Kaninchen richtig zusammenführen

Kaninchen richtig zusammenführen

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Am liebsten im Team. Kaninchen leben gern mit ein oder zwei Artgenossen zusammen und bilden eine feste Hierarchie in ihrer Gruppe. Kommt ein neuer Hoppler in die Runde, kann die Rangordnung auf die Probe gestellt wurden. Hier Tipps und Kniffe für Kaninchen-Halter vom Industrieverband Heimtierbedarf.

Für Kaninchen ist die Haltung als Partnertiere oder kleine Gruppe unbedingt erforderlich, damit sie ihr natürliches Verhalten zeigen können. Neben der Kommunikation untereinander zählen dazu beispielsweise auch gegenseitige Fellpflege und gemeinsames Spielen.
Wer sich die ersten Kaninchen zulegen möchte, sollte daher sofort mindestens paarweise denken. Wenn man weitere Kaninchen aufnehmen möchte oder einen neuen Partner für ein Einzeltier sucht, muss man sich darauf vorbereiten, die Tiere zu vergesellschaften. Damit sie sich gut vertragen, sollten Halter darauf achten, dass die Neuankömmlinge zur Gruppe passen und es ausreichend Zeit zur Gewöhnung aneinander gibt.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Schon bei der Auswahl der einzelnen Tiere können Halter möglichst gute Startbedingungen schaffen. „Am einfachsten klappt es in der Regel, wenn die Tiere etwa gleich alt und ähnlich groß sind. Hat man bereits ältere Kaninchen und möchte ein neues dazuholen, kann man auch gut ein Jungtier wählen, weil es in die bestehende Rangordnung hineinwächst und sich vielleicht erst später einmal behaupten will“, sagt Dr. Maximilian Reuschel, Tierarzt an der Klinik für Heimtiere, Reptilien und Vögel der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Beginnt man ganz neu mit einem Pärchen aus Kaninchen-Jungtieren, dann wachsen diese in der Regel sehr problemlos in ihre neue Partnerschaft hinein.

Ein neutraler Start

Zieht ein neues Kaninchen ein, sollte es erst einmal ein bis zwei Wochen Zeit bekommen, sich von dem stressigen Umzug zu erholen. Vorhandene und neue Tiere werden dann für einige Zeit auf neutralem Gebiet zusammengeführt, weil dort keine Revieransprüche bestehen. Das kann etwa Freilauf im Badezimmer oder einem anderen Zimmer als gewohnt sein; bei geeigneten Temperaturen bietet sich aber auch ein Außengehege auf dem Balkon oder im Garten an. Dann müssen sich alle Tiere neu orientieren. Wichtig ist, dass ausreichend Platz ist, damit sie sich auch einmal zurückziehen können, aber nicht zu viel Platz, bei dem sie sich grundsätzlich aus dem Weg gehen könnten. Sackgassen, in denen ein Tier in die Enge getrieben werden kann, sollte man vermeiden.
„Diese Neutralität schwindet natürlich ein Stück weit, wenn ich schon eine größere vorhandene Gruppe habe und ein neues Kaninchen dazukommen soll. Dann ist zwar der Ort neutral, die alte Gruppendynamik bleibt aber bestehen. Und es kann durchaus sein, dass das neue Tier erst einmal ausgeschlossen wird“, sagt der Tierarzt. Bei einem neuen Tier für eine größere Gruppe sollte also immer wohl überlegt sein, ob das gerade passt.

Kämpfe um die Rangordnung

Allgemein geht es bei der Zusammenführung von Kaninchen oft relativ heftig zu. In Kämpfen tragen sie ihre Rangordnung aus. Entsprechend sollten alle Tiere vor der Vergesellschaftung vollständig bei Kräften und gesund sein. Gerade in den ersten Stunden sollte man regelmäßig nach dem Rechten sehen und bei Bedarf von zu heftigen Kämpfen ablenken. Solange keine Verletzungen entstehen, sollte man die Tiere aber nicht wieder trennen. Dr. Reuschel betont, dass das sogar kontraproduktiv sein könnte: „Diese Kämpfe gehören bei Kaninchen einfach dazu. Wenn ich die Tiere jetzt noch mal über Nacht trenne, dann müssen sie morgen fast von Neuem beginnen. Selbst wenn sie im selben Raum bleiben und sich noch riechen können, staut sich die Aggression dann auf, bis sie wieder zusammenkommen.“ Diese Art der Vergesellschaftung kann zwar funktionieren, ist in der Regel aber heftiger und dauert meist länger.
Haben die Kämpfe aufgehört und die Kaninchen sitzen ruhig zusammen und fressen nebeneinander, dann können sie in ihr gemeinsames Gehege einziehen. Kämpfe sollte es dort nur noch vereinzelt zu Beginn geben. Über die kommenden Wochen gewöhnen sich die Tiere noch weiter aneinander und wachsen als Gruppe zusammen.

Zeit und Geduld mitbringen

Wie lange die Vergesellschaftung dauert, unterscheidet sich mitunter stark von einigen Tagen bis wenigen Wochen. Halter sollten daher Geduld mitbringen und die Tiere beobachten. Allerdings „können Kaninchen in seltenen Fällen auch einfach nicht-kompatibel sein. Das kennen wir unter uns Menschen ja auch. Wenn sich zwei sprichwörtlich nicht riechen können, dann kann man irgendwann nichts mehr tun und sollte den Stress beenden“, so der Experte.
Steht nach einer erfolgreichen Zusammenführung ein Tierarzttermin oder auch ein Aufenthalt in der Klinik für ein Kaninchen an, rät Dr. Reuschel, gleich alle Tiere mitzubringen. Sonst könnte eine neue Vergesellschaftung notwendig werden, wenn die Bande noch nicht stark genug sind.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls: Erste Punktespiele bei den U20-Junioren

Starbulls: Erste Punktespiele bei den U20-Junioren

Rosenheim – Die U20-Junioren der Starbulls Rosenheim starteten am Wochenende mit den ersten Punktspielen erfolgreich in die Eishockey-Saison.

Am vergangenen Samstag begann der offizielle Saisonstart für die U20-Junioren, der Findungsgruppen A und B. Den Anfang machten hier in der Findung B-Gruppe 2 die Starbulls Rosenheim. In der Saison 2023/24 wurden im Bereich der U20 einige Anpassungen vorgenommen.
So werden in der DNL – bis auf die Qualifikationsrunden 3 Nord/Süd – erstmals Evaluierungsrunden (Findungsrunden) ausgetragen, aus denen die darauf aufbauenden Runden abgeleitet werden.
Aus den Findungsgruppen A und B entstehen die Top Division, die Qualifikationsrunde 1 (QR1), sowie Qualifikationsrunde 2 (QR2). Die Top Division ermittelt den Meister, währenddessen die QR1 und QR2 Playoffs austragen, um die Einteilung in die Findungsgruppen A und B für die Saison 2024/25 zu bestimmen. Die Meister der QR3 Nord und QR3 Süd steigen direkt in die Findungsgruppe B auf. Findungsgruppe A setzt sich aus zwei Gruppen mit je sieben Teams zusammen und wird in 2024/25 auf zwei Sechser-Gruppen reduziert. Damit bestehen sowohl Findung A als auch Findung B aus jeweils zwei Gruppen von sechs Teams.
Als erstes Nachwuchsteam der Starbulls starteten die U20-Junioren in die neue Eishockeysaison 2023/24 mit zwei spannenden Aufeinandertreffen gegen den EHC 80 Nürnberg.

Starbulls zwei Mal erfolgreich

Das erste Spiel, und somit auch das erste Heimspiel der neuen Saison, fand am Samstag im ROFA-Stadion statt. Dieses gewannen die Starbulls mit 8:5. Das Rückspiel erfolgte am folgenden Tag in Nürnberg, welches die Starbulls ebenfalls mit 1:5 gewannen.
„Das Wochenende war zwar ein wenig holprig, aber die Jungs haben trotzdem unser Ziel erreicht und beide Spiele gewonnen. Nach der Sommerpause sind die ersten Spiele immer etwas aufregendes für die Spieler. Ich bin stolz auf das Team und freue mich auf die nächste Trainingswoche“, so Gerhard Unterluggauer, Trainer der U20.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Starbulls Rosenheim) 

Der Sommer geht in die Verlängerung

Der Sommer geht in die Verlängerung

Rosenheim / Landkreis – Traumhafter Sonnuntergang am Chiemsee (Landkreis Rosenheim). Das Foto entstand am gestrigen Sonntag bei einer Tour mit dem Stand-up-Paddle. Die Gute Nachricht: Derart schöne Fotos können auch noch in den kommenden Tagen entstehen. Denn der Sommer geht in die Verlängerung. 

Die ganze Woche soll es viel Sonnenschein geben und die Temperaturen klettern dabei nochmals bis fast 30 Grad hoch. Dabei stehen aktuell noch nicht einmal Gewitter im Raum. Nur der Nebel am Morgen deutet schon auf den Herbst hin.
(Quelle:  Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Julia Dinner)

Rad-Entdecker Tour rund um Prien

Rad-Entdecker Tour rund um Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Donnerstag, 14. September, geht es auf einer geführten Radl-Tour zu weniger bekannten aber durchaus spannenden Ecken in der Seegemeinde Prien am Chiemsee (Landkreis Rosenheim).

Von Prien aus fahren die Teilnehmer gemeinsam mit Reinmund Hobmaier zum E-Werk, das um die Jahrtausendwende gebaut worden ist und somit ein Relikt aus den Anfängen der Stromgewinnung in Bayern darstellt. Nach einer kurzen Führung radelt die Gruppe weiter über Nebenstraßen in den hügeligen Westen von Prien. Mit Blick auf die Alpenkette geht es vorbei an den landwirtschaftlichen Flächen der Direktvermarkter mit einem kurzen Stopp.

Ein nahezu unbekanntes Kulturgut ist das alte Moorbad von Atzing. Darin haben schon königliche Hoheiten gebadet, jetzt dient das Gewässer als Löschweiher für die Feuerwehr. Ebenfalls nur wenigen Leuten bekannt ist der Weinberg von Zacking. Dort gibt es eine kurze Führung und Antworten zu allen Fragen rund um das Thema Weinbau im Chiemgau. In der Chiemseefischerei Stephan können sich die Radler mit einer Fischsemmel stärken und dabei den Fischern interessante Geschichten entlocken. Abschließend geht es zum Greamandl in St. Salvator. Eigenes Fahrrad nicht vergessen!

Treffpunkt zu der dreistündigen, rund 20 Kilometer langen Tour ist um 10 Uhr am Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11. Durchgeführt vom ADFC, Anmeldung erforderlich bei Reinmund Hobmaier unter Telefon 08051 / 61917. Erwachsene bezahlen 10 Euro, mit Gästekarte/Einheimische 8 Euro und ADFC-Mitglieder 3 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Prien Marketing GmbH)

Die „faire Woche“ startet wieder

Die „faire Woche“ startet wieder

Rosenheim – „Fair. Und kein Grad mehr“! Unter diesem Motto steht heuer die Faire Woche vom 15. bis 29. September 2023 und befasst sich mit dem Thema „Klimagerechtigkeit“.  In Rosenheim stehen vier Veranstaltungen auf dem Programm.

Die Faire Woche regt seit über 20 Jahren Menschen dazu an, sich intensiv mit dem Fairen Handel zu beschäftigen. Sie zeigt, was jeder einzelne dazu beitragen kann. Mehr dazu kann man bei den fairen Rosenheimer Aktionstagen des Fördervereins Fairtrade-Stadt Rosenheim e.V. und der KEpol-Stelle der Fairtrade-Stadt Rosenheim erfahren. Auf dem Programm stehen vier Veranstaltungen:

Filmvorführung „Made in Bangladesh“ mit anschließender Diskussion: Freitag, 15. September 19 Uhr Hans-Schuster-Haus (Innsbruckerstraße 3 83022 Rosenheim). Eintritt frei! Anlässlich des zehnten Jahrestages des Einsturzes einer Textilfabrik in Rana-Plaza erzählt der Film die Geschichte einer jungen Textilarbeiterin, die sich gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen zur Wehr setzt, indem sie eine Gewerkschaft gegen alle Widerstände gründet. Veranstalter ist der Förderverein Fairtrade-Stadt Rosenheim e.V. und VHS Rosenheim.

Faire Turmführung auf den Turm St. Nikolaus: Samstag, 23. September 14 Uhr mit Turmführer Georg Schmid und Elisabeth Roider, Dauer ca. 90 min.. Auf verschiedenen Ebenen bis zur Turmspitze mit sensationellem Rundblick werden verschiedene Themenfelder zum Fairen Handel angesprochen und erklärt. Anmeldung im Pfarrbüro erforderlich unter Telefon 08031 /  2105-0.

Faire Modenschau: Samstag, 7. Oktober 11 bis 13 Uhr vor der Stadtbibliothek (nicht bei Regen).Präsentiert wird faire Mode vom Weltladen und dem Fair Fashion Concept Store Precious von Tänzerinnen und Tänzern vom Rosenheimer mkmARTable, Studio für Tanz, Gesang & Schauspiel. Moderatoren sind Regina Georg, Förderverein Fairtrade-Stadt und Helmut Enzinger, Weltladen. Gezeigt wird Kleidung für Frauen, Männer und Kinder. Rund um die Modenschau gibt es Live Musik, Snacks, Getränke und Informationen. Die Stadtbibliothek stellt eine Auswahl von Büchern zum Fairen Handel bereit.

Nachhaltigkeitspfad: initiiert von Stella Benedickt, KEpol-Koordinatorin Fairtrade-Stadt Rosenheim: 8 Stationen in Rosenheims Innenstadt informieren nicht nur zu den 17 Nachhaltigkeitszielen „SDGs“ der UNO, sondern zeigen auch mit Hilfe von QR-Codes konkrete Handlungsmöglichkeiten und Eigeninitiativen zur Umsetzung auf. Die Länge des Pfads beträgt 3,4 km. Er ist nicht nur zu Fuß, sondern auch online begehbar. Vom Rathaus führt der Pfad über Mangfall Park, Stadtwerke, Klinikum, Kriegerdenkmal an der Loreto Kapelle, Stadtbibliothek, St. Nikolaus bis zum KU’KO. Der Startschuss dazu erfolgt am Dienstag, 19. September, um 16.45 Uhr am Rosenheimer Rathausfoyer. Einzelheiten dazu hier.
(Quelle: Pressemitteilung Förderverein Fairtrade Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Stimmt doch alles nicht“

„Stimmt doch alles nicht“

Rosenheim – Regelmäßig schreibt der Rosenheimer Dr. Alexander Wurthmann M.A. auf Innpuls.me über ein psychologisches Thema und gibt Tipps, wie man damit umgehen kann. Diesmal geht es Menschen, die ständig sagen: „Das stimmt doch alles nicht“.

Portrait Alexander Wurthmann

Dr. Alexander Wurthmann M. A. Fotos: re

Zu Dr. Alexander Wurthmann: Der Rosenheimer mit rheinischen Wurzeln ist Sohn eines Schriftstellers. Er hat schon im Alter von 9 Jahren seine erste handgeschriebene Zeitung verfasst. Mitte der 70er Jahre studienhalber nach München. Abschlüsse in Politologie und Geschichte (Thomas Nipperdey). Oft als Reiseleiter in Japan und China. Dann viele Bildungsprojekte auf Bundes- und Länderebene gemanaged und schließlich fast 30 Jahre eine berufsbildende Schule betrieben. Nunmehr im fünften Jahr bei einer lebensberatenden Hotline im kirchlichen Bereich tätig und betreibt in Rosenheim eine Praxis für psychologische Beratung und Coaching.
Hier gibt es dazu weitere Infos: 

Schwarze Spielfigur unter lauter weißen Spielfiguren

Stimmt doch alles nicht

„Das stimmt doch alles nicht“, hat dein Nachbar gesagt. Das sagt er öfters. Ziemlich oft sogar. Wenn irgendjemand sagt „Das stimmt doch alles nicht“, dann rufen manche „Johannes!!!“. So heißt dein Nachbar. Das wird auch gerufen, wenn er nicht dabei ist.
Oft geht er den Leuten auf den Geist. Manchmal verdreht er auch Gehörtes und beklagt sich über das, was er gemeint hat zu hören. Er beharrt darauf und ist nicht bereit, seine Aussagen zu korrigieren. Er selbst ist aber ziemlich empfindlich, wenn ihn dann jemand wegen der Verdrehungen zurechtweist. Das nimmt er dann ziemlich übel.

Grimmige Grundstimmung

So ist er überwiegend in einer grimmigen Grundstimmung, weil er immer damit rechnet, dass sogar etwas nett gemeintes eigentlich als Beleidigung beabsichtigt ist. Da kann man machen, was man will, er neigt einfach zu ständigem Groll und ist auch kaum bereit, anderen etwas zu verzeihen, wenn diese einmal wirklich etwas beleidigendes gesagt haben.
Hinter allem vermutet er einen potentiellen Angriff. In seinem ständigen Misstrauen zweifelt er alles an: „Das stimmt doch alles nicht!!!“ Mit seiner Freundin hat er das auch gemacht. Vor lauter Misstrauen wurde er sogar eifersüchtig. Dass der andere Mann, mit dem sie einen Kaffee getrunken hat und den sie zum Abschied herzlich umarmt hat (samt Bussi) ein alter Schulfreund war, hat er ihr einfach nicht abgenommen. Richtig in Rage hat er sich geredet. Immer mehr Vorwürfe hat er erhoben.

Die Freundin wurde immer verzweifelter. „Das stimmt doch alles nicht“, hat dann auch sie angesichts der vielen unbegründeten Vorwürfe gesagt. „Sag ich doch“ war seine Antwort und hat noch nicht einmal das Groteske in seiner Äußerung bemerkt. Ihre Verzweiflung auch nicht und auch nicht, dass er sie mehr und mehr verlor. Das war ja nicht das erste Gespräch mit Vorwürfen, Misstrauen und Verdrehung der Tatsachen. Erst als sie weg war, hat er gemerkt, dass sich etwas verändert hatte. Aber das war ja nur gut. Endlich war sie weg. Hatte ihn „immer nur betrogen und beleidigt“.
Das ständige Misstrauen hatte ihn schon eine Beförderung in der Arbeit gekostet. Und beim Fußball war er inzwischen auch nur noch auf der Ersatzbank. Mal schauen, wie lange er da noch bleibt. Eigentlich ist er angeblich der beste von allen, aber der „Trainer mag ihn wohl nicht“ und lässt ihn daher nicht spielen.

Was soll man mit so einem nur machen, fragst du mich. Nun ja, grundsätzlich ist es sicherlich sinnvoll, bei allem neuen erst mal vorsichtig bis misstrauisch zu sein. Entscheidend ist die Frage, wo das beginnt, wie verbohrt das Misstrauen ist und ob dabei auch Tatsachen verdreht werden.
Bei der Behauptung, dass die Erde eine Scheibe ist, ist Misstrauen sicherlich angebracht. In der jüngeren und älteren Vergangenheit gibt es so etliches, was man nicht so einfach übernehmen kann. Bitte frag mich jetzt nicht nach Beispielen.

Manchmal ist Misstrauen Anfang von Fortschritt

Misstrauen ist im Gegenteil manchmal sogar der Anfang von Fortschritt. So hat sich auch Kopernikus zurecht gefragt, ob das bis dahin gültige Weltbild von der Erde, um die sich alle anderen Planeten, Sterne und sogar die Sonne drehen, stimmt. Er hat es astronomisch überprüft und wissenschaftlich bewiesen, dass es genau andersherum ist. in unserem Sonnensystem dreht sich alles um die Sonne.
Misstrauen ohne Überprüfung, ob es berechtigt ist, ist sinnlos und verpufft. Wird zur hohlen Pose, wird dummes Zeug. Und genau daran hapert es wohl bei Johannes. Er ist nur immerzu misstrauisch und lässt sich auf keine Überprüfung ein. Misstrauen muss auch mal entkräftet werden können.
Grundsätzlich jedoch ist Misstrauen der Beginn eines jeden Fortschritts. Immanuel Kant hat Aufklärung definiert als „Ausgang aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit“. Aufklärung meint nichts anderes als Erforschung. Und die beginnt nicht mit der Behauptung „Das stimmt doch alles nicht“, sondern mit der Frage „Stimmt das eigentlich?“ Unmündig ist, wenn man die Frage nicht stellt. Denn dann bleibt man dumm. Unmündig ist aber auch, wenn man reflexartig behauptet, dass „das alles doch nicht stimmt“ und keine Antwort auf die Frage sucht.

Schwierig wird es, wenn die Grundlage der Behauptung „Das stimmt doch alles nicht“ in einer Verdrehung der Tatsachen besteht. Natürlich ist alle Wahrheit ungewiss und nur für den Augenblick gültig. Aber die Erde wollen wir vorerst mal kugelförmig lassen. Es sei denn, jemand trägt wirklich begründete Zweifel vor, dass es doch anders ist.
Bei Johannes scheint die offensichtlich andauernde Verdrehung von Tatsachen und vor allem das damit fast regelmäßig einhergehende Misstrauen Züge einer Störung zu haben. Es kommt fast zwanghaft und eigentlich fast immer. Es ist fast immer grundlos. Er leidet zwar nicht übermäßig darunter, da er sich ja im Recht glaubt. Aber er hat schon Rückschläge in seinem persönlichen Leben hinnehmen müssen: die ausgefallene Beförderung, die gegangene Freundin und die Verbannung auf die Ersatzbank.

Man muss bei dem von dir Erzählten ein wenig an paranoide Eigenschaften denken. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Hier könnte eine regelrechte paranoide Schizophrenie vorliegen. Die ihrerseits Bestandteil anderer Erkrankungen sein kann.
Es könnte aber auch eine paranoide Persönlichkeitsstörung vorliegen. Letztere beginnt meist im Kindes- und Jugendalter und hat keine ausgesprochen psychotischen Elemente. Also keine Halluzinationen. Keine Geheimdienste, die Kameras und Mikrofone in der Wohnung verteilt haben, um ihn zu manipulieren und schlimmeres.

Das zu unterscheiden, braucht genauso eine fachgerechte Beratung wie die anschließende therapeutische Hilfe. Du selbst kannst hier also wenig tun. Sollte er sich aber wieder mal beklagen, dass „das alles nicht stimmt“, könntest du ihm vorschlagen, doch mal fachkundige Hilfe hinzuzuziehen, um ihm dabei zu helfen, dass ihn das nicht mehr so beeinträchtigt.
Und bitte merke dir den Spruch von Kant „Aufklärung ist der Ausgang aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit“.

Hast Du noch Fragen, frag mich. info@psychologische-beratung-rosenheim.de oder Telefon 0170/5395483.
Du kannst mir auch Themen vorschlagen, über die ich einmal schreiben sollte.

In der nächsten Woche kommt einer von seiner Sucht nicht los
Alexander Wurthmann M. A.
(Quelle: Kolumne Dr. Alexander Wurthmann M.A. / Beitragsbild, Fotos; re)

 

Zahlreiche Trunkenheitsfahrten am Sonntagabend

Zahlreiche Trunkenheitsfahrten am Sonntagabend

Rosenheim – Im Stadtgebiet von Rosenheim kam es am gestrigen Sonntagnachmittag und -abend zu insgesamt vier Trunkenheitsfahrten, die von den Polizeibeamten der Polizeiinspektion Rosenheim bei Streifenfahrten festgestellt wurden.

Den Anfang machte um 16.30 Uhr ein 67-jähriger Kufsteiner, der mit einem E-Scooter und rund 1 Promille auf der Rathausstraße fuhr. Es folgte um 21.15 Uhr ein 37-jähriger Rohrdorfer, der mit etwas mehr als 1,2 Promille mit seinem Pkw in der Ebersberger Straße angehalten wurden. Kurz vor Mitternacht stellte eine Streife in Stephanskirchen einen 62-jährigen Riederinger fest, der sich mit seinem Pkw und 0,8 Promille auf der Heimfahrt befand. Den Abschluss bildete gegen 2 Uhr ein 26-jähriger Obinger, der mit seinem Pkw im Hammerweg mit mehr als 1,1 Promille unterwegs gewesen war.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Kunst am bayerischen Meer

Kunst am bayerischen Meer

Prien / Landkreis Rosenheim – Bis einschließlich Sonntag, 24. September, präsentieren die Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer und der artstar Verlag in Kooperation mit dem Kulturförderverein Prien am Chiemsee e.V. und der Prien Marketing GmbH zeitgenössische Kunst  in der Galerie im Alten Rathaus in Prien (Alte Rathausstraße 22).

Gezeigt werden Arbeiten von internationalen Top-Künstlern wie Gottfried Helnwein, Günther Uecker, Heinz Mack, Gerhard Richter, Julian Schnabel, Damien Hirst, David LaChapelle, Jonathan Meese, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Jeff Koons, Tony Cragg, Hermann Nitsch, Igor Oleinikov, Stefan Szczesny, Jiri Dokoupil, David Gerstein, Gaby Fey, Ben Buechner sowie weiterer Kunststars. Galerist und Kurator Dirk Geuer erklärt das Konzept der Ausstellung folgendermaßen: „Die ‚Art Chiemsee‘ ist eine Ausstellung, die die Kunstschaffenden und ihre Arbeiten in den Fokus stellt. Jeder der Künstler:innen erhält einen eigenen Bereich.“ Ntv Art präsentiert während der „Art Chiemsee“ zahlreiche Dokumentationen aus der Reihe „Inside Art“, moderiert von Kunstexperte Wolfram Kons, mit intimen Einblicken in das Leben und die Ateliers der Künstler:innen. Am Sonntag, 10. September können Kunstinteressierte nochmals um 14.30 Uhr an einer Führung teilnehmen. Regulärer Eintritt zuzüglich Aufpreis Führung. Eine Anmeldung ist unter ingridfricke@t-online.de erforderlich. Sonderführungen sind auf Anfrage jederzeit möglich.

Während der Ausstellung „Art Chiemsee“ hat die Galerie im Alten Rathaus donnerstags von 17 bis 19 Uhr und freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie am Dienstag, 15. August von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eingang befindet sich in der Alten Rathausstraße 22. Weitere Informationen unter www.galerie-prien.de , www.geuer-geuer-art.de und https://www.artstar-verlag.de sowie unter Telefon +49 8051 69050. Der Flyer mit Veranstaltungsprogramm ist im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11 erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Copyright Geuer & Geuer Art GmbH, zeigt Jiri Dokoupil,Bubbles on White,2022,90x60cm, Auflage 35,Pigmentdruck auf Bütten mit gerissenen Kanten)

Vermeintlich verunglückter Gleitschirmflieger

Vermeintlich verunglückter Gleitschirmflieger

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Am gestrigen Sonntagnachmittag ging bei der Polizei die Mitteilung über einen vermeintlich verunglückten Gleitschirmflieger im Bereich des Flugplatzes Antersberg/Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim) ein.  Die Suche wurde nach gut zwei Stunden abgebrochen. Nun bittet die Polizei den betreffenden Gleitschirmflieger, sich zu melden.

Nachdem gegen 15.27Uhr die Mitteilung über einen vermeintlich abgestürzten Gleitschirmflieger einging, wurde durch die Polizei und der Einsatzleiter des Rettungsdienstes ein Führungsstab aufgebaut, um das betreffende Gebiet abzusuchen.
Im Einsatz waren unter anderem die Bergwacht Bad Aibling und Feilnbach, sowie die freiwilligen Feuerwehren Schönau, Tuntenhausen und Bad Aibling.
Zwei Hubschrauberbesatzungen überflogen das Gebiet rund um die mögliche Absturzstelle weiträumig. Der Gleitschirmflieger blieb verschollen. Auch die Suchtrupps der Feuerwehren, die das Gebiet zu Fuß durchkämmten, konnten die Absturzstelle nicht ausfindig machen.
Nach circa zweistündiger Suche gab es dann den Hinweis einer Passantin, dass sie einen Mann mit Gleitschirm über der Schulter vom Gemeindegebiet Ostermünchen in Richtung Emmering laufen sah. Die Suche wurde daraufhin abgebrochen.

Der betreffende Gleitschirmflieger soll sich bitte telefonisch bei der Polizeiinspektion Bad Aibling unter Telefon 08061 / 90730 melden, um einen Unglücksfall endgültig ausschließen zu können.
(Quelle Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto Innpuls.me)

Verwirrter Mann mitten auf der Straße

Verwirrter Mann mitten auf der Straße

Raubling / Landkreis Rosenheim – Auf dem Nachhauseweg vom Rosenheimer Herbstfest sah ein junger Mann im Raublinger Ortsteil Pfraundorf (Landkreis Rosenheim) einen verwirrt wirkenden 23-jährigen mit Pkw mitten auf der Straße stehend. Die Polizei wurde informiert.

Im Handschuhfach des 23-jährigen fand die Polizei einen angerauchten Joint; im Innenraum des Pkw roch es, nach den Angaben der Polizei, nach Marihuana. Außerdem wurde der Mann positiv auf verschiedene Substanzen, unter anderem Cocain und Amphetamin getestet. 
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Wohnungsdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden weitere Mengen von Marihuana gefunden:
Den 23-jährigen erwartet nun der Entzug seiner Fahrerlaubnis und ein Strafverfahren wegen des illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln und Trunkenheit im Verkehr.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern)

Bekleidung gefunden – Besitzer gesucht

Bekleidung gefunden – Besitzer gesucht

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Im Rahmen von Ermittlungen hat die Polizeiinspektion Brannenburg im Ortsbereich von Brannenburg (Landkreis Rosenheim) verschiedene Kleidungsstücke gefunden. Nun werden die Eigentümer gesucht.

Es handelt sich um eine orangene Frauenlederjacke in Größe M und vier Paar mehrfarbige Adidas-Sportschuhe, Größe 42 bis 44. Die Polizei Brannenburg bittet die jeweiligen Eigentümer darum, sich unter Telefon 08034 / 9068-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Frontalcrash am letzten Urlaubstag

Frontalcrash am letzten Urlaubstag

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Frontalcrash am letzten Urlaubstag in Oberaudorf: Ein Tourist nahm mit seinem Auto einem Motorradfahrer die Vorfahrt. Es kam zur Kollision. 

Zu dem Unfall kam es, nach den Angaben der Polizei, am gestrigen Samstag gegen 10.45 Uhr in dem Oberaudorfer Ortsteil Niederaudorf. Ein Motorradfahrer aus dem Landkreis Bad Tölz, wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass er es seinen guten Fahrkünsten zu verdanken hat, dass er bei dem Unfall nur leicht verletzt wurde.
Er fuhr auf der Staatsstraße in Richtung Oberaudorf und befand sich nach Abschluss eines Überholvorgangs wieder auf dem rechten Fahrstreifen. Der Urlauber bog mit seinem Dacia vor dem Motorradfahrer ab, obwohl er diesem Vorrang gewähren hätte müssen.
Durch eine Vollbremsung samt Ausweichvorgang konnte der Motorradfahrer die Kollision zwar abschwächen, jedoch nicht mehr vermeiden. Die beiden Fahrzeuge waren aufgrund des Unfallgeschehens nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Den Pkw-Fahrer erwartet nun ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)