Kitasituation in Rosenheim

Kitasituation in Rosenheim

Rosenheim Bayern / Deutschland – Zu wenige Plätze, zu wenig Personal – Die Kita-Lage in ganz Deutschland ist weiter problematisch. Auch in Rosenheim bleibt die Situation schwierig. Darum lud Bündnis 90 / Die Grünen, Ortsverband Rosenheim am gestrigen Montagabend zu einem Themenabend im Stellwerk 18 ein.

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die im Oktober vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, fehlen 2023 deutschlandweit rund 384.000 Kita-Plätze. Auch in Rosenheim wird immer wieder einmal Kritik von Seiten der Eltern laut, weil sie entweder keinen Platz für ihren Nachwuchs in einer Kinderkrippe oder Kindergarten bekommen, oder weil sie aufgrund angespannter Personallage ihre Kinder nicht gut betreut sehen.  Bei einer Bürgerversammlung im vergangenen September haben dann sogar ein paar Rosenheimerinnen einen Antrag zur Verbesserung der Kita-Situation in der Stadt gestellt. Dieser Antrag wurde aber im Dezember abgelehnt mit Verweis der Verwaltung, dass sich schon einiges in den Rosenheimer Kitas verbessert habe.

Verdopplung von Angebot
und Nachfrage in den vergangenen 20 Jahren

Wie enorm sich Angebot und Nachfrage nach Plätzen in Kinderkrippen und Kindergärten in den vergangenen 20 Jahren verändert hat, schilderten bei dem Themenabend im Stellwert 18 Sabine Schmitt, Verwaltungsleiterin des Katholischen Kita-Verbundes in der Stadt Rosenheim und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Katholischer Kindertageseinrichtungen in Bayern und Veronika Masel, Kita-Geschäftsführerin der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Rosenheim.
Vor 20 Jahren gab es im Stadtgebiet 22 Kitas. Rund 1250 Kinder wurden dort betreut. Heute existieren rund 40 Kitas, in denen rund 2560 Kinder betreut werden – also in etwa eine Verdopplung.
Für die Träger bleibe die Situation weiter schwierig, weil sie ihre Kosten nicht voll ersetzt bekommen: „Zehn Prozent bleiben bei den Trägern hängen“.
Ein weiteres Problem bleibe die personelle Situation, dass sich in den kommenden 10 Jahre verschärfen konnte, weil dann viele der jetzigen Erzieher den Ruhestand antreten würden und es nicht genug adäquaten Ersatz gäbe. Denn für diesen wichtigen Beruf brauche es vor allem Qualität und die müsse dann auch dementsprechend entlohnt werden, was derzeit immer noch nicht der Fall sei.
Johannes Becher, Mitglied des Bayerischen Landtages Bündnis 90 / Die Grünen und Sprecher für kommunale Fragen und frühkindliche Bildung betonte ebenfalls, wie wichtig eine qualitativ hochwertige Bildung schon für die Kleinsten ist. Kostenfreie Kitas sind deshalb seiner Meinung nach keine Lösung: „Ich bin der Auffassung hochwertige Arbeit darf auch was kosten“. Allerdings sei es wichtig, Menschen, die sich die Betreuung ihrer Kinder nicht leisten könnten, zu unterstützten, um so für Chancengleichheit von Anfang an zu sorgen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Peta fordert Hundeführerschein

Peta fordert Hundeführerschein

Waldkraiburg / Landkreis Mühldorf am Inn / Stuttgart – Einem Medienbericht zufolge wurden am Montag in Waldkraiburg ein 72-Jähriger und eine 58-Jährige bei dem Versuch gebissen, ihre Hunde zu trennen. Die Tierrechtsorganisation Peta fordert angesichts dieses Vorfalls einen Hundeführerschein in Bayern.

Der Vorfall ereignete sich laut Bericht der tz auf einem eingezäunten öffentlichen Hundespielplatz an der Siemensstraße.  Der Mann erlitt eine Bissverletzung am Unterarm, die Frau wurde mit einer schweren Bissverletzung im Gesicht mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

„Meist liegt das Problem nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine. Viele Halter können das Verhalten, die Signale und die Körpersprache ihres Vierbeiners nicht richtig deuten und einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier“, so Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta. „Jeder Hund, der falsch gehalten oder behandelt wird, kann zu einer Gefahr für Mensch und Tier werden – unabhängig davon, ob er einer ‚Rasse‘ angehört oder ein ‚Mix’ ist.“

Der Hundeführerschein sieht vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme eines Hundes einen Theoriekurs absolvieren, in dem sie das notwendige Fachwissen über eine tiergerechte Haltung und Aspekte wie Kommunikation und Bedürfnisse von Hunden erwerben. Anschließend folgt für Halter und Hund ein gemeinsames obligatorisches Praxisseminar in einer Hundeschule.

In Niedersachsen ist Sachkundenachweis
für Hundehalter schon beschlossen

Als erstes deutsches Bundesland hat Niedersachsen einen Sachkundenachweis für Hundehalter beschlossen – seit Juli 2013 ist der allgemeine Hundeführerschein verpflichtend .Dort ereigneten sich, laut Peta, nach drei Jahren nachweislich weniger Vorfälle  Wer in Berlin seit dem 1. Januar 2017 einen Hund neu aufgenommen hat, ist ebenfalls dazu aufgefordert, sich die notwendige Sachkunde anzueignen. Einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2016 zufolge spreche sich mit 65 Prozent eine deutliche Mehrheit der Deutschen für einen Sachkundenachweis für Hundehalter  aus.

Einige Städte belohnen verantwortungsbewusste Halter: Wer in München nach dem 1. Mai 2014 einen Hundeführerschein absolviert hat, kann sich ein Jahr lang von der Hundesteuer befreien lassen. In Mannheim gilt eine zweijährige Steuerbefreiung für alle Hunde, deren Halter den Hundeführerschein nach dem 1. Januar 2016 erworben haben.
Ein verpflichtender Hundeführerschein habe einen weiteren Vorteil: Er kann Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit der Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von einem eventuellen Impulskauf abhalten. Jedes Jahr landen 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele Tiere, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.
(Quelle: Pressemitteilung Peta / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Die meisten Staus gibt es in München

Die meisten Staus gibt es in München

München / Deutschland / USA – Deutsche Autofahrer standen, laut Datenanalyse des US-amerikanischen Unternehmens „Inrix“ 2022 durchschnittlich 40 Stunden im Stau. Mit 74 Stunden verlieren Fahrer in München die meiste Zeit.

Das Unternehmen „Inrix“,  Anbieter von Verkehrsanalysen und Connected-Car-Services, identifiziert und bewertet in seiner Staustudie für das Jahr 2022  Stau- und Mobilitätstrends in mehr als 1.000 Städten in 50 Ländern. Für das Jahr 2022 zeigt sich demnach: Das Verkehrsaufkommen nähert sich wieder dem Vorkrisenniveau von 2019 an, in Deutschland liegt es sogar darüber.

Das spiegelt sich dann natürlich auch auf die Staus wider:  In fast allen der zehn staureichsten Städte in Deutschland war der Zeitverlust, laut Inrix, durch verstopfte Straßen um einige Stunden höher als noch 2021. Dabei bleibt München mit 74 Staustunden die staugeplagteste Stadt Deutschlands, gefolgt von Berlin mit 71 Staustunden (65 Stunden in 2021) und Hamburg mit 56 Stunden (47 in 2021). Potsdam, wo der Umbau des Leipziger Dreiecks in der Innenstadt den Verkehr auch 2022 zum Stocken brachte, erreicht wieder Platz vier und steigert seinen Zeitverlust auf 55 Stunden (46 Stunden in 2021). Auf den Plätzen fünf und sechs folgen Darmstadt und Leipzig mit 47 bzw. 46 Stunden Stauzeit.

Stauschwerpunkte: Mittlere Ring in 
München wieder vorn

Wie schon in vergangenen Jahr führt der Mittlere Ring in München die Liste der staureichsten Straßen in Deutschland an, diesmal allerdings mit dem Abschnitt zwischen Stettnerstraße und Plinganserstraße. Wer diese Strecke im Jahr 2022 regelmäßig zu Stoßzeiten fuhr, für den summierten sich die täglichen 13 Minuten Zeitverlust auf 51 Stunden im Jahr.

Es gibt aber auch gute Nachrichten für Münchener Autofahrer: Obwohl die Stadt weiterhin auf dem ersten Platz landet, verbrachten Pendler dort im Jahr 2022 durchschnittlich fünf Stunden weniger im Stau als noch 2021 (74 Stunden im Vergleich zu 79 Stunden 2021). München und Nürnberg sind die einzigen Städte im Top 10 Ranking, die einen Rückgang des Verkehrs gegenüber der Zeit vor der Corona-Pandemie vorweisen können. In allen anderen der Top 10 staureichsten Städte in Deutschland stieg der Zeitverlust für Pendler durch Stau und stockenden Verkehr leicht an.
(Quelle: Pressemitteilung inrix.com / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Studie: Fische haben Spieltrieb

Studie: Fische haben Spieltrieb

Rosenheim / Bayern / Deutschland – In der Regel interagiert man mit seinen Fischen im Aquarium höchstens bei der Fütterung und beobachtet sie ansonsten eher. Ein Forscherteam aus den USA hat nun aber den Spieltrieb von Fischen untersucht. Das Fazit der Studie erscheint überraschend: Ja, man kann mit Fischen spielen.

Fische haben als Heimtiere im Vergleich zu Katzen oder Hunden einen Sonderstatus. Während mit den felligen Vierbeinern meist allerhand Aktivitäten verbunden sind, wird ein Aquarium eher als dekoratives Element in einer Wohnung angesehen. Fischen zuzusehen hat demnach eine entspannende Wirkung – wirklich aktiv mit den Tieren zu interagieren scheint bislang eher ungewöhnlich zu sein.

Fische reagieren 
auf Laserpoiner

Eine Studie des Forscherteams um Sofia Eisenbeiser von der Eastern Michigan University könnte in dieses Bild nun Bewegung bringen. In ihrem wissenschaftlichen Paper „Gills Just Want To Have Fun“, erschienen im Fachmagazin „Animals“, legen die Forscher die Annahme nahe, dass Fische über einen Spieltrieb verfügen, der etwa mit einem Laserpointer geweckt werden könne.
Dafür leuchteten sie in verschiedene Aquarien in örtlichen Zoohandlungen und studierten die Reaktionen der Fische: „Wir haben beobachtet, dass über 80 Prozent der 66 Aquarienfischarten, die wir während dieses Versuchs getestet haben, ein merkliches Interesse an einem beweglichen Laserpointer-Anreiz gezeigt haben.“ Dieses Interesse zeigte sich in Form von schnellen Schwimmbewegungen in Richtung des Lichtpunktes. In ausgeprägten Fällen versuchten die Fische sogar, den Punkt zu jagen und hineinzubeißen.

Kann man die Reaktion
als Spielen bezeichnen?

Zur Diskussion steht allerdings, ob es sich bei den Reaktionen wirklich um ein Spiel handelt oder andere Erklärungen plausibler erscheinen. Zur Jagd nach dem Lichtpunkt erklären die Forscher etwa: „Es könnte sich um Aggressionen gegenüber dem Punkt handeln, da es ein unbekannter Reiz ist. Wir weisen aber darauf hin, dass es bei einer Katze, die einen Lichtpunkt jagt, ebenso als aggressives Verhalten gedeutet werden könnte, aber dieses Verhalten als Spielen aufgefasst wird.“

Weitere Untersuchungen könnten Aufschluss darüber geben, wie die Reaktion der Fische zu deuten ist. Allgemein ist die Forschung dazu, wie Fische ihre Umwelt wahrnehmen und auf diese reagieren, noch in einem sehr frühen Stadium.
Wer den recht schlichten Versuch im heimischen Aquarium nachspielen möchte, sollte dabei unbedingt auf das Wohl seiner Fische achten. Weder dürfen die Lichtreize die Tiere stressen, noch sollte man mit dem Laserpointer auf die Augen zielen, um die Gesundheit der Aquarienbewohner nicht zu gefährden.
(Quelle: Pressemitteilung Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) / Beitragsbild: Copyright Industrieverband Heimtierbedarf IVH)

Adlzreiterstraße, Rosenheim, 1911

Adlzreiterstraße, Rosenheim, 1911

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1911. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das Anwesen in der Adlzeiterstraße 8, einst war darin die Kaffee-Rösterei Voggenauer beheimatet, später dann der Möbelhändler Alois Spanrad.

Laut stadtarchiv.de kaufte Josef Voggenauer das Haus im Jahr 1891 für 18.000 Mark vom Schuhmacher Josef Reindl. Ab 1887 betrieb er dort dann eine Farbmalz, Kaffee- und Getreiderösterei. Außerdem bot er Tee, Kakao, „Chokoladen“ und Gersten- und Weizenkorn an. 1939 wurde das Gebäude dann an den Möbelhändler Alois Spanrad verkauft. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv: Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam / Info: stadtarchiv.de)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 10. Januar

Namenstag haben: Agatho(n), Gregor X.-Papst, Lèonie Aviat, Paulus von Theben

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Simon Marius (1673– war ein deutscher Astronom, Mathematiker und Arzt, der im Jahr 1610 nur einen Tag nach Galileo Galilei mit dem zur damaligen Zeit noch eher unbekannten Instrument Fernrohr die vier größten Jupitermonde entdeckte.)

– Annette von Droste-Hülshoff (1797 – war eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen und Schriftstellerinnen. Auch heute noch ist sie mit Werken wie „Die Judenbuch“ fester Bestandteil der deutschen Literaturgeschichte und wird gerne im Schulunterricht behandelt.)

–  Grigori Rasputin (1869 – war ein russischer Wanderprediger, angeblicher Wunderheiler und Hellseher, außerdem Ratgeber des Zaren Nikolaus II.)

(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1919: Durch einen Vermessungsfehler entstand auf dem Gebiet der preußischen Provinz Hessen-Nassau zwischen den nach dem Ersten Weltkrieg von Frankreich und den USA besetzten Gebieten die Mikronation „Freistaat Flaschenhals„, die bis 1923 Bestand haben wird.
  • 1975: Der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt eröffnet den neuen Elbtunnel in Hamburg.
  • 1990: Der Computerhersteller Nixdorf wird von Siemens übernommen.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Gisela Schreiner)
Großkatzen in Zirkusshows?

Großkatzen in Zirkusshows?

Dresden / Weßling (Kreis Starnberg) / Rosenheim – Großkatzen in Zirkusshows – das wird von immer mehr Menschen nicht mehr gerne gesehen. Nun hat der bekannte Zirkusdompteur Alexander Lacey seine Weltkarriere beendet. Seine Tiger und Löwen sollen in der Circus-Krone-Farm in Weßling unterkommen, sehr zum Missfallen von der Tierrechtsorganisation Peta.

Im Jahr 2013 trat Martin Lacey, der jüngere Bruder von Alexander Lacey, mit
Tigern und Löwen bei den Zirkus-Krone-Vorstellungen auf der Loretowiese in Rosenheim auf. Schon damals gab es Kritik an den Tiernummern. Mittlerweile werden die Stimmen gegen diese Form der Unterhaltung aber noch viel lauter.

Die Entscheidung von Alexander Lacey, seine Karriere als Tiertrainer nun nach 34 Jahren an den Nagel zu hängen, wird darum von einigen Stellen auch sehr begrüßt, darunter die Tierrechtsorganisation Peta. Sie wünscht sich aber nun für die Tiere des bekannten Dompteurs statt der geplanten Unterbringung in der Circus Krone-Farm im bayerischen Weßling einen „tatsächlichen und wohlverdienten Ruhestand“.

Ortsfeste Tierparks
mit Zirkusshows

Petas Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, Biologin Dr. Yvonne Würz, kommentiert die Entscheidung von Alexander Lacey so: „Vor dem Hintergrund der europaweit zunehmenden Verbote für bestimmte Tierarten in Zirkusbetrieben gehen immer mehr Zirkusse und Dompteure den Weg, ihre Tourneen zu beenden und stattdessen auf ortsfeste ‚Tierparks‘ mit Zirkusshows umzusteigen.

Auch auf der Circus Krone-Farm in Weßling fanden bereits während der Coronapandemie sogenannte kommentierte Raubtierproben mit Alexander Lacey statt. Wir begrüßen, dass die Tiger und Löwen nun zumindest nicht mehr durch Deutschland gekarrt werden sollen. Die Transporte sind unweigerlich mit Leid für die Tiere verbunden und außerdem gefährlich: 2017 zum Beispiel wurde die Tigerin Suzy in den USA nach einem Engagement von Laceys erschossen, da sie während einer Rast aus dem Zirkusanhänger entkommen war. Alexander Laceys Tiger und Löwen wurden jahrelang mit Stock und Peitsche in der Manege vorgeführt und unter artwidrigen Bedingungen in enge Käfigwagen gesperrt. Sie sollen jetzt einen tatsächlichen und wohlverdienten Ruhestand bekommen, anstatt in Weßling auch weiterhin zur Unterhaltung zahlenden Zirkuspublikum herhalten zu müssen.“
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Pressemitteilung Peta / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Loretokapelle, Rosenheim, 1907

Loretokapelle, Rosenheim, 1907

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1907. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Loretokapelle in Rosenheim.

Der Grundstein für die Kapelle bei der Loretowiese wurde im Jahr 1635 gelegt. Ein Jahr später wurde das Gebäue dann vom Freisinger Fürstbischof geweiht. In den Jahren 2013 und 2014 wurde die Kapelle umfangreich saniert.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv: Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Königswohnung wird saniert

Königswohnung wird saniert

Hohenschwangau / Bayern – Die Restaurierungsarbeiten in Schloss Neuschwanstein schreiten planmäßig voran. Die Königswohnung ist ab dem heutigen Montag, 9. Januar,  nur eingeschränkt zu besichtigen.

Die Bayerische Schlösserverwaltung freut sich, dass die Restaurierungsarbeiten in Schloss Neuschwanstein planmäßig verlaufen. Seit Beginn der Arbeiten vor fünf Jahren sei es gelungen, die Besucher trotz laufender Restaurierungen stets durch alle Prunkräume des Schlosses zu führen. In den kommenden Wochen konzentriert sich das Restauratorenteam auf die sogenannte Königswohnung im 3. Stock des Palas. Aufgrund der Enge in deren ostseitigen Räumen ist kein vollständiger Besichtigungsbetrieb bei gleichzeitig laufender Restaurierung möglich, so dass ab 9. Januar 2023 das Schlafzimmer, das Ankleidezimmer, das Wohnzimmer und die Grotte für den Besichtigungsbetrieb  geschlossen werden müssen.

Voraussichtlich bis Anfang Sommer 2023 sollen die Arbeiten in diesen Wohnräumen des Königs dann soweit abgeschlossen, den Besucher sie wieder besichtigen können.

Film vermittelt Eindruck von
den geschlossenen Räumen

In der Zeit, in der Teile der Königswohnung geschlossen sind, besichtigen die Besuchergruppen diesen Teil des Palas in einer verkürzten Schleife und gehen dann vom Speisezimmer direkt durch das Arbeitszimmer. Um den Besuchern dennoch einen Eindruck der geschlossenen Räume zu vermitteln, zeigt die Bayerische Schlösserverwaltung einen anschaulichen Film über das Schlafzimmer, das Ankleidezimmer, das Wohnzimmer und die Grotte. Der 11-minütige Film ist während der Öffnungszeiten auf Deutsch mit englischen Untertiteln im Anschluss an den Schlossbesuch im Zweisäulensaal zu sehen.

Im Zweisäulensaal wird zudem eine Ausstellung über die derzeitige Restaurierung der Prunkräume von Schloss Neuschwanstein präsentiert. Hier wird auf großformatigen Bildtafeln mit Fotos und kurzen Begleittexten auf Deutsch und Englisch erklärt, welche Ursachen zu dieser Restaurierungsmaßnahme führten, wie solch eine Mammutmaßnahme zunächst mit umfangreichen Archivrecherchen, Klimamessungen, Materialanalyen, Abgleich mit historischen Plänen etc. beginnt, wie die Restaurierung von statten geht und welche besonderen Herausforderungen bis hin zur Einrüstung der Räume bestehen.

Die Restaurierung von
Schloss Neuschwanstein

Seit 2017 wird intensiv an den Prunkräumen gearbeitet. Von den umfassenden Restaurierungen an den einzigartigen Kunstwerken sind alle für Besucher zugänglichen Schau-, Neben- und Funktionsräume sowie die ehemalige Königswohnung im Torbau umfasst. Verschiedene Bereiche wie der Sängersaal, der Thronsaal, die Kammerdienerzimmer, der barrierefreie Bodenbelag im Tunnelausgang, oder auch der Einbau des Textil- und Möbeldepots, sowie statische Sicherungen sind bereits fertiggestellt. Bei der Restaurierung der Räume werden insgesamt über 2.300 verschiedene Gegenstände, Holzbauteile sowie Fenster und Türen bearbeitet.

Während der Monate, in denen Schloss Neuschwanstein für Besucher aufgrund der Corona-Pandemie geschlossenen war, konnten viele Arbeiten, die ursprünglich für besucherfreie Nachtstunden geplant waren, wie etwa die Restaurierung von Parkettböden oder Türen in den Schauräumen, von den Fachleuten tagsüber erledigt werden. So konnten die Arbeiten in den Prunkräumen zügig voranschreiten, ohne allzu sehr in Konflikt mit Besucherinteressen zu geraten. Die Gesamtmaßnahme ist weiterhin im Zeit- und Kostenplan. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich laut der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen auf 20,14 Millionen Euro. Die Gesamtmaßnahme wird nach derzeitigem Planungsstand im Jahr 2024 abgeschlossen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen / Beitragsbild: Symbolbild: re)

Fasching im Zeichen der Inklusion

Fasching im Zeichen der Inklusion

Rosenheim – Nach zweijähriger Pause findet am Sonntag, 29. Januar zum 43. Mal der große Faschingsball des Bayerischen Roten Kreuzes für ältere Menschen und Menschen mit und ohne Behinderungen im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum statt.

Wie schon in den Vorjahren sorgt die Live-Band „Bast scho“ für den musikalischen Schwung. Die Gäste können sich auf die Auftritte der Faschingsgilden aus Rosenheim, Vogtareuth, Wasserburg und der Chiemseenixen Bernau sowie der Showtanzgruppe Attl freuen.
Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung beginnt ab 13 Uhr (Einlass ab 12 Uhr) und endet gegen 17 Uhr.
Um Anmeldung – vor allem von größeren Gruppen – wird gebeten: Telefon 08031 / 3019-945 oder per Email: wus@kvrosenheim.brk.de.
(Quelle: Pressemitteilung BRK / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Vögel machen sich in Bayerns Gärten rar

Vögel machen sich in Bayerns Gärten rar

Hilpoltstein / Bayern – Zwischenbilanz der LBV-Aktion „Stunde der Wintervögel 2023“: die Teilnehmer melden weniger Vögel als in den Jahren zuvor. Grund dafür ist nicht nur das derzeit milde Wetter.

Die Auswirkungen der derzeit milderen Temperaturen haben sich am Wochenende, laut einer Pressemitteilung des Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV)  an den Vogel-Futterstellen in den Gärten und auf den Balkons im Freistaat bemerkbar gemacht: Die Teilnehmenden meldeten dem LBV weniger Vögel als in den Jahren zuvor, wie eine erste Zwischenbilanz zur 18. Stunde der Wintervögel in Bayern zeigt.

<Einige Baumarten hatten
2022 ein Mastjahr

„Zum einen wirken sich die warmen Temperaturen auf das natürliche Nahrungsangebot für die Vögel aus und versetzen einige Vögel sogar schon in Frühlingsstimmung. Zum anderen hatten einige Baumarten in 2022 ein Mastjahr und bieten übermäßig Nahrung im Wald an. Hinzu kommt leider, dass auch die Siedlungsvögel von einem schleichenden Rückgang betroffen sind“, so die LBV-Ornithologin Dr. Angelika Nelson. Mit lediglich knapp 31 Vögeln pro Garten unterschreitet der diesjährige Durchschnitt den bisherigen historischen Tiefstwert der bürgerwissenschaftlichen Mitmachaktion aus dem Jahr 2021 sogar noch um einen Vogel. In der Rangfolge der am häufigsten beobachteten Wintervögel in Bayern liegt derzeit wie gewohnt der Haussperling (1.) deutlich vor der Kohlmeise (2.) und dem Feldsperling (3.). Noch bis zum 16. Januar können Teilnehmende dem LBV ihre Beobachtungen vom Wochenende schriftlich oder online melden unter

Viele Vögel sind schon
in Frühlingsstimmung

Aufgrund der bereits länger anhaltenden milden Temperaturen finden derzeit viele Vögel genügend Nahrung in der Natur, da Samen und Früchte nicht von Eis und Schnee bedeckt sind. Sie kommen auch weniger zur Nahrungssuche in die Gärten und an die Futterstellen, da sie durch das warme Wetter bereits mit ihrem typischem Revierverhalten beginnen. „Einige Vögel haben bereits angefangen zu singen, um ihr Revier für die diesjährige Brut gegenüber anderen abzugrenzen und so Rivalen von der Futterstelle und aus dem Garten verjagen“, so die LBV-Ornithologin.
Ein weiterer Grund, warum viele Menschen in Bayern derzeit weniger Vögel sehen, sind die Auswirkungen des zurückliegenden Mastjahres bei Eichen, Buchen und Fichten. „Das beschert den Vögeln bis jetzt viel Futter in ihrem natürlichen Lebensraum und sie fliegen auf Nahrungssuche seltener in die Siedlungen. Vor allem Waldvogelarten wie Buchfink, Buntspecht und Kleiber, aber auch Eichelhäher und Gimpel profitieren von einem Überangebot an Samen im Wald und wurden daher seltener beobachtet als im Vorjahr“, so Angelika Nelson.

Ein weiterer Trend, der sich abzuzeichnen scheint: Weniger nordische Wintergäste wie Bergfink, Erlenzeisig oder Wacholderdrossel machen dieses Jahr bei uns in Bayern Station. Grund ist vermutlich das milde Wetter, das auch in Nord- und Osteuropa vorliegt. „Ein nordischer Zugvogel wie der Bergfink, der bei schneereicher und eisiger Witterung in seinem Brutgebiet – den Birkenwäldern Skandinaviens – gerne auch mal in Massen nach Mitteleuropa ausweicht, ist in den Gärten des Freistaats derzeit nur sporadisch zu sehen“, erklärt die LBV-Ornithologin.

Da die durchschnittliche Anzahl der beobachteten Vögel bei Bayerns größter Mitmachaktion bereits seit Jahren langsam, aber stetig zurückgeht, spielt neben verschiedenen Faktoren in den einzelnen Jahren auch der langfristige Trend eine Rolle. „Das allgemeine Vogelsterben setzt sich bei einigen bisher häufigen Arten im Siedlungsraum fort. Es passiert langsam, aber mittlerweile merken wir die Abnahme einst häufiger Arten auch in den Gärten, „, sagt Angelika Nelson.

In der vorläufigen Vogelhitliste im Freistaat landet der Haussperling (1.) aktuell klar vor der Kohlmeise (2.) und dem Feldsperling (3.). Dahinter erobert die Blaumeise (4.) einen starken vierten Rang vor der Amsel (5.), die eines ihrer schwächsten Ergebnisse einfliegen könnte. Teilweise ist diese Abnahme wohl auf das bereits begonnene Revierverhalten zurückzuführen. Auf Position 6 liegt trotz seines geringeren Auftretens der Buchfink, dahinter rangiert der stetig abnehmende Grünfink (7.). Platz 8 belegt die Elster vor der Rabenkrähe (9.). Das Rotkehlchen (10.) rundet die Top Ten der bisher am häufigsten beobachteten Wintervögel 2023 in Bayern ab.

Noch bis zum 16. Januar können die am Wochenende gemachten Beobachtungen nachgemeldet werden.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Aktuell viele Wildunfälle

Aktuell viele Wildunfälle

Brannenburg – In letzter Zeit kam es im Dienstbereich der Polizei Brannenburg vermehrt zu Wildunfällen. Die Polizei bittet, Wildunfälle immer sofort zu melden.

Derzeit scheint das Wild besonders aktiv zu sein. Vielerorts wird von ungewöhnlich vielen Wildunfällen berichtet. Leider kommt es dabei, nach den Angaben der Polizei Brannenburg, auch immer wieder vor, dass verletzte Tiere auf der Straße zurückgelassen werden, die dann von der Polizei von ihrem Leid erlöst werden müssen.
Die Polizei bittet deshalb, Wildunfälle, auch im Sinne des Tierwohls, immer unverzüglich bei den zuständigen Jagdrevierinhaber oder der nächsterreichbaren Polizeidienststelle zu melden.
Andernfalls droht eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit nach dem bayerischen Jagdgesetz.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Information Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)