Immobilienmarktbericht 2021 liegt vor

Immobilienmarktbericht 2021 liegt vor

Rosenheim –  Die seit 2011 zu verzeichnenden Preissteigerungen bei Wohnimmobilien haben auch im Jahr 2021 angehalten. Das ist ein Ergebnis des Immobilienmarktberichts 2021, den der Gutachterausschuss bei der Stadt Rosenheim vorgelegt hat. Der Immobilienmarktbericht umfasst Umsätze, Fallzahlen, Preise sowie weitere Daten und Auswertungen zum Rosenheimer Immobilienmarkt bis zum 31.12.2021.

Als spezielle fachliche, für Wertermittlungen erforderliche Daten sind unter anderem Preisindexreihen, Umrechnungskoeffizienten, Liegenschaftszinssätze, Rohertragsvervielfältiger und Sachwertfaktoren für zahlreiche Objektarten im Immobilienmarktbericht enthalten.

Corona-Pandemie blieb ohne
Folgen für Immobilienmärkte

Das Geschehen auf dem Immobilienmarkt wurde in den vergangenen Jahren vor allem durch den Markt für Wohnimmobilien dominiert. Die Corona-Pandemie blieb ohne wesentliche Folgen für die Immobilienmärkte. Momentan lässt sich noch nicht abschätzen, ob und ggf. welche speziell längerfristigen Auswirkungen der Ukrainekrieg auf die Immobilienmärkte haben wird.
Der Immobilienmarktbericht 2021 des Gutachterausschusses ist in der Geschäftsstelle oder über das Internet (www.boris-bayern.de) gegen eine Gebühr von 50 Euro (zzgl. Porto) erhältlich.
Interessierte wenden sich an: Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Königstraße 15, 83022 Rosenheim; Telefon 08031/365-1621; Fax 08031/365-2095; E-Mail: gutachterausschuss@rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann)

 

Kranke Eschen werden gefällt

Kranke Eschen werden gefällt

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim informiert: in einem städtischen Waldstück an der Hochfellnstraße werden kranke Eschen voraussichtlich ab kommenden Montag, 20. Februar, gefällt.

Das städtische Waldstück liegt von der Mangfallstraße kommend gleich nach der Mangfallbrücke rechts. Nach Auskunft der Stadt sind die betroffenen Bäume vom Eschentriebsterben befallen. Sicherheit gehe vor. Deshalb müssten die kranken Bäume gefällt werden, um Spaziergänger vor eventuell herunterfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen zu schützen.

Temporär kann es zu
Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen

Passanten werden von der Stadt Rosenheim dringend gebeten, den abgesperrten Bereich für die Baumfällarbeiten nicht zu betreten, sich von Maschinen fern zu halten und den Anweisungen des Personals Folge zu leisten.
Temporär kann es zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen.
Weitere Informationen gibt es beim Umwelt- und Grünflächenamt unter Telefon 365-1686.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 16. Februar

Namenstag haben: Juliana, Onesimus, Pamphilius, Pamela, Philippa
(Quelle: namenstage.katholisch.de)

3 bekannte Geburtstagskinder:

Friedrich Wilhelm  (1620 – war ein bedeutender Herrscher aus dem Hause Hohenzollern mit dem Beinahmen „der Große Kurfürst“.)

Henry M. Leland (1843 – war ein US-amerikanischer Automobilkonstrukteur und Unternehmer, der die Automarken „Cadillac“ und „Lincoln“ gründete. )

Rudolph Karstadt (1856 –  war ein deutscher Kaufmann und Kaufhausgründer, der 1881 die Warenhauskette „Karstadt“ mit seinem ersten Geschäft in Wismar begründete und in den 1920ern deutschlandweit bereits über 30 Warenhäuser betrieb.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1962: In der Nacht auf den 17. Februar trifft eine schwere Sturmflut auf Norddeutschland, die allein im schwer betroffenen Hamburg über 300 Menschenleben fordert.
  • 1994: In Hamburg-Billstedt wird der erste Fixerraum (Drogenkonsumraum) in Deutschland eingerichtet.
  • 2007: Tanja, das zu diesem Zeitpunkt letzte Walross in einem deutschen Tierpark, stirbt im Alter von 33 Jahren im Zoo Hannover. Erst 2012 kommen dann wieder Walrosse in einen deutschen Tierpark: Tierpark Hagenbeck in Hamburg.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Julia Dinner)
Streik am Münchner Flughafen

Streik am Münchner Flughafen

München – Am Münchner Flughafen werden am kommenden Freitag, 17. Februar keine Passagierflüge abgewickelt. Grund ist der bundesweite Verdi-Warnstreik.

Die Pressemitteilung des Münchner Flughafens im Wortlaut

„Aufgrund des Streiks hat die Flughafen München GmbH beim Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr als oberste Luftaufsichtsbehörde beantragt, den Airport für diesen Tag von der Betriebspflicht für den gewerblichen Luftverkehr zu befreien. Diesem Antrag wurde stattgegeben – somit finden am kommenden Freitag im Zeitraum von 0 Uhr bis Samstag, 1 Uhr keine regulären Passagierflüge statt. Betroffen sind davon mehr als 700 Starts und Landungen. Davon nicht betroffen sind alle Sonderflüge, wie z. B. Hilfsflüge, Flüge für medizinische, technische und sonstige Notfälle sowie Flüge für die Sicherheitskonferenz.

Allen Fluggästen wird dringend empfohlen, sich bei ihrer jeweiligen Airline zu erkundigen. Aktuelle Informationen stehen auf den Internetseiten des Münchner Flughafens unter www.munich-airport.de zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung Flughafen München / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Magie des Augenblicks“

„Magie des Augenblicks“

Rosenheim – „Magie des Augenblicks“ nennt Hannes Hayer seine Werkschau in den Räumen der Bürgerstiftung Rosenheim in der „Alten Druckerei“ (Königstraße 7b). Zu sehen noch bis einschließlich 17. Februar.

Bild Akt
Werke von Hannes Hayer an der Wand
Werke von Hannes Hayer an der Wand

In den Räumlichkeiten im Durchgang zwischen Inn- und Königstraße finden auch regelmäßig Konzerte und Lesungen statt, und von dienstags bis donnerstags ist von 19 bis 21. 30 Uhr, freitags bis sonntags bis 23.30 Uhr Barbetrieb bei freiem Eintritt.
Am heutigen Mittwoch, 15. Februar, steht als Begleitprogramm um 19 Uhr eine Poesie-Lesung auf dem Programm. Am Freitag, 17. Februar, gibt es noch die Lesung „Verzweiflung“.
(Quelle: Artikel: Hendrik Heuser, Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Wandertipp: Auf dem Weg zur Dandlalm

Wandertipp: Auf dem Weg zur Dandlalm

Samerberg / Landkreis Rosenheim – Wandertipp: Steinmannschgerl finden sich auf dem Weg von Dorfen auf den Samerberg zur Dandlalm mit schönen Blick ins Inntal nach Flintsbach und Brannenburg.

Ein riesiger weitausladener Baum vor Schneefeld. Dahinter blauer Himmel
Blick ins Inntal

Auf dem Weg zu sehen gibt es auch diesen freistehenden Baumriesen mit Blick auf die Hochries. Der Weg ist aktuell aber noch stellenweise vereist. Stöcke und/ oder Gummispike-Überzüge für die Bergschuhe werden für die dreiviertelstündige Wanderung empfohlen.
(Quelle: Artikel: Hendrik Heuser / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Hier noch weitere Infos zur Wanderung:

Bayerns Schlösser sehr gefragt

Bayerns Schlösser sehr gefragt

Bayern -„Fast dreimal so viele Besucher wie in 2021! Bayerns Schlösser, Burgen, Residenzen und Kulturdenkmäler konnten vergangenes Jahr wieder deutlich mehr Gäste empfangen. Über 3,5 Millionen Menschen haben die Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung in 2022 besucht und deren Geschichte erkundet – das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat hervor.

Die Walhalla in Donaustauf, die Willibaldsburg in Eichstätt, die Burg Trausnitz in Landshut sowie das Alte Schloss Schleißheim und Schloss Lustheim waren besonders beliebt: 2022 konnte die Schlösserverwaltung dort sogar mehr Besucher als noch 2019 vor der Corona-Pandemie begrüßen“, teilt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich der Bilanz 2022 der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen mit. „Wichtige Ereignisse im letzten Jahr waren unter anderem der Abschluss der Arbeiten im Thronsaal von Schloss Neuschwanstein und die Aufstellung der Büste von Max Planck in der Walhalla“, stellt Füracker fest.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

„Schlechte Noten nicht Ende der Welt“

„Schlechte Noten nicht Ende der Welt“

Rosenheim / Bayern – Am Freitag erhalten die bayerischen Schüler ihre Zwischenzeugnisse. Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf verweist in diesem Zusammenhang auf Beratungsangebote für Familien, wie den Zeugnis-Chat: „Wir lassen Bayerns Familien nicht alleine. Schlechte Noten bedeuten nicht das Ende der Welt!“

Für Schüler und ihre Eltern gäbe es zahlreiche Unterstützungsangebote. Das Zwischenzeugnis diene als Wegweiser“. Es ist noch ausreichend Zeit die Noten-Ziele bis zum Ende des Schuljahres zu erreichen. Mit der ‚Virtuellen Beratungsstelle der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung‘ gibt es unbürokratisch und vertraulich Hilfe durch erfahrene Fachkräfte für Schülerinnen, Schüler und deren Eltern“, so Familienministerin Ulrike Scharf.

Zeugnis-Chat für 
Jugendliche

Am 17. Februar läuft bei der virtuellen Beratungsstelle der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung unter bke-beratung in der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf der Jugendseite ein Zeugnis-Chat. Die Registrierung erfolgt spätestens eine Stunde vorher.
Unterstützung und Hilfe vor Ort leisten auch die 96 Jugendämter und die rund 180 Erziehungsberatungsstellen der bayerischen Kommunen. Zusätzlich stehen Sorgenhotlines wie die „Nummer gegen Kummer“ des Deutschen Kinderschutzbundes unter freecall 116111 (für Jugendliche) oder 0800-1110550 (für Eltern) zur Verfügung. Darüber hinaus berät die staatliche Schulberatung Schülerinnen, Schüler und Eltern (Schulberatung Bayern).
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Kreistag: Gerichtsurteil umgesetzt

Rosenheimer Kreistag: Gerichtsurteil umgesetzt

Landkreis Rosenheim – Der Rosenheimer Kreistag hat am heutigen Mittwoch ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof umgesetzt. Damit ändere sich die Sitzverteilung in zwei Ausschüssen.

Im Rosenheimer Kreistag hat die Ausschussgemeinschaft, bestehend aus FDP, Bayernpartei und ÖDP, in zwei Ausschüssen ihren Sitz verloren. Aufgrund eines inzwischen rechtskräftigen Urteils des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, sprach der Kreistag die freigewordenen Sitze im Jugendhilfeausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss jeweils der SPD zu.
Das höchste bayerische Verwaltungsgericht hatte in seinem Urteil die Vorschriften über Ausschussgemeinschaften in der Bayerischen Landkreisordnung konkretisiert. Demnach dürften sie keine Anwendung finden, wenn dadurch eine nach ihrer Größe ausschussfähige Fraktion oder Gruppe nicht mehr in den Ausschüssen vertreten wäre.

Widerspruch zum verfassungsrechtlichen
Gebot der Spiegelbildlichkeit

Im konkreten Fall hatte die Bildung einer Ausschussgemeinschaft der Kreisräte von FDP, Bayernpartei und ÖDP zur Folge, dass ihnen im Jugendhilfeausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss je ein Sitz zugesprochen wurde und nicht der SPD-Fraktion. Dies widerspricht, so die aktuelle Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, dem verfassungsrechtlichen Gebot der Spiegelbildlichkeit. Gemeint ist damit, dass die Zusammensetzung eines Plenums oder eines Ausschusses eine verkleinerte Abbildung des Wahlergebnisses oder der Wählerschaft darstellen muss.
Die SPD-Fraktion im Rosenheimer Kreistag schickt ab sofort Petra Keitz-Dimpflmeier in den Jugendhilfeausschuss und Alexandra Burgmaier in den Rechnungsprüfungsausschuss.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)

 

 

Närrische Stimmung beim Lumpenball

Närrische Stimmung beim Lumpenball

Rosenheim / Stephanskirchen – Närrische Stimmung herrschte beim Lumpenball des  Rosenheimer Trachtenvereins „Innviertler“ im Gasthaus Antretter in Stephanskirchen. Die Gäste hatten dafür tief in die Lumpenkiste und Schminktöpfe gegriffen.

Die Tanzfläche war den ganzen Abend gut gefüllt. Für musikalische Stimmung sorgte „Stephs House Band“ mit Hits für jeden Geschmack.
Umjubelt war auch die Einlage der „Innviertler-Showtanzgruppe“. Zwischendurch gab es noch eine Ehrung an Franz Stockinger für 10 und Dora Eder für 50 Jahre Mitgliedschaft. Für weitere Stimmung sorgte, mit Hits aus den 80er Jahren, die „Kastenauer Garde“. Und zum Schluss trafen sich alle wieder an der Bar.
(Quelle: Pressemitteilung Trachtenverein „Innviertler / Beitragsbild, Fotos: Trachtenverein Innviertler)

Hier Fotos von der Faschingsgaudi:

Gut gefüllte Tanzfläche

Die Tanzfläche war den ganzen Abend gut gefüllt. Fotos: Trachtenverein „Innviertler“

Die Innviertler-Showtanzgruppe in Aktion

Die Innviertler Showtanzgruppe in Aktion.

Ehrungen von langjährigen Mitgliedern in Faschingskostümen

Auf dem Programm standen auch Ehrungen langjähriger Mitglieder.

Die Innviertler Showtanzgruppe auf einem Bild

Die Innviertler-Showtanzgruppe bekam für ihre Darbietung viel Applaus.

Kastenauer Garde in Aktion

Auch die Kastenauer Faschingsgarde zeigte, was sie kann.

Rosenheims Kreistag stimmt für MVV-Beitritt

Rosenheims Kreistag stimmt für MVV-Beitritt

Landkreis Rosenheim – Der Landkreis Rosenheim wird dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) beitreten. Der Rosenheimer Kreistag hat dies am heutigen Mittwoch mit 58 zu 3 Stimmen beschlossen. Mit Beginn des Winterfahrplans am 10. Dezember dieses Jahres ist der MVV für den Öffentlichen Personennahverkehr und den Schienenpersonennahverkehr in der Region zuständig. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel soll für Bürger meist günstiger und in jedem Fall wesentlich einfacher werden.

Es war eine Entscheidung mit besonderer Tragweite, über die der Rosenheimer Kreistag abstimmte. Festzustellen war dies an ein paar außergewöhnlichen Besonderheiten. Dazu gehörte, dass Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März die Sitzung als Gast verfolgte. Und nach dem eindeutigen Abstimmungsergebnis applaudierten die Kreisräte.

Zu Beginn der Debatte hatte Rosenheims Landrat Otto Lederer daran erinnert, dass der Kreistag schon seit geraumer Zeit daran gearbeitet habe, die Mobilitätswende voranzubringen. „In der Wahlperiode 2014 bis 2020 waren unter anderem ein Nahverkehrsplan und die Vorstudie zur Integration in den MVV in Auftrag gegeben sowie die Ausgaben für den ÖPNV verdreifacht worden. Die 2021 präsentierten Ergebnisse zeigten, dass 84 Prozent der Auspendlerbeziehungen in den MVV-Bereich oder den der Beitrittsgebiete reichen. Aber auch im Tourismus kann der Verkehrsverbund eine wesentliche Rolle spielen. An den vier Wochenenden im August 2021 waren 200.000 Ausflügler aus München in den Landkreis Rosenheim gekommen“, sagte Lederer.

„Wenn wir Umwelt- und Klimaziele erreichen wollen, wenn wir die Kommunen vom Individualverkehr entlasten wollen, wenn wir den Umstieg in den ÖPNV erleichtern wollen, dann braucht es den Beitritt zum MVV.“ Der Landrat fuhr fort: „Wir machen den Bürgern ein niederschwelliges Angebot. Der Beitritt ist ein wichtiger Baustein. Aber dabei darf es nicht bleiben. Wir müssen das Angebot ausbauen und vernetzen.“ Um das zu erreichen, „werden wir jede Bus-Unternehmerin und jeden Bus-Unternehmer brauchen.“

ÖPNV-System
„sozusagen aus einer Hand“

Durch den MVV-Beitritt wird dem Fahrgast ein ÖPNV-System „sozusagen aus einer Hand“ zur Verfügung gestellt. Er benötigt für die gesamte Strecke ein Ticket, unabhängig davon, mit welchem Verkehrsmittel er unterwegs ist. Im gesamten Verbundbereich gilt ein einheitliches Tarifsystem. Die Fahrpläne für Bus und Bahn sind aufeinander abgestimmt und ermöglichen so bessere und einfachere Umstiege. Zudem profitiert ein Fahrgast von einer übergreifenden Fahrplanauskunft sowie von Echtzeitinformationen mit Routing.
Der MVV-Tarif sei meist günstiger als die jetzt noch geltenden Preise. Dafür sorge schon der Wegfall weiterer Tickets und der darin enthaltende Grundpreis. Die entstehenden Mindereinnahmen der Verkehrsunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) müsse der Aufgabenträger, also der Landkreis Rosenheim, ausgleichen. Die Verluste im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) würden für die ersten fünf Jahre mit mindestens 90 Prozent vom Freistaat Bayern aufgefangen werden. Danach würde der Staat die Verluste vollständig übernehmen.

In der Planung des Landkreis-Haushalts sind ab dem kommenden Jahr jährlich 2 Millionen vorgesehen. Rund 1,2 Millionen Euro davon dienen dem Ausgleich von Mindereinnahmen von Bus- und Schienenverkehrsunternehmen. Durch die Einführung des Deutschlandtickets könnte sich diese Summe auf gut 1 Million Euro reduzieren. Weitere maximal 800.000 Euro werden jährlich für sogenannte Regieleistungen des MVV fällig. Dazu gehören beispielsweise die Tarif- und Ticketentwicklung, eine analoge und digitale Fahrgastinformation, Marketing und Pressearbeit, die Planung von Regionalbussen oder die Organisation von Handy Online Tickets oder der Vertrieb von Schülerfahrkarten.

Zudem fallen durch den MVV-Beitritt für den Landkreis Rosenheim einmalige Investitionskosten in Höhe von 365.000 Euro an. Unter anderem werden damit noch in diesem Jahr die Vertriebssysteme ertüchtigt, stationäre und mobile Verkaufsgeräte umgerüstet, Entwerter angeschafft oder Haltestellenmasten ergänzt. Zudem fallen für den Beitritt zur Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH einmalige Kosten in Höhe von bis zu 12.500 Euro für den Erwerb eines Gesellschafteranteils durch den Landkreis Rosenheim an.

Der Kreistag ermächtigte Landrat Otto Lederer, alle notwendigen Verträge bzw. Vereinbarungen zum Verbundbeitritt zu unterzeichnen. Durch den Beschluss des Kreistags ist mit dem Eintritt in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund zum 10. Dezember 2023 im Nahverkehrsplan des Landkreises der MVV-Verbundtarif verbindlich anzuwenden.

Christian Bernreiter:
„Tolles Signal aus der Region“

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat sich bereits positiv zur Entscheidung des Rosenheimer Kreistages geäußert: „Es ist ein tolles Signal für den ÖPNV in der gesamten Region, dass sich der Landkreis Rosenheim nun als erster von mehreren Beitrittskandidaten im Kreistag abschließend für einen Beitritt zum MVV entschieden hat. Sollten sich auch die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und die Stadt Rosenheim, bei denen die abschließende Entscheidung in Kürze ansteht, für einen Beitritt entscheiden, würde das gemeinsame Verkehrssystem ab Dezember 2023 zehn Landkreise, die Stadt Rosenheim und die Landeshauptstadt München umfassen. In den nächsten Jahren könnten dann sogar noch weitere Landkreise und Städte dazukommen. Für die Fahrgäste bietet das viele Vorteile, denn sie profitieren im gesamten Verbundgebiet von einheitlichen und meist auch günstigeren Ticketpreisen, abgestimmten Fahrplänen und einheitlichen Fahrgastinformationen. Das erleichtert den Zugang zum ÖPNV ungemein. Weil leistungsfähige Verkehrsverbünde für die Entwicklung des ÖPNV vor Ort so wichtig sind, übernimmt der Freistaat einen Großteil der anfallenden Kosten für Verbundbeitritte und -neugründungen.“
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Riedering, Landkreis Rosenheim, 1930er

Riedering, Landkreis Rosenheim, 1930er

Riedering / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1930er Jahre. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Gemeinde Riedering im Landkreis Rosenheim. 

Im Fokus der Aufnahme steht die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt – ein Neubau des 19. Jahrhunderts. Ansonsten gab es natürlich zu dieser Zeit noch wesentlich weniger Bebauung.
(Quelle. Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)