträger hatte selbstkomponierte Stücke ausgewählt, die er unter anderem den Frauen in Teheran und den Kulturschaffenden in Mariupol in der Ukraine widmete, deren Theater vollständig zerbombt wurde.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Landratsamt Rosenheim)

Begeisterung beim Kathreintanz

Begeisterung beim Kathreintanz

Rosenheim – Der traditionelle Alpenländische Kathreintanz der Trachtenvereine Alt Rosenheim und GTEV D’Innviertler  fand heuer unter der Federführung der Alt Rosenheimer im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St. Peter statt.

Trachtler beim Tanz
Trachtler beim Tanz
Blick auf die Musiker

Im Vorfeld konnten sich alle Tanzbegeisterten in vier gut besuchten Kursabenden auf den Abschluss der Tanzsaison vorbereiten und ihr in den letzten Jahren der Abstinenz möglicherweise etwas eingerostetes Können auffrischen.
Die stellvertretenden Vorstände Stefan Ertl und Christian Hübl begrüßten alle Teilnehmer, besonders auch die beiden anwesenden Stadträte Reinhard Tomm und Georg Soyer sowie den Ehrenvorstand der Alt Rosenheimer, Herbert Dasch. Unter der Leitung der beiden Tanzmeister Hans Löw und Uli Berchtold vom Trachtenverein Alt Rosenheim begann der Abend mit dem traditionellen Auftanz, dem ein buntes Programm von einfachen und auch anspruchsvolleren Figurentänzen zur Musik der Oberlauser Tanzlmusi folgte.

Münchener Française
als Höhepunkt des Abends

Die über 130 Teilnehmer waren von Anfang an mit Feuereifer dabei. Das Highlight des Abends war die Münchener Française, die in fünf von Hans Löw angesagten Figurenfolgen mit höfischer Eleganz ausgezeichnet gemeistert wurde. Die Paare tanzten bis weit nach Mitternacht mit viel Freude und Elan, bis sich alle mit dem gemeinsamen Abschlusslied „Kimmt sche hoamli de Nacht“ gegen halb zwei voneinander verabschiedeten.
(Quelle Pressemitteilung Trachtenverein Alt Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Copyright Marga Leingartner)

Priener Kripperlweg

Priener Kripperlweg

Prien / Landkreis Rosenheim – Besonderen Anklang fand in den vergangenen Jahren das „Kripperl-Schauen“ in Prien am Chiemsee, welches die Gästeführerin Helga Schömmer mit einer überwiegend privaten Sammlung ins Leben gerufen hatte. Ab dem ersten Adventswochenende ist es wieder soweit.

Von der Idee begeistert, beteiligten sich mehr und mehr Priener Geschäftsleute, die jedes Jahr aufs Neue ihre eigenen Krippen aus den Kellern und Speichern holen. Ab dem ersten Adventswochenende 2022 werden wieder in zahlreichen Läden der Marktgemeinde die unterschiedlichsten Krippen aus aller Welt aufgestellt, die bei einem Spaziergang durch das Ortszentrum entdeckt werden können. Eine Übersicht mit den beteiligten Geschäften und Ausstellungsorten ist auf der Internetseite www.tourismus.prien.de zu finden. 
(Quelle: Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Prien Marketing GmbH)

„Die Fahrkarte bitte!“

„Die Fahrkarte bitte!“

Holzkirchen / Augsburg –  „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ meint die Bayerische Oberlandbahn und führte jüngst an drei Tagen Zivilkontrollen in ihren Zügen durch. Weitere sollen folgen.

„Die Fahrkarte bitte!“ Kundenbetreuer sagen diesen Satz viele Male im Laufe ihrer Schichten in den Zügen der BRB. Dann beginnt bei den meisten Fahrgästen hektisches oder auch routiniertes Suchen nach dem Ticket in der Tasche oder auf dem Handy. Für den überwiegenden Teil der Fahrgäste sind die Kontrollen kein Problem, weil sie ein gültiges Ticket dabei haben. Bei einigen wenigen aber sieht man sichtlich die Nervosität steigen, wenn klar wird, dass er oder sie nun beim „Fahren ohne gültigen Fahrschein“ erwischt worden ist und mindestens 60 Euro für das sogenannte „Erhöhte Beförderungsentgelt“, kurz EBE, zu bezahlen sind.

„Je intensiver und sorgfältiger die Fahrscheinkontrollen durchgeführt werden, umso höher sind letztendlich unsere Einnahmen. Ein EBE betrifft nicht nur die Person, die ohne Ticket unterwegs ist, sondern ist auch ein Statement an unsere Fahrgäste, welche sich ehrlich ein Ticket kaufen“, betont Geschäftsführer Arnulf Schuchmann. Um nach dem 9-Euro-Ticket zu signalisieren, dass wieder die gewohnten Tickets gekauft werden müssen, führte die BRB kürzlich Zivilkontrollen in allen Netzen durch. Wie der Name schon sagt, waren die Kontrolleure in Zivil unterwegs und nicht sofort als BRB-Mitarbeitende zu erkennen. Das unterschied sie von den Kundenbetreuern, die schon von Weitem an ihrer Dienstkleidung zu erkennen sind.

„Wir werden zur Unterstützung unseres Fahrpersonals immer wieder solche Kontrollen durch eigens geschulte Mitarbeitende aus der Verwaltung durchführen“, erklärt Kundenserviceleiterin Iris Gassi. Die Resonanz unter den Fahrgästen sei positiv gewesen, erzählt Gassi, die zusammen mit BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann und vielen weiteren Mitarbeitenden als Kontrolleurin unterwegs war. Der ehrliche Fahrgast habe nichts zu befürchten und empfinde es als durchaus gerecht, wenn kontrolliert werde. „Wir finanzieren uns zu einem großen Teil aus Fahrgeldeinnahmen. Diese brauchen wir als Firma quasi zum Überleben, davon bezahlen wir beispielsweise Gehälter, Fahrzeuge und die Energie, mit der wir die Fahrzeuge antreiben“, ergänzt Schuchmann. Gute Gründe, um intensiv zu kontrollieren.

Es mussten nur wenige
EBE ausgestellt werden

Und die Bilanz der drei Tage in allen fünf Netzen? Die Zivilkontrolleure haben in der für sie ungewohnten Situation als Kundenbetreuer Erfahrungen aus einem neuen Blickwinkel sammeln können. Es mussten nur wenige EBE ausgestellt werden. Meist handelte es sich dabei lediglich um vergessene Abonnements. Iris Gassi, Chefin aller Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer der BRB, sieht es so: „Der ehrliche Fahrgast, der ein gültiges Ticket hat, fährt entspannt und trägt dazu bei, dass der Öffentliche Personennahverkehr überhaupt funktionieren kann.“
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: BRB, zeigt: Als Zivilkontrolleure waren neben BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann (Mitte) viele BRB-Verwaltungsmitarbeitende unterwegs)

Modern String Quartet im Kloster Seeon

Modern String Quartet im Kloster Seeon

Seeon / Landkreis Traunstein – Ein Abend mit dem Modern String Quartet gleicht einem Tanz auf dem Vulkan. Am 26. November um 17 Uhr betreten die vier Musiker die Bühne im Festsaal des Kultur- und Bildungszentrums Kloster Seeon (Klosterweg 1, 83370 Seeon-Seebruck).

Sie sind seit ihrer Gründung vor 39 Jahren eine feste Konstante in der Welt der klassischen und zeitgenössischen Musik und wurden zu Kulturbotschaftern der Bundesrepublik Deutschland ernannt. Das Modern String Quartet hebt sich von den Konventionen der Musikszene in auffälliger, erfrischender Weise ab und bildet den fulminanten Auftakt des Seeoner Kulturadvents. Die Interpretationen der Präludien und Fugen aus J. S. Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ gepaart mit jazzigen Titeln aus ihrem vielfältigen Repertoire setzen Ausrufezeichen. In bester Jazzmanier erhitzen die Musiker Joerg Widmoser (Violine), Winfried Zrenner (Violine), Andreas Hoericht (Viola) und Thomas Wollenweber (Cello) den Saal. Die Klänge der Instrumente sind direkt, wirken in physischer Weise stark und lassen den Funken auf Ihr Publikum überspringen. Die Welt des Quartetts ist ein interaktives Spannungsfeld, zusammengehalten von Kräften, die unser Leben bestimmen: Liebe, Hass, Freude, Trauer – Gefühle, die in der Musiksprache universell ausgedrückt werden.
Konzertkarten sind über den Klosterladen Seeon (Telefon 08624 / 897201 und klosterladen@kloster-seeon.de) über München Ticket oder an der Abendkasse ab 16.30 Uhr erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Copyright Modern String Quartet)

Prachtfinken: quirlige Farbwunder

Prachtfinken: quirlige Farbwunder

Bayern / Deutschland – Zebrafink, Gouldamadine und Diamantfink gehören zu den bekanntesten Vertretern der australischen Prachtfinken. Die kleinen Vögel begeistern nicht nur durch ihr quirliges Wesen, ihre Färbung und ihre angenehm leise Stimme, sondern auch durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten. Doch welche Faktoren müssen beachtet werden, damit sich die kleinen Australier auch hierzulande wohlfühlen? Hier Tipps vom Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) und dem Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Die Familie der Prachtfinken (Estrildidae) umfasst um die 140 Arten, von denen knapp 20 in Australien vorkommen. Zu den bekanntesten australischen Arten zählen Zebrafink, Binsenastril, Diamantfink, Gouldamadine, Ringelastrild und Spitzschwanzamadine. Die Größe der beliebten Vögel schwankt artabhängig zwischen 11 und 17 cm. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei sechs bis acht Jahren.
In der freien Natur bewohnen die gefiederten Tiere vorrangig offene Gras-, Busch- und Baumsteppen. Auf der Suche nach Wasser und Sämereien, ihrer bevorzugten Nahrung, durchstreifen sie in kleinen Gruppen die Gegend. Außerhalb der Brutzeit sind sie vermehrt in großen Schwärmen anzutreffen.

Bereits Anfang des 18.Jahrhunderts
kamen die Zebrafinken nach Europa

Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts gelangten Zebrafinken nach Europa, denen bald auch andere Arten folgten. Die Zucht etablierte sich erst später und bis 1960 – zum Erlass eines strengen Wildvogel-Exportverbots in Australien – wurden noch regelmäßig Naturentnahmen importiert. Seit diesem Jahr stammen alle australischen Prachtfinken in Europa aus Nachzuchten. Neben der Wild-/Nominatform sind heute viele Farb-, Feder- und Gestaltvarianten (zum Beispiel Hauben- und Schauzebrafinken) bekannt, die sich in Größe und Gewicht teils deutlich von der Wildform unterscheiden und von denen einige auch unter dem Verdacht der Qualzucht stehen.

Prachtfinken sind
soziale Wesen

Prachtfinken sind sehr gesellige Vögel und leben bevorzugt in größeren Gruppen oder Schwärmen. Das Leben in der Gruppe bietet den Tieren nicht nur Schutz vor Fressfeinden, sondern sie pflegen auch eine enge Bindung zu ihren Artgenossen. So sitzen sie während Ruhephasen häufig eng beieinander (Kontaktsitzen), schlafen zusammen und putzen sich gegenseitig das Gefieder. Prachtfinken müssen daher immer mindestens paarweise oder besser in kleinen Gruppen, bestehend aus etwa vier, sechs oder acht Tieren, gehalten werden. Abhängig von der Art ist auch die Haltung gleichgeschlechtlicher Tiere möglich. Alternativ muss auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis geachtet werden.
In einer großen Voliere können untereinander verträgliche Arten mit gleichen Ansprüchen vergesellschaftet werden, wenn von jeder Art mindestens ein Paar gepflegt wird. Da es insbesondere zur Fortpflanzungszeit zu Streitereien und Unverträglichkeiten kommen kann, müssen die Tiere gut beobachtet und im Zweifelsfall (vorübergehend) voneinander getrennt werden.
Beim Erwerb sollte man darauf achten, harmonierende Paare oder Gruppen nicht zu trennen. Forscher des Max-Planck-Institutes für Ornithologie fanden heraus, dass die Harmonie und die Zuchterfolge bei Zebrafinkenpaaren, die sich selbst gefunden hatten, deutlich höher waren als bei „zwangsverpaarten“ Tieren.

Geschlechtsunterschiede:
kaum bis nicht erkennbar

Die Geschlechtsunterschiede sind bei Prachtfinken je nach Art sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die deutlichsten Merkmale zeigt der Zebrafink, indem in der Wildform nur Männchen einen ausgeprägten orangen Wangenfleck und die charakteristische Zebrazeichnung aufweisen. Bei einigen Zuchtformen ist die Unterscheidung der Geschlechter allerdings nur noch schwer möglich.
Bei anderen Arten sind die Geschlechtsunterschiede nicht so deutlich ausgeprägt. Meist sind die Männchen etwas farbintensiver, beziehungsweise die Farbmuster grenzen sich deutlicher gegeneinander ab. Bei einigen Arten, beispielsweise dem Diamantfink, können die Geschlechter nur anhand des Verhaltens sicher erkannt werden. Hier zeigen die Männchen eine sogenannte „Halmbalz“. Dabei halten sie einen Grashalm oder ähnliches im Schnabel und versuchen tanzend ein Weibchen zu beeindrucken.

Auch ohne besondere Stimulation zur Zucht neigen Prachtfinken und insbesondere Zebrafinken dazu, Eier zu legen. Besonders problematisch ist dabei das sogenannte Dauerlegen, bei dem das Weibchen über einen längeren Zeitraum Eier legt, was die Tiere sehr schwächt. Um das Dauerlegen zu verhindern, können die Schlafnester entfernt und stattdessen erhöht angebrachte Sitz- bzw. Schlafmöglichkeiten angeboten werden. Auch sollte in diesen Phasen auf stimulierendes Futter (hierzu zählen zum Beispiel Keimfutter, Eifutter oder Frischfutter) verzichtet werden. Helfen diese Maßnahmen nicht, sollte ein vogelkundiger Tierarzt hinzugezogen werden.
Eine Zucht sollte nur erfolgen, wenn Abnehmer für die Jungvögel vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, können die frisch gelegten Eier gegen Eiattrappen ausgetauscht werden. Um die Weibchen nicht zu überfordern, sollten mehr als zwei Gelege in Folge vermieden werden.

Verhaltensgerechte
Unterbringung

Prachtfinken sind sehr bewegungsaktiv und flink. Daher ist für eine Gruppe von bis zu acht Tieren eine große Zimmervoliere (Maße mindestens 150 x 70 x 150 cm) mit täglichem Freiflug oder ein Vogelzimmer die beste Wahl. Eine reine Käfighaltung ohne täglichen Freiflug wird dem Bewegungsbedürfnis der Tiere nicht gerecht und ist als tierschutzwidrig einzuschätzen. Kann kein Freiflug angeboten werden, wäre alternativ auch eine Haltung in einer größeren Voliere mit Maßen von etwa 200 x 100 x 200 cm möglich.
Die Voliere sollte an einer ruhigen, hellen Stelle ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen. Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 18 und 25 °C, die relative Luftfeuchtigkeit sollte bei 60 Prozent liegen. Insbesondere die ursprünglich aus Wüstengebieten stammenden Gouldamadinen bevorzugen höhere Temperaturen. Plötzliche Temperaturschwankungen und direkte Zugluft sind unbedingt zu vermeiden!
Für die Einrichtung der Voliere eignen sich Sitzstangen, Seile oder Schaukeln. Die Sitzstangen – optimal sind Naturäste mit unterschiedlichen Durchmessern – sollten etwas federn, damit Gelenke und Füße der Tiere geschont werden. Die Sitzmöglichkeiten sollten so angeordnet sein, dass eine Verschmutzung durch herabfallenden Kot vermieden wird. Prachtfinken sollten ein geeignetes Schlafnest oder erhöht angebrachte Sitzmöglichkeiten angeboten werden – idealerweise über Kopfhöhe. Werden mehr als zwei Tiere gehalten, sollte für jedes Paar mindestens ein Schlafnest angeboten werden.
Die Tiere benötigen täglich neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Abwechslung verschaffen ihnen beispielsweise Äste von Laubbäumen mit Knospen oder Blättern (zum Beispiel Hasel, Weide, Birke), Gräser oder auch unbehandeltes Holzspielzeug. Eine Bademöglichkeit (Schale oder Badehäuschen) wird ebenfalls gerne genutzt. Bei der Einrichtung ist stets darauf zu achten, dass noch ausreichend freier Raum zum Fliegen vorhanden ist.
Als Bodengrund eignen sich Hanfeinstreu oder andere saugfähige Materialien. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen empfehlen bei Zimmerhaltung eine gezielte Beleuchtung mit UV-Anteilen. Falls Leuchtstoffröhren im Vogelzimmer zum Einsatz kommen, müssen diese flackerfrei sein – etwa durch den Einsatz elektronischer Vorschaltgeräte. Vögel neigen im Dunkeln zu Panikreaktionen und können sich dabei schwer verletzen. Ein schwaches Orientierungslicht (Mondlicht) im Raum kann dies verhindern.
Achtung: Spiegel, Plastikvögel und leicht verschluckbare Kleinteile sind als Spielzeug ungeeignet! Sandpapiermatten oder -überzüge, Rundkäfige, Käfige mit weißen Gittern sowie verzinkte oder mit Kunststoff überzogene Gitter sind ebenfalls tierschutzwidrig.

Die ersten Tage
im neuen Heim

In den ersten Tagen in ihrem neuen Heim benötigen die Tiere viel Ruhe, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Prachtfinken werden in der Regel nicht handzahm und reagieren auf ungewohnte Reize sehr hektisch. Besonders in der Eingewöhnungsphase sollten schnelle Bewegungen in der Nähe der Tiere daher vermieden werden. Leises, ruhiges Ansprechen der Tiere hilft bei der Eingewöhnung. Grundsätzlich suchen Vögel bei Beunruhigung gerne erhöhte Sitzplätze auf.

Die richtige Ernährung
für die kleinen Farbwunder

Prachtfinken ernähren sich in der Natur hauptsächlich von kleineren Sämereien. Für die Heimtierhaltung haben sich hirsereiche Exoten- bzw. Prachtfinken-Körnermischungen gut bewährt, die mit Gras- und Wildsämereien noch weiter aufgewertet werden können. Auch Hirsekolben werden gerne angenommen. Als Tagesportion reicht normalerweise ein leicht gehäufter Teelöffel pro Tier. Bei einer Gruppenhaltung ist es meist sinnvoll, das Futter auf mehrere Näpfe zu verteilen, um Aggressionen an der Futterstelle zu vermeiden.
Zusätzlich benötigen die Tiere täglich reichhaltiges Frischfutter wie Kräuter (etwa Vogelmiere oder Küchenkräuter), Gemüse (wie Gurke, Karotte, Zucchini oder Paprika. Vorsicht: Avocado ist für die Tiere giftig!) und geringe Mengen Obst (zum Beispiel Äpfel).
Zur Verdauung und für gesunde Knochen wird Kalzium – beispielsweise Sepiaschale oder loser Grit – benötigt. Während des jährlichen Gefiederwechsels (auch als Mauser bekannt) benötigen die Tiere zusätzlich geringe Mengen Eiweiß – zum Beispiel in Form von Insekten, Ei- oder Weichfutter sowie Keimfutter. Der Fachhandel berät hierzu gerne.
Sauberes Wasser muss den Tieren immer angeboten werden. Wasser- und Futtergefäße sowie Badegelegenheiten sind so anzubringen, dass sie von den Vögeln nicht zu stark verschmutzt und täglich gründlich gereinigt werden können. Zur Eingewöhnung junger Tiere empfiehlt es sich, Futter und Wasser auch in Schalen auf dem Boden anzubieten.
(Pressemitteilung IVH/BNA / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kloster Seeon im Advent

Kloster Seeon im Advent

Seeon / Landkreis Traunstein – Entspannt und festlich zeigt sich Kloster Seeon an den Adventssonntagen. Fernab des hektischen Trubels der Vorweihnachtszeit bietet ein Spaziergang auf der idyllischen Klosterinsel mit einem anschließenden Besuch der Punsch- und Glühweinbar der Auszubildenden einen Moment der Entschleunigung. Die Klostergaststätte öffnet ihre Pforten an den Samstagen und Sonntagen von 12 bis 18 Uhr und lädt zur Einkehr.

Die Azubis haben fleißig Plätzchen gebacken und öffnen ihre Bar jeden Sonntag bis 17 Uhr. Sie freuen sich über alle Gäste die „reinschneien“ – der Erlös der Glühweinbar geht in ihr nächstes Kulturprojekt. An den Sonntagen hat das Team vom Klosterladen von 11 bis 16:30 Uhr Besonderes vor. „Spiele für Alle!“ heißt es am 27. November: spielfreudige Erwachsene und Kinder sind eingeladen das eine oder andere Spiel aus dem Klosterladen auszuprobieren. Rund um das Thema Gesundheit dreht sich alles am 4. Dezember mit Hubert Striednig von „Seewald – Natürlich.Leben“. Jeder Besucher kann sich eine Auszeit für das innere und äußere Wohlbefinden gönnen. Bitteralpine, Pflanzen- und Baumelixiere werden vorgestellt und können gratis getestet werden. Am 11. Dezember kommen Feingeister auf ihre Kosten. Der Klosterladen lädt zur Vorstellung und Verköstigung von „Gin und anderen Geistern“ durch Johann Guggenbichler ein. Am letzten Adventssonntag gibt es für Grundschüler von 14 bis 16:30 Uhr die Märchenwerkstatt „Strahlen wie die Sterne…“. Neugierige Kinder können im Klosterladen für diesen Nachmittag mit Spiel und Bastelei angemeldet werden. Der Eintritt ist frei.

Glanzlichter
im Kulturadvent

Im Festsaal des Kultur- und Bildungszentrums des Bezirks Oberbayern finden meisterhafte Konzerte, zauberhafte Märchentheater und Kinderkonzerte statt. Am 26. November heißt es „Bach meets Jazz“ mit dem Modern String Quartet. Ein stimmungsvolles Highlight setzt Echo-Klassik-Preisträger und LaBrassBanda Gründungsmitglied Andreas Martin Hofmeir. Gemeinsam mit Kirchenmusikdirektorin Barbara Schmelz am Piano und seiner Tuba „Fanny“ tritt er am 27. November auf.
Besinnlich wird es am 3. Dezember mit dem Adventskonzert des Sing- und Musizierkreises Seeon und mit La Fuente am 4. Dezember. Das Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik des Bezirks Oberbayern (kurz ZeMuLi) gestaltet den 10. Dezember: um 14 Uhr gibt es ein Mitmachkonzert für Kinder, Eltern und Großeltern, am späten Nachmittag präsentieren Mitglieder des ZeMuLi gemeinsam mit Sängern und Musikanten aus der Region „Alte Weisen und neue Lieder“. Das Münchner Kindertheater im Fraunhofer öffnet am 17. Dezember um 15 Uhr den „Wunschkalender“ für Kinder ab dreieinhalb Jahren. Eine Matinee mit virtuoser Gitarrenmusik mit dem Essener Gitarrenduo läutet am 18.12. die Winterruhe auf der Klosterinsel ein. Es wird ein festlicher, beschaulicher und hochkultureller Advent auf der „Insel der Ruhe und Gelassenheit“.
Anmeldungen für „Strahlen wie die Sterne“: Klosterladen Seeon, Telefon 08624 / 897201 und klosterladen@kloster-seeon.de. Mehr Infos und Tickets online über www.kloster-seeon.de.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Copyright Georg Unterhauser)