„Ressourcen mittlerweile einfach begrenzt“

„Ressourcen mittlerweile einfach begrenzt“

Landkreis Rosenheim – Die Unionsfraktion lud Bürgermeister und Landräte aus ganz Deutschland zu einem Austausch über MIgration und Integration ein. Mit dabei war auch Rosenheims Landrat Otto Lederer.

Mehr als 200 Teilnehmer folgten der Einladung. Das Motto lautete „Wir hören zu“. Neben einer Podiumsdiskussion stand auf dem Programm auch Austausch. Nach Meinung von Rosenheims Landrat Otto Lederer war der Kommunalgipfel zur Asyl- und Flüchtlingspolitik wichtig und auch erfolgreich: „Zahlreiche Vertreter der Kommunen aus allen Bundesländern sind zusammengekommen und haben sachlich, fokussiert und detailliert ihre Probleme und Herausforderungen geschildert. sie haben aber auch klare Forderungen an die Bundesregierung gestellt.
Eines sei besonders deutlich geworden: „Die Landkreis und Kommunen im gesamten Bundesgebiet geben derzeit ihr Bestes, Geflüchtete aufzunehmen und unterzubringen. Klar ist aber auch, dass die Ressourcen mittlerweile einfach begrenzt sind – und zwar nicht nur beim Thema Wohnraum“. Auch bei den ehrenamtlichen Helferkreisen, bei den hauptamtlichen Integrationshilfen und auch in Kitas und Schulen seien die Kapazitätsgrenzen erreicht.

Kommunen haben gemeinsam
Maßnahmenkatalog erarbeitet

„Die Bundesregierung muss sich deswegen verstärkt mit dem Thema auseinandersetzen, die Sorgen, Probleme und Nöte der Kommunen hören und daraus möglichst schnell Konsequenzen ziehen“, so die Meinung von Landrat Otto Lederer. Für ihn steht fest: „Der Bundeskanzler muss dieses Thema zur Chefsache machen.“ Ein entsprechender Maßnahmenkatalog mit Vorschlägen der Kommunen liege ihm bereits vor. Der Asylgipfel unterstreiche die Geschlossenheit der Kommunen bezüglich ihrer Forderungen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Borkenkäfer: Erster Schwarmflug ab Mitte April

Borkenkäfer: Erster Schwarmflug ab Mitte April

München / Bayern – Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber rechnet auch heuer bayernweit mit einer starken Ausbreitung des Borkenkäfers. Denn auf Grund der milden Witterung im vergangenen Jahr konnte der Waldschädling eine hohe Ausgangspopulation aufbauen.

Die Ministerin ruft deshalb alle Waldbesitzer jetzt zum Handeln auf: „Wir erwarten ab Mitte April den ersten Schwärmflug. Zuvor müssen dringend alle befallenen Bäume aus dem Wald gebracht werden. Die Waldbesitzer sollten deshalb die nächsten Wochen nutzen, um ihre Wälder intensiv auf Käferbefall zu kontrollieren“. Der Forstministerin zufolge ist diese vorbeugende Bekämpfung im Frühjahr auch in Regionen wichtig, in denen es bisher noch wenige Borkenkäfer-Schäden gab.

Rotverfärbte Kronen können
Anzeichen für Befall sein

Stämme, Kronen oder stehende Bäume, in denen die Käfer überwintert haben, sollten zügig aufgearbeitet und das Holz abgefahren oder im Abstand von mindestens 500 Metern zum nächsten Fichtenwald gelagert werden. Anzeichen für befallene Bäume sind häufig rotverfärbte Kronen, grüne Nadeln am Boden oder abgefallene Rinde. Im Zweifel hilft auch ein Blick unter die Rinde.
Sind Borkenkäfer vorhanden, gelte es schnell zu handeln und auch die umliegenden Bäume intensiv zu untersuchen. Unterstützung und Beratung erhalten die Waldbesitzer von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie von den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen. Aktuelle Infos zur Borkenkäfergefahr und eine Praxishilfe zum Erkennen von Befall gibt es im Internet unter www.borkenkaefer.org. Für Fragen und Informationen zur waldbaulichen Förderung sollten sich die Waldbesitzer an den zuständigen Beratungsförster wenden. 
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Lösung für Eichfeldstraße scheint gefunden

Lösung für Eichfeldstraße scheint gefunden

Rosenheim – Der Fortbestand der Eichfeldstraße im Rahmen des Verkehrskonzepts für Alt-Happing ist, laut einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt Rosenheim, durch einen Grundstückstausch gesichert. Die Unstimmigkeiten über die Besitzverhältnisse an Teilen der Eichfeldstraße, die zuletzt Gegenstand vor Gericht waren, seien beigelegt worden.

Dem Gerichtsurteil nach hätte der Eigentümer Christof Huber die auf seinen Flächen gelegene Straße zurückbauen dürfen. Auf Initiative von Oberbürgermeister Andreas März und Christof Huber wurde ein letzter Versuch unternommen, die Angelegenheit doch noch einvernehmlich beizulegen. Mit dem notariell beglaubigten Grundstückstausch finde die Angelegenheit nun ihren erfolgreichen Abschluss.
„Ich bin begeistert, dass uns dies gelungen ist und danke Christof Huber für seine konstruktive Gesprächsbereitschaft im Rahmen unserer Verhandlungen“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März.
Christof Huber fügt hinzu: „Dem Oberbürgermeister Andreas März liegt das Wohl der Stadt am Herzen, dem auch ich mich verpflichtet fühle. Ich freue mich, dass wir im Rahmen konstruktiver und respektvoller Gespräche eine außergerichtliche Lösung gefunden haben.“

Sperrung für den Autoverkehr vorgesehen

Das Verkehrskonzept sieht für die Eichfeldstraße eine Sperrung des Autoverkehrs zwischen der Tierklinik und der Gaststätte vor. Dieser Bereich soll zum Geh- und Radweg umgewidmet werden. Weitere Abschnitte werden laut aktueller Planung als Fahrradstraße ausgewiesen und dürfen von Kraftfahrzeugen nur noch von Anliegern genutzt werden.
„Die Eichfeldstraße bleibt bestehen und sowohl Sportverein als auch Gaststätte sind weiterhin erreichbar. Außerdem wurde mit Christof Huber eine Gesprächsbasis geschaffen, die es ermöglicht, auch anderweitige Themen wie den Ausbau der Happinger-Au-Straße oder den Fortbestand des City Golfs auf den Weg zu bringen“, erklärt Oberbürgermeister März abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Coypright Stadt Rosenheim)

 

Kaufhaus Juhasz, Rosenheim, 1960er

Kaufhaus Juhasz, Rosenheim, 1960er

Rosenheim – Heute präsentieren wir Euch in unserer historischen Rubrik das erste Hochaus in Rosenheim. 1960 zog das Kaufhaus Juhasz ein – um diese Zeit herum dürfte auch diese historische Aufnahme entstanden sein. 

Der Bau von Rosenheims ersten Hochhaus an der Ecke Münchener-/Samerstraße war mit zahlreichen Hindernissen verbunden. Zunächst wollte die Regierung von Oberbayern, laut stadtarchiv.de, Häuser mit mehr als vier Stockwerken nur für Großstädte zulassen.
Dann wurde es doch ermöglicht und errichtet wurde ein 34 Meter hohes, zehnstöckiges Gebäude. Am 26. November 1956 wurde Richtfest gefeiert und am 5. April 1957 zog das Kaufhaus Juhasz im bereits fertiggestellten Erdgeschoss ein – das Einkaufsparadies schlechthin zu dieser Zeit. Auf rund 700 Quadratmeter Verkaufsfläche und 26 Abteilungen gab es von Schuhen und Lederwaren über Spielwaren, Haushalts- und Elektrogeräten und Lebensmittel bis hin zu Schmuck und Mode alles, was das Herbst begehrte. Im Jahr 1960 wurde das Kaufhaus auf den ersten Stock erweitert und bot eine weitere Attraktion – Rosenheims erste Rolltreppe.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Kastenauer Brunnen für Palmsonntag geschmückt

Kastenauer Brunnen für Palmsonntag geschmückt

Kastenau / Rosenheim – Am kommenden Sonntag, 2. April, feiern katholische Gläubige Palmsonntag. Dazu gehört auch vielerorts das Schmücken der Osterbrunnen. So geschehen jetzt auch im Rosenheimer Stadtteil Kastenau.

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. An diesem Tag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Rund um den Palmsonntag herum gibt es viele Bräuche, wie das Schmücken des Osterbrunnens. Ursprünglich kommt dieser Brauch aus der Fränkischen Schweiz. Seit den 1980er Jahren ist er auch in weiten Teilen Süd-, Mittel- und Ostdeutschlands verbreitet.
Auch in der Pfarrei Heilige Familie Kastenau ist der Brunnen im Pfarrhof jetzt bereit für den Palmsonntag. Auf dem Programm steht dann um 10 Uhr die Segnung der Palmzweige im Pfarrhof. Anschließend findet ein Familiengottesdienst mit Kindergarten und Kinderchor statt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Hannelore Maurer)

Vulkan-Spaß in den Osterferien

Vulkan-Spaß in den Osterferien

Rosenheim – In den Osterferien wird es in diesem Jahr heiß! Das Rosenheimer Ausstellungszentrum Lokschuppen bietet in der Ausstellung Vulkane nicht nur Spannendes zu den Feuerbergen rund um Welt. Für Familien gibt es auch kreative Workshops an verschiedenen Terminen.

Stoffbeutel zu bemalen. Foto: Lokschuppen Rosenheim

Das Thema „Vulkan“ kreativ umgesetzt. Fotos: Lokschuppen Rosenheim

Sie eignen sich für Kinder ab 7 Jahren. Auch jüngere Kinder sind willkommen, sollten dann aber in Begleitung der Eltern sein. Beim Osterworkshop bedrucken Erwachsene und Kinder Stoffbeutel mit Stempel. So entstehen passend zur Ausstellung individuell gestaltete Vulkane auf den Beuteln. Die Workshops finden jeweils von 12 bis 13 Uhr statt. Tickets, Termine und Workshops gibt es im Webshop auf der Homepage www.lokschuppen.de.

Auch in der Ausstellung Vulkane gibt es für Kinder viel zu erleben.
Besonders beliebt ist der lautstarke und bildgewaltige Vulkanausbruch auf der 20 Meter breiten und 4,50 Meter hohen Leinwand. So nah kommt man einem Ausbruch sonst nie! In einem virtuellen Aufzug reisen Klein und Groß zum Mittelpunkt der Erde. Um in die Tiefe zu gelangen, müssen allerhand Aufgabe an der Medienstation erledigt werden. Im Forscherdeck gibt es Raum für Experimente. Welche Steine können schwimmen, und welche nicht? Das kann man selbst ausprobieren. An mehreren Stationen gibt es Vulkangeschichten zum Nachhören- so etwa das Logbuch über den Vulkanausbruch im Jahr 2021 auf La Palma, oder Mythen über die Vulkane. Noch ein Tipp für Familien: Montags ist Familientag mit ermäßigten Eintrittspreisen.
(Quelle: Pressemitteilung Lokschuppen Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Lokschuppen Rosenheim)

Neues von Bavaria, Recka und Dagmar

Neues von Bavaria, Recka und Dagmar

Berchtesgaden / Hilpoltstein – Gute Nachricht von den drei  ausgewilderten Bartgeiern in Berchtesgaden: Bavaria, Recka und Dagmar sind wohlauf. Nach der Winter bedingten Pause senden sie wieder regelmäßig GPS-Daten.

Die GPS-Sender von Bavaria, Recka und Dagmar, den drei bisher vom bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und dem Nationalpark Berchtesgaden ausgewilderten jungen Bartgeiern, senden endlich wieder verlässlich neue Daten. In den letzten Monaten war das laut Naturschutzverband LBV nur lückenhaft möglich, weil die schwache Wintersonne zu wenig Energie für die Solarzellen der Sender lieferte. Mit steigender Tagesdauer sind nun die Akkus wieder ausreichend aufgeladen, um täglich Positionsmeldungen zu schicken. „Wir hatten nie Grund zur Sorge, dass es den Geierdamen nicht gut geht, auch weil wir immer wieder Fotos und Videos geschickt bekamen. Die jetzt wieder regelmäßig bei uns eingehenden Daten sind für das gesamte Projektteam spannend zu beobachten“, so LBV-Bartgeierexperte Toni Wegscheider. Seit Projektbeginn können Interessierte die Flugrouten der drei bayerischen Bartgeier durch die Alpen dank der auf dem Rücken der Vögel angebrachten GPS-Rucksäcke online auf einer Karte mitverfolgen unter www.lbv.de/bartgeier-auf-reisen.

Bartgeierdame Dagmar
ist äußerst flugfreudig

„Während derzeit in den europäischen Zuchtzentren des Erhaltungsprogramms die jungen Bartgeier für die kommende Auswilderungssaison aus den Eiern schlüpfen, ist es schön zu sehen, dass die drei bayrischen Bartgeier wohlauf sind und sich bestens in ihrem Lebensraum in den deutsch-österreichischen Ostalpen eingelebt haben“, sagt Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel. Die 2022 ausgewilderte Dagmar hat seit letztem Herbst äußerst flugfreudig große Teile des Alpenraums von Südtirol über die Zentralalpen bis ins Allgäu erkundet. Ihr Sender konnte dabei durch die langen Flugstrecken immer etwas Akkuleistung aufrechterhalten und so viele Daten liefern. Recka und die ein Jahr ältere Bavaria zeigten sich dagegen relativ standorttreu und hielten sich über den Winter in den Berchtesgadener und Salzburger Alpen auf.

Dabei sind die Projektmitarbeitenden von LBV und Nationalpark neben den Senderdaten und gelegentlicher eigener Sichtungen auch auf Meldungen aufmerksamer Beobachte angewiesen, anhand derer sich das Projektteam vom guten Gesundheitsstatus der Geier überzeugen konnte. „In den letzten Monaten haben uns zum Beispiel schöne Videos der kreisenden Dagmar aus einem Skigebiet, von Recka aus einem dicht mit Gämsen besiedelten Revier in Österreich sowie gestochen scharfe Fotos von Bavaria aus dem Nationalpark Berchtesgaden erreicht“, freut sich Toni Wegscheider. Solche Aufnahmen können neben dem genauen Aufenthaltsort wichtige Informationen über den jeweiligen Vogel, mögliche Interaktionen mit anderen Wildtieren oder auffällige Verhaltensweisen liefern. Auch wenn die Sender nun wieder aktiv sind, bittet das Projektteam auch weiterhin Naturinteressierte und Wandernde um ihre Meldungen von möglichen Bartgeierbeobachtungen mit Foto oder Video an bartgeier@lbv.de

Sicherheitsgespräch in Wasserburg

Sicherheitsgespräch in Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim –  Die Straftaten im Dienstbereich der Polizei Wasserburg am Inn gingen 2022 insgesamt zurück. Diebstähle haben aber um gut 23 Prozent zugenommen. diese Zahlen gehen aus dem Sicherheitsbericht 2022 hervor, der jetzt vorgestellt wurde.

 

 

Grafik Kriminalitätsentwicklung im Dienstbereich der Polizei Wasserburg am Inn in den vergangenen fünf Jahren

Auf der Grafik zu sehen ist die Kriminalitätsentwicklung der vergangenen fünf Jahre im Dienstbereich der Polizei Wasserburg am Inn. Grafik: Copyright Polizeiinspektion Wasserburg

Die Polizei Wasserburg am Inn traf sich am 29.03.23 mit den Bürgermeistern und Vertretern der Stadt Wasserburg sowie der Gemeinden im Dienstbereich zu einem Sicherheitsgespräch. Der Leiter der Polizeiinspektion, Erster Polizeihauptkommissar Steinmaßl, erläuterte im Rahmen eines regen Informationsaustauschs den Sicherheitsbericht 2022 und informierte über die Kriminalitätsentwicklung und Verkehrslage des vergangenen Jahres. Anschließend bekamen die Rathauschefs die Gelegenheit, das neue Gebäude der Polizeiinspektion zu besichtigen.

Hier die Pressemeldung dazu im Wortlaut:

Kriminalitätsentwicklung

Mit den Gemeinden, Albaching, Amerang, Babensham, Edling, Eiselfing, Griesstätt, Pfaffing, Ramerberg, Rott am Inn, Schonstett, Soyen und der Stadt Wasserburg am Inn betreut die Polizei Wasserburg rund 46.300 Einwohner auf 326 qkm Dienstbereichsfläche. Zur Anzahl der Bürger kommen noch etwa 42.500 zugelassene Fahrzeuge im Dienstbereich.

Im Jahr 2022 wurden im Dienstbereich der Polizei Wasserburg insgesamt 1.216 Straftaten (2021: 1.342) in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 126 Straftaten bzw. 9,4 %.
Die Aufklärungsquote ist mit 69,3 % (Vorjahr 77,9 %) zurückgegangen, was jedoch immer noch einen sehr guten Wert darstellt. Somit wurden von den 1.216 Straftaten 843 aufgeklärt.

Als Gradmesser für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung dient die Häufigkeitszahl, die im Dienstbereich der Polizei Wasserburg bei einem Wert von 2628 pro 100.000 Einwohner (2021: 2.921) lag.

2022 wurden 735 Tatverdächtige (2021: 705) ermittelt. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag bei 166 bzw. 22,6 % (2021: 28,2 %). Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen lag zusammen bei 153 bzw. 20,8 % (2021: 119 bzw. 16,9 %). Somit liegt der Anteil der erwachsenen Tatverdächtigen bei 79,2 % (582 Personen).

Gegenüber dem Vorjahr hat die Anzahl der Diebstähle insgesamt um 23,2 % zugenommen (255 Fälle zu 207 im Vorjahr-VJ).

Sonstige einfache Diebstähle stiegen hierbei sogar um 36,7 % (205 Fälle zu 150 im VJ), während schwere Diebstähle um 12,3 % (50 Fälle zu 57 im VJ) zurückgingen. In dieses Segment fallen u.a. die schweren Diebstähle in/aus Diensträumen/Büros/ Werkstätten, die mit 4 Fällen zum Vorjahr gleichgeblieben sind.

Der Wohnungseinbruchsdiebstahl hat 2022 wieder ein Niveau ähnlich der „Vor-Corona-Zeit“ erreicht. Mit 7 Taten zu einer Tat im Vorjahr ist hierbei eine Zunahme zu verzeichnen (+ 6 Taten). Man kann behaupten, dass 2021 in dieser Hinsicht ein positives Ausnahmejahr war.

Im Diebstahlsegment sind noch der Ladendiebstahl und der Diebstahl an/aus Kfz besonders erwähnenswert, da hierzu Steigerungen zu verzeichnen waren. 2022 sind Ladendiebstähle 45-mal zur Anzeige gebracht worden. Im Vorjahr waren es noch 24 (+ 21, 87,5 %). Bei den Diebstählen an/aus Kfz mussten 30 Taten zu 18 im Vorjahr (+ 12, 66,7 %) bearbeitet werden.

Ein nur sehr geringfügiger Rückgang um einen Fall ist bei den Fahrraddiebstählen zu melden; 19 Fälle zu 20 im Vorjahr.

Die Gewaltkriminalität (bzw. Rohheitsdelikte), die neben den klassischen Gewaltdelikten wie Körperverletzung auch Raub und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, wie Nötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung und Nachstellung (Stalking) beinhaltet, ist nach einer deutlichen Zunahme im Vorjahr nun im Jahr 2022 wieder auf ein moderates Niveau zurückgegangen; Abnahme um 28,8 % (277 Fälle zu 389 im VJ).

Die einfache Körperverletzung nahm dabei um 136 Taten deutlich ab (272 im VJ, – 50 %). Bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung ist jedoch eine leichte Zunahme um 7 Fällen auf 53 Taten (46 im VJ) zu melden; eine Zunahme um 15,2 %.

Die Sexualstraftaten (bzw. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung) nahmen erneut zu; von 42 auf 50 Anzeigen (+ 19 %). Der Schwerpunkt lag dabei bei der Verbreitung pornografischer Inhalte mit 22 Taten zu 19 im Vorjahr.
Die Aufklärungsquote bei den Sexualstraftaten betrug 82 %, was 41 geklärte Fälle bedeutet.

2022 stiegen die Sachbeschädigungen abermals, aber moderat um 1,8 % (174 zu 171 im VJ). Dabei kam es zu einer Zunahme bei den Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum (auf Straßen, Wegen oder Plätzen) von 27 auf 39 Anzeigen (+ 12 %).

Der sogenannte Waren- und Warenkreditbetrug, der hauptsächlich im Online-Handel bzw. auch bei Online-Auktionsportalen zum Tragen kommt, ging um 17 Anzeigen (26 zu 43 Taten im VJ, – 39,5 %) zurück. Es muss jedoch dabei berücksichtigt werden, dass hierbei die aus dem Ausland verübten Taten nicht in der Inlandsstatistik widergespiegelt werden.

Die Rauschgiftkriminalität hat mit 140 Fällen zu 122 im Vorjahr um 7 % erneut zugenommen. Mit erfolgreichen Kontrollen und Ermittlungsverfahren konnte damit das sogenannte Dunkelfeld weiter aufgehellt werden.

2022 gab es 11 sogenannte Widerstände und tätliche Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte. Im Vorjahr waren es noch 25 Delikte (- 14 %).

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2022 auf 605.148 €. Im Vorjahr betrug die Schadenssumme noch 965.443 €.

Verkehrslage

Im Jahr 2022 ereigneten sich im Dienstbereich der Polizei Wasserburg 1.397 Verkehrsunfälle (2021: 1.363). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 34 Unfälle bzw. 2 %.
Drei Personen wurden dabei getötet (2021: 6) und 273 verletzt (2021: 193).

In der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle sind 503 sogenannte Wildunfälle (Unfälle mit Wildtieren) beinhaltet.

207 Verkehrsunfälle wurden wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort (2021:175) erfasst. Die Aufklärungsquote lag bei 36,71 %

Als Hauptunfallursachen wurden „Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren“ verzeichnet.

Bei den Unfällen mit schweren Folgen ist immer noch der Konsum von Alkohol und berauschender Mittel eine sehr häufige Ursache. Den 21 Alkohol- und Drogenunfällen im vergangenen Jahr stehen fast dreimal so viele (57) folgenlose Fahrten gegenüber, die rechtzeitig festgestellt und beendet werden konnten, bevor etwas passierte.

Es wurden 2022 zwei Schulwegunfälle erfasst, bei denen die Kinder jeweils zum Glück nur leicht verletzt wurden. Einer ereignete sich in Rott, wo ein Kind beim Queren der Straße von einem abbiegenden Auto erfasst wurde. Der zweite war in Wasserburg, wo ebenfalls ein Kind beim Queren der Straße verletzt wurde.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild, Grafik: Copyright Polizeiinspektion Wasserburg)

Trunkenheitsfahrten mit Folgen

Trunkenheitsfahrten mit Folgen

Brannenburg / Neubeuern / Samerberg / Landkreis Rosenheim – Am gestrigen Donnerstag hatte die Polizeiinspektion Brannenburg mit diversen Trunkenheitsdelikten im Dienstgebiet zu tun.

Schon in den frühen Morgenstunden fiel den Beamten im Rahmen der Schulwegkontrolle im Ortsgebiet Neubeuern ein verdächtiger Pkw auf. Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle wurde starker Alkoholgeruch aus dem Fahrzeug wahrgenommen. Der 70-jährige ortsansässige Fahrzeugführer hatte bei einem durchgeführten Atemalkoholtest, laut den Angaben der Polizei, einen Promillewert von 1,2. Daraufhin musste dieser sich einer Blutentnahme unterziehen. Zudem wurde der Führerschein sichergestellt und eine mögliche Weiterfahrt unterbunden. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.
In den Abendstunden sollte ein Pkw im Ortsgebiet Raubling einer Kontrolle unterzogen werden. Auch hierbei wurde wieder Alkoholgeruch im Fahrzeug wahrgenommen. Der 56-jährige hatte beim durchgeführten Atemalkoholtest einen Wert von 0,98 Promille. Dem Fahrzeugführer wurde die Weiterfahrt untersagt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Den Raublinger erwartet nun ein Fahrverbot von einem Monat sowie eine empfindliche Geldbuße und zwei Punkte im Fahreignungsregister.

Neben Alkohol- auch Marihuanageruch

Zeitgleich wurde durch eine weitere Streifenbesatzung im Ortsgebiet des Samerbergs ein Pkw kontrolliert. Aus dem Fahrzeuginneren konnte neben Alkohol- auch Marihuanageruch wahrgenommen werden. Der durchgeführte Atemalkoholtest wies einen Wert von deutlich über 0,5 Promille auf. Zudem konnte im Rahmen der Kontrolle das genannte Betäubungsmittel aufgefunden werden. Aufgrund des Verdachts eines Mischkonsums musste der 38-Jährige eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Neben dem Bußgeldverfahren muss sich der Samerberger ebenfalls für den Besitz von Betäubungsmitteln verantworten. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung konnten weitere geringe Mengen Marihuana sichergestellt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Brandmelder schlägt an

Brandmelder schlägt an

Stephanskirchen – Eine 18-jährige wollte sich gegen 21 Uhr am gestrigen Abend in Stephanskirchen noch schnell ein Essen zubereiten. Sie ging aus der Küche, das Essen brannte an und der Brandmelder wurde ausgelöst.

Zu dem Feuerwehreinsatz kam es am gestrigen Donnerstag gegen 21 Uhr in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Mühlstraße. Die Rettungskräfte mussten zum Glück nur kurz eingreifen und die verbrannten Speisereste ablöschen. Danach wurden die Räume kurz gelüftet und konnten anschließend wieder betreten werden.
Gegen die 18-jährige wurde ein Bußgeldverfahren aufgrund eines Verstoßes nach den Brandverhütungsvorschriften eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Randale nach ein paar „Kurzen“

Randale nach ein paar „Kurzen“

Rosenheim – Zuerst tickte eine 46-jährige in Rosenheim im Hausflur eines fremden Hauses aus. Kurze Zeit später wälzt sie sich schreiend in einem Supermarkt auf dem Boden. Ihre Begründung für das seltsame Verhalten: sie hatte Sekt und ein paar „Kurze“ getrunken.

Gegen 15 Uhr am gestrigen Donnerstag erhielt die Rosenheimer Polizei von Anwohnern in der Aventinstraße die Mitteilung, dass sich im Hausflur eine unbekannte Frau aufhält, die wild schreie.
Nach den Angaben der Polizei war die 46-jährige sichtlich alkoholisiert. Die Beamten sprachen einen Platzverweis aus. Die Frau gab an, jetzt nach Hause zu gehen. Dem war aber nicht so. 15 Minuten später bekam die Polizei die nächste Mitteilung. Diesmal randalierte die 46-jährige in einem Supermarkt in der Aventinstraße. Sie wurde von der Rosenheimer Polizei in Gewahrsam genommen und schlief ihren Nachmittags-Rausch in einer Zelle der Rosenheimer Polizei aus.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Kind angefahren – Fahrer fährt weiter

Kind angefahren – Fahrer fährt weiter

Rosenheim – Ein Autofahrer hat in Rosenheim einen zwölfjährigen Radler angefahren. Dieser stürzte zu Boden. Der Autofahrer hielt kurz an, fragte, ob etwas passiert sei und setzte seine Fahrt fort.

Der Vorfall ereignete sich am gestrigen Donnerstag gegen 15.30 Uhr in der Äußeren Münchener Straße / Am Gries. Der Zwölfjährige aus dem Stadtgebiet Rosenheim wollte die Straße überqueren. Als die Ampel für ihn „Grün“ zeigte radelte er los. Gleichzeitig fuhr der Autofahrer an und wollte nach links in Fahrtrichtung Kolbermoor abbiegen. Beim Abbiegevorgang übersah er, nach den Angaben der Polizei, den entgegenkommenden Radfahrer. Die Fahrzeuge krachten ineinander. Der Zwölfjährige stürzte zu Boden und verletzte sich leicht im Arm-/Oberkörperbereich. 
Der Autofahrer fuhr weiter ohne seine Daten zurückzulassen.
Zeugen werden gebeten, sich mit der Rosenheimer Polizei unter Telefon 08031 / 200-2200 in Verbindung zu setzen. Ermittelt wird wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. 
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)