Forschung in Hellabrunn: Wie beschäftigen sich Stachelschweine

Forschung in Hellabrunn: Wie beschäftigen sich Stachelschweine

Hellabrunn / München – Wie beschäftigen sich Stachelschweine? Eine Verhaltensstudie im Tierpark Hellabrunn beschäftigte sich jüngst mit dieser Frage und stellten den Tieren beispielsweise Geweihe oder Dufthölzer zur Verfügung.

Wer in den letzten Wochen im Tierpark Hellabrunn unterwegs war, konnte bei den Weissschwanz-Stachelschweinen feststellen, dass sich zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten, wie Blechhütten, oder neue Beschäftigungsobjekte wie Geweihe oder Dufthölzer auf der Anlage befanden. Die Weissschwanz-Stachelschweine konnten während der wissenschaftlichen Beobachtungphase die unterschiedlichen Objekte kennenlernen und damit interagieren. Die Beobachtungen zum Verhalten sind eine gemeinsame wissenschaftliche Untersuchung der Universität Bielefeld, Universität Münster und des Zoo Zürich und werden vom Verband der Zoologischen Gärten gefördert.

Das Forschungsprojekt gehört zu einer Studie zum Thema „Verhalten und Tierwohl von verschiedenen Arten von Kleinsäugern“. Biologe Arne Kalinowski hat für seine Beobachtungen die Weissschwanz-Stachelschweine gewählt, weil sie sich in Hellabrunn aufgrund der Gruppengröße und Lebensweise gut beobachten lassen: „Die Neugier der Tiere macht sie meines Erachtens nach sehr empfänglich für verschiedene Tierbeschäftigungen. Ich konnte auf Grundlage ihrer normalen Verhaltensweisen untersuchen, inwiefern sich verschiedene Faktoren auf das Verhalten der Tiere als Indikator für ihr Wohlergehen auswirken. Die meisten meiner Angebote wurden von den Tieren ausgiebig genutzt, besonders die Hütten und das Futterenrichment.“

Über sechs Wochen hinweg wurden den Tieren täglich unterschiedlich platzierte Kombinationen von Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten und beobachtet, wie lange sich Einzeltiere oder die Gruppe damit beschäftigen. Neben den Beobachtungen kam Arne Kalinowski auch oft ins Gespräch mit Tierpark-Gästen und konnte einen hartnäckigen Irrglauben richtigstellen: „Ich war erstaunt, wie oft Besucher dachten, dass Stachelschweine ihre Stacheln bei Gefahr „abschießen“ könnten. Das tun sie definitiv nicht, viel mehr rascheln sie bei Gefahr mit den Stacheln oder laufen rückwärts mit aufgestelltem Stachelkleid in Richtung potenzieller Fressfeinde. Stacheln abschießen können sie nicht“, erklärt er.

Forschung und Wissenschaft in modernen Zoos

Das kontinuierliche Sammeln von Daten über den Tierbestand gehört zum Grundverständnis wissenschaftlich arbeitender Zoos. Hanspeter Steinmetz, stv. Zoologischer Leiter, Tierarzt und zuständig für die Forschungsprojekte des Tierparks begrüßt die gemeinschaftliche und geförderte Studie: „Mithilfe von akademischen Studien leisten wir als wissenschaftlich geführter Zoo einen wichtigen Beitrag zu Fragen rund um die moderne Wildtierpflege. Vor allem die tägliche Beschäftigung ist ein Hauptbestandteil der Tierpflege – da sind neue Erkenntnisse zur Nutzung von unbekannten Beschäftigungselementen und wie sich diese auf die Aktivität und die Raumnutzung auswirken von immenser Wichtigkeit. Dank der Kooperationen mit anderen Zoos können Erkenntnisse innerhalb der Zoos geteilt und wissenschaftliche Partnerschaften etabliert werden“, führt er weiter aus.
Auch Rasem Baban, Tierparkdirektor begrüßt die aktuelle Forschungsstudie: „Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse können wir für die tiergerechte Gestaltung der Lebensräume nutzen und zusätzlich sind sie für den Fortschritt in der Zooarchitektur wegweisend. Moderne zoologische Organisationen spielen eine wichtige Rolle in der Arterhaltung, Bildung und Forschung und profitieren entscheidend von gemeinsam nutzbaren Forschungsergebnissen. Die Daten aus den aktuellen Untersuchungen werden eine wichtige Unterstützung für andere zoologische Einrichtungen und ermöglichen neben dem Zugriff auf Informationen auch Querverbindungen zu noch tiergerechteren Anlagengestaltungen“, so Baban abschließend.

 

 

Unerlaubte Einreisen in Bayern: Januar bis Juli 2024

Unerlaubte Einreisen in Bayern: Januar bis Juli 2024

München –  Die für die grenzpolizeilichen Aufgaben im Freistaat Bayern zuständige Bundespolizeidirektion München hat von Januar – Juli 2024 insgesamt 11.418 unerlaubte Einreisen registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 13.496 Fälle.

Monatlich stellten die Beamten im Zeitraum Januar 2021 bis Juli 2024 jeweils die folgende Anzahl unerlaubt eingereister Personen in Bayern fest:

Januar 2021 / 2022 / 2023 / 2024: 881 / 1.380 / 1.936 / 1.974

Februar 2021 / 2022 / 2023 / 2024: 998 / 1.243 / 1.288 / 1.565

März 2021 / 2022 / 2023 / 2024: 1.042 / 1.438 / 1.751 / 1.588

April 2021 / 2022 / 2023 / 2024: 1.011 / 1.778 / 1.797 / 1.581

Mai 2021 / 2022 / 2023 / 2024: 928 / 1.781 / 1.952 / 1.445

Juni 2021 / 2022 / 2023 / 2024: 1.238 / 2.685 / 2.099 / 1.583

Juli 2021 / 2022 / 2023: 1.355 / 2.286 / 2.673 / 1.682

August 2021 / 2022 / 2023: 1.401 / 2.778 / 3.631

September 2021 / 2022 / 2023: 1.511 / 3.685 / 5.282

Oktober 2021 / 2022 / 2023: 2.050 / 4.157 / 7.745

November 2021 / 2022 / 2023: 1.742 / 3.510 / 1.751

Dezember 2021 / 2022 / 2023: 1.542 / 2.508 / 2.304

Gesamt: 2021 / 2022 / 2023 / 2024 (Jan-Jun): 15.699 / 29.229 / 34.209 / 9.736
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Neue Online-Plattform „Iverschwendnix“ will regionale Nachhaltigkeit fördern

Neue Online-Plattform „Iverschwendnix“ will regionale Nachhaltigkeit fördern

Bayern / Österreich – Die neue Online-Plattform „Iverschwndnix“ will regionale Nachhaltigkeit fördern. Egal, ob defekte Haushaltsgeräte, abgenutzte Kleidung oder ungenutzte Gegenstände – hier findet man die Adressen für Reparatur, Leihen und Tauschen.

Die Plattform Iverschwendnix wurde ins Leben gerufen, um die Umwelt zu schonen und Ressourcen effizient zu nutzen. Auf der neuen Online-Plattform finden Nutzer regionale Reparatur-Angebote, Tausch- und Verschenkmärkte, Leihangebote sowie relevante Veranstaltungen. Die neue Online-Plattform Iverschwendnix soll eine zentrale Anlaufstelle für alle sein, die nachhaltig leben möchten und nix verschwenden wollen – Egal, ob es sich um defekte Haushaltsgeräte, abgenutzte Kleidung oder ungenutzte Gegenstände handelt.

Leihen statt Kaufen: Vielfältige Angebote

Neben Reparaturen bietet die Plattform auch zahlreiche Verleihoptionen. Arbeitsgeräte, Werkzeuge, Sportausrüstung und vieles mehr können hier bequem ausgeliehen werden.

Iverschwendnix ist ein Ergebnis eines Euregio-Kleinprojekts, das mit Mitteln der Interreg Bayern-Österreich realisiert wurde. Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für regionale Wiederverwertung zu stärken, Wissen auszutauschen und nachhaltig agierende Initiativen zu vernetzen. Hinter dem Projekt stehen der Regionalverband Flachgau-Nord, der Landkreis Berchtesgadener Land, der Landkreis Traunstein und das Ressourcen Forum Austria.

Hier geht es zur neuen Online-Plattform „Iverschwendnix“:

(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Traunstein / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Lebenserwartung in Bayern neu ermittelt

Lebenserwartung in Bayern neu ermittelt

Fürth / Bayern – Die Lebenserwartung in Bayern beträgt für neugeborene Mädchen 83,5 Jahre und für neugeborene Buben 78,9 Jahre. Frauen werden also im Schnitt um 4,6 Jahre älter als Männer. Aus der vom Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik veröffentlichten allgemeinen Sterbetafel 2021/2023, die jetzt auf Daten des Zensus 2022 basiert, geht außerdem hervor, dass 67-jährige Frauen statistisch gesehen weitere 19,3 Lebensjahre und 67-jährige Männer weitere 16,4 Lebensjahre im Schnitt vor sich haben.

Nach der aktuell vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichten allgemeinen Sterbetafel 2021/2023 für Bayern kann ein neugeborener Bub in Bayern auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von 78,9 Jahren hoffen, ein neugeborenes Mädchen auf 83,5 Jahre. Die Lebenserwartung ist damit gegenüber der letzten Sterbetafel 2020/2022 (Buben 79,1 Jahre und Mädchen 83,6 Jahre) leicht gesunken.

Auch für ältere Menschen ist die Lebenserwartung im Vergleich zur Sterbetafel 2020/2022 fast gleichgeblieben. 67-jährigen Frauen verbleiben statistisch gesehen 19,3 weitere Lebensjahre, 67-jährigen Männern 16,4 Lebensjahre. Die fernere Lebenserwartung verzeichnet hier im Vergleich zur vorangegangenen Sterbetafel einen Rückgang von 44 Tagen für 67-jährige Männer und 39 Tagen für 67-jährige Frauen.
Seit der ersten bayerischen Sterbetafel 1891/1900 hat sich die Lebenserwartung in Bayern mehr als verdoppelt. Im Vergleich mit der allgemeinen Sterbetafel 1986/1988, die auf Basis der Volkszählung 1987 berechnet wurde, zeigt sich, dass auch in den letzten 35 Jahren die Lebenserwartung der Neugeborenen zugenommen hat. Damals lag die Lebenserwartung für einen neugeborenen Buben noch bei 72,4 Jahren und für ein neugeborenes Mädchen bei 78,7 Jahren, was einer Zunahme von 6,6 Jahren für die Buben und 4,8 Jahren für die Mädchen im Vergleich zu damals entspricht.

Seit Beginn der Berechnungen haben Mädchen bei der Geburt eine höhere Lebenserwartung als Buben. Mit zunehmendem Alter nimmt diese geschlechterspezifische Differenz jedoch ab. Nach der allgemeinen Sterbetafel 2021/2023 werden neugeborene Mädchen 4,6 Jahre älter als neugeborene Buben. Bei den 67-Jährigen beträgt die Differenz der durchschnittlich noch zu erwartenden Lebensjahre 2,9 Jahre.

Bayerische Buben nach Baden-Württemberg die höchste Lebenserwartung

Im deutschlandweiten Vergleich haben die bayerischen Buben nach Baden-Württemberg die höchste Lebenserwartung. Die bayerischen Mädchen werden nach Baden-Württemberg und Sachsen am Ältesten. Im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt ist die Lebenserwartung insgesamt bei den Mädchen dabei um ca. ein halbes Jahr erhöht. Bei den neugeborenen Buben beträgt der Abstand zum Bundesdurchschnitt etwas mehr als ein dreiviertel Jahr.
Die allgemeine Sterbetafel 2021/2023 basiert auf den Ergebnissen des Zensus 2022. Die Korrekturen des Bevölkerungsbestandes im Rahmen des Zensus 2022 führen bei der allgemeinen Sterbetafel 2021/2023 in bestimmten Altersstufen zu einer etwas geringeren Lebenserwartung als in der Sterbetafel 2020/2022, bei der die Zensusergebnisse noch nicht berücksichtigt wurden. Hinter diesen geringeren Werten verbirgt sich ein Zensuseffekt und nicht zwangsläufig eine höhere Sterblichkeit.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Cafè Sell, Rosenheim, um 1930

Cafè Sell, Rosenheim, um 1930

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um 1930. Die historische Aufnahme zeigt das ehemalige Cafè Sell in der Prinzregentenstraße in Rosenheim. 

Cafèhäuser haben in Rosenheim eine lange Tradition. Im Jahr 1900 gab es bereits elf an der Zahl. Das Cafè in der Prinzregentenstraße war erst unter dem Namen „Cafè Ludwig“ bekannt. 1920 ging  es, nach den Angaben von stadtarchiv.de in den Besitz von Johann Baptist Huthmann über und trug damit für eine Zeit seinen Namen. 1930 wechselte das Gebäude erneut seinen Besitzer. Eigentümer wurde Ägidius Sell – die Geburtsstunde des bekannten Cafè Sell. Zu dieser Zeit fanden dort zwei Mal wöchentlich Tanzveranstaltungen und jeden Sonntag ein Konzert statt. 
In dem ursprünglichen Garten des Cafès wurde 1956 das Kino „Capitol“ gebaut. Als dieses wenige Jahre später erweitert wurde, musste das Cafè weichen. Und auch das Kino ist längst Geschichte.
(Quelle: Beitragsbild. Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Ehrenamtliche Unterstützung für Familien mit kleinen Kindern gesucht

Ehrenamtliche Unterstützung für Familien mit kleinen Kindern gesucht

Landkreis Rosenheim – Um Eltern zu entlasten und zu stärken, sucht der Fachdienst Frühe Kindheit (KoKi) des Kreisjugendamts Rosenheim engagierte Ehrenamtliche für die „Frühe Hilfe Kinderbetreuung im Haushalt“ (KiH). Gesucht werden Personen, die Freude an der Kinderbetreuung haben und Familien mit kleinen Kindern unterstützen möchten. Eine pädagogische Ausbildung ist dafür nicht erforderlich.

Ehrenamtliche übernehmen vielfältige Aufgaben, wie Spielen, Singen, Spazierengehen und Zuhören. Dorothee W, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, beschreibt ihre Motivation: „Jede Woche ein paar spezielle Stunden mit Kindern zu verbringen, in denen ich nur für sie da bin, Zeit ganz allein für sie habe und auf diese Weise eine Familie in einer anstrengenden Lebensphase entlasten zu können, das ist meine Motivation bei KoKi mitzuarbeiten. Eine speziell-schöne Aufgabe, die mich manchmal herausfordert, sehr oft aber beschenkt. Ein Ehrenamt, das sehr verbindlich ist, mir aber dennoch eine gewisse persönliche Flexibilität ermöglicht“.
Die „Frühe Hilfe Kinderbetreuung im Haushalt“ (KiH) richtet sich an Familien mit Kindern im Alter bis sechs Jahren. Die Ehrenamtlichen unterstützen die Familien stundenweise und schaffen dadurch Freiräume für die Eltern, in denen sie neue Kraft schöpfen können.
Die Unterstützung kann bis zu sechs Monate andauern, ohne dass eine dauerhafte Verpflichtung entsteht. Die Einsatzzeiten sind flexibel und belaufen sich auf maximal fünf bis sechs Stunden pro Woche. Ehrenamtliche erhalten eine Aufwandsentschädigung gemäß des Übungsleiterfreibetrags sowie eine Erstattung der Fahrtkosten.

Interessierte können sich jederzeit unverbindlich beraten lassen. Der Fachdienst Frühe Kindheit (KoKi) ist unter koki@lra-rosenheim.de und der Telefonnummer: 08031 392-2497 erreichbar.
(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Traunreut: Feuerwehr rettet Seniorin aus ihrer Wohnung

Traunreut: Feuerwehr rettet Seniorin aus ihrer Wohnung

Traunreut – Brandgeruch drang kurz nach Mitternacht von Donnerstag auf Freitag (22.8.2024) aus einer Wohnung in Traunreut. Die Feuerwehr rettete eine Seniorin aus ihrer Wohnung. Die Ursache für den Brandgeruch gestaltete sich knifflig.

„Zu Beginn des Einsatzes war alles etwas undurchsichtig und wir wussten nicht, warum es dort zum Brandgeruch kam“, informiert Konrad Unterstein im Gespräch mit Hubert Hobmaier von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein. Der Traunreuter Kommandant war als einer der ersten vor Ort und konnte den Geruch ebenfalls deutlich wahrnehmen. Trotz klopfen und rufen öffnete niemand die Türe. Da aus der Wohnung auch Hilferufe vernommen wurden, musste die Türe gewaltsam geöffnet werden.

Beim Betreten der Wohnung konnte die 87-jährige Frau aufgefunden und in Sicherheit gebracht werden. „Wie sich später herausstellte war die Dame mit ihrem Seh- und Hörvermögen eingeschränkt und hatte einfach Angst, weil es so laut an der Türe geklopft hat. Deshalb hat sie um Hilfe geschrien“, so der Traunreuter Kommandant. Trotz intensiver Suche konnte zunächst keine Ursache für den Geruch ausgemacht werden. Die Feuerwehrkräfte kontrollierten sämtliche Elektrogeräte wie den Herd oder den Kühlschrank – ohne Erfolg.
Gleichzeitig wurde durch die etwa 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr Traunreut vor dem Gebäude sicherheitshalber ein Löschangriff vorbereitet und die Drehleiter in Stellung gebracht.

Rauch kam von einem warmen Grill in der Wohnung darunter

Diese hat dann auch alle Balkone von außen abgesucht und wurde in der darunterliegenden Wohnung fündig. Dort war ein noch warmer Grill abgestellt, dessen Rauch vermutlich über die geöffneten Fenster im 2. Stock in die Wohnung der alten Dame gezogen ist.
Nachdem das Problem gefunden und beseitigt war, konnte die Wohnung umfangreich belüftet werden. Darüber hinaus wurde die aufgebrochene Türe notdürftig in Stand gesetzt. Nach rund zweieinhalb Stunden waren alle Maßnahmen abgeschlossen und die Feuerwehrkräfte sowie der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst, konnte von der Einsatzstelle abrücken. Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen.
Außer einem Schrecken hat die Dame augenscheinlich keine Verletzungen davongetragen. Der Sachschaden beschränkt sich auf die beschädigte Wohnungstüre „Nachdem die alte Dame den Schrecken verdaut hatte, konnte sie die Nacht in ihrer Wohnung verbringen“, so Konrad Unterstein und ergänzt, „und wir waren allesamt sehr froh und glücklich, dass alles ein so ein glimpfliches Ende genommen hat“. 
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein – hob  / Beitragsbild: Feuerwehr Traunreut)

Tödlicher Verkehrsunfall bei Schongau

Tödlicher Verkehrsunfall bei Schongau

Schongau / Landkreis Weilheim-Schongau – Tödlicher Verkehrsunfall am gestrigen Freitagnachmittag (23.8.2024) auf der Bundestraße 472 bei Schongau (Landkreis Weilheim-Schongau): Ein Motorradfahrer kollidierte mit einem Pkw und erlag kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Nach bisherigem Kenntnisstand war am Freitag, den 23. August 2024, gegen 13.30 Uhr, eine 63-jährige Nürnbergerin mit ihrem Pkw auf der B 472 von Schongau kommend in Richtung Marktoberdorf unterwegs. Kurz nach der Einmündung zur B 17 bemerkte sie, dass sie sich verfahren hatte. Sie setzte zum Wenden an und übersah dabei offensichtlich einen 68-jährigen Saarländer, welcher mit seinem Motorrad ebenfalls in Richtung Marktoberdorf unterwegs war. Der Saarländer prallte mit seinem Kraftrad frontal in die Fahrerseite des Pkw. Da erlitt er lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Dort erlag er noch am Abend seinen schweren Verletzungen. Die Pkw-Fahrerin blieb unverletzt.
Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft München II wurde ein Gutachter mit der Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens zur Rekonstruktion des Unfallhergangs beauftragt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen beläuft sich auf ca. 20.000 €. Die Bundesstraße war bis 16.50 Uhr gesperrt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang führt nun die Polizeiinspektion Schongau.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Unbekannte zerschneiden Signalkabel an Bahnstrecke

Unbekannte zerschneiden Signalkabel an Bahnstrecke

Nürnberg – Am Montag (12.8.2024) haben Unbekannte zwei Kabel an der Bahnstrecke zwischen Nürnberg Rangierbahnhof und Fürth durchtrennt und dabei ein Kabelstück entwendet. Es entstand hoher Sachschaden. Die Bundespolizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Montagfrüh stellte ein Signaltechniker der Deutschen Bahn zwei durchtrennte Kabel an der Bahnstrecke Nürnberg Rangierbahnhof – Fürth Hbf, Brücke Rothenburger Straße (südwestliches Ende, Nähe Sportgemeinschaft Viktoria Nürnberg Fürth 1883 e. V.) fest. Diese wurden durch unbekannte Person(en) freigelegt und durchtrennt. Ein etwa 30 Zentimeter langes Stück der Signalkabels wurde entwendet. Obwohl es sich nur um ein kurzes Kabelstück handelt, ist der Schaden für die Bahn groß. Er beläuft sich auf rund 20.000 Euro.
Bei der Sachverhaltsaufnahme durch die Bundespolizei wurde bekannt, dass bereits Ende Juli wenige Meter vom aktuellen Tatort entfernt mehrere Kabelummantelungen aufgefallen waren. Diese lagen im Bereich der Rothenburger Straße/Uffenheimer Straße und waren kurz darauf wieder verschwunden.
Auch am aktuellen Tatort wurden Kabelummantelungen gefunden. Es ist nicht auszuschließen, dass zwischen den beiden Sachverhalten ein Zusammenhang besteht.
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Störung öffentlicher Betriebe, Diebstahls und Sachbeschädigung eingeleitet.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Nürnberg unter der Rufnummer 0911 205551-0 oder bpoli.nuernberg@polizei.bund.de entgegen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Frühmorgendlicher Wohnungsbrand in Vachendorf

Frühmorgendlicher Wohnungsbrand in Vachendorf

Vachendorf / Landkreis Traunstein – In Vachendorf (Landkreis Traunstein) wurde die Feuerwehr am gestrigen frühen Freitagmorgen (23.8.2024) zu einem Wohnungsbrand gerufen. Der Wohnungseigentümer verhinderte mit seinem beherzten Handeln Schlimmeres. 

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Brandrauch aus der gemeldeten Adresse. Dem Eigentümer ist es bereits vor Eintreffen der Feuerwehr gelungen, den Entstehungsbrand mit einem Feuerlöscher einzudämmen. „Alles richtig gemacht“, lobt Kommandant und Einsatzleiter Josef Huber den Hausbesitzer im Gespräch mit Stefan Lohwieser von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein und ergänzt, „mit dem beherzten Handeln hat der Mann sicherlich Schlimmeres verhindert und dafür Sorge getragen, dass keine Menschen zu Schaden kamen“.

Innerhalb kurzer Zeit wurde durch die Floriansjünger eine Wasserversorgung sowie ein Löschangriff aufgebaut und mehrere Atemschutzgeräteträger drangen in das Gebäude vor. So konnte der Schwelbrand rasch gelöscht werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen hat ein technischer Defekt an einem Elektrogerät zu dem Feuer geführt. Bei den umfangreichen Nachlöscharbeiten kamen weitere Atemschutztrupps zum Einsatz. Unter anderem mussten Teiles des Inventars, das durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen wurde, ins Freie gebracht werden. Mittels Wärmebildkamera wurde die Wohnung auf eventuell vorhandene Glutnester untersucht. Darüber hinaus musste die Brandwohnung das gesamte Gebäude unter Einsatz von Überdrucklüftern entraucht werden. Die Drehleiter wurde zum Ausleuchten des Einsatzortes in Stellung gebracht.

Nach rund eineinhalb Stunden konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehren kam es nach Einschätzung der Einsatzkräfte in der Wohnung zu einem beträchtlichen Rauchschaden. Die beiden Bewohner konnten sich mit privater Unterstützung ein vorübergehendes Quartier organisieren. Die 52 Einsatzkräfte der Feuerwehren Vachendorf, Haslach und Siegsdorf wurden durch den Einsatzleiter Rettungsdienst sowie einem Rettungswagen unterstützt. Die Sanitäter mussten allerdings nicht eingreifen, verletzt wurde niemand. Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein-hob / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Traktor samt Fahrer in Palnkam ungestürzt

Traktor samt Fahrer in Palnkam ungestürzt

Holzkirchen / Landkreis Miesbach – Bei Forstarbeiten in einem Privatwald in Palnkam ist ein Traktor ist samt Fahrerumgestürzt. Der 67-jährige Fahrer wurde leicht verletzt, aus dem Traktor liefen laut Polizei etwa 40 Liter Diesel aus.

Nach den Angaben der Polizei wollte der 67-jährige Landwirt mit seinem Traktor einen Baum aus dem Wald ziehen. Er übersah einen Baumstumpf und überfuhr diesen, weshalb sich der Schwerpunkt seines Arbeitsgerätes verlagerte und der Bulldog auf die Seite umkippte. Hierbei verletzte sich der Fahrer leicht und musste durch den Rettungsdienst in die Klinik nach Agatharied gebracht werden. 
Aus dem Traktor liefen etwa 40 Liter Diesel aus, welche von der Feuerwehr Otterfing aufgefangen wurden. Danach musste auch noch der Waldboden abgegraben werden, da sich die Unfallstelle in einem Wasserschutzgebiet befindet.
Zur Aufstellung des 6 Tonnen schweren Traktors wurde ein Abschleppunternehmen angefordert. Am Traktor entstand relativ wenig Schaden, die Polizei beziffert diesen auf etwa 1500 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wasserburger RoMed-Absolventen feiern ihren Abschluss als Pflegefachkräfte

Wasserburger RoMed-Absolventen feiern ihren Abschluss als Pflegefachkräfte

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Die RoMed Berufsfachschule für Pflege in Wasserburg feierte einen besonderen Meilenstein in der Ausbildung junger Pflegefachkräfte: 16 Absolventen schlossen erfolgreich ihr Staatsexamen im Pflegeberuf ab und wurden im Eiselfinger Gasthof Sanftl vom Schulteam, Freunden und Angehörigen feierlich verabschiedet.

Unter den Ehrengästen waren auch der Rosenheimer Landrat Otto Lederer, Wasserburgs erster Bürgermeister Michael Kölbl und die Pflegedirektorin der RoMed Kliniken, Judith Hantl-Merget. Gemeinsam mit Schulleiterin Alina Boldt und Klassenleiterin Simone Dunkel überreichten sie den stolz Graduierenden ihre Abschlusszeugnisse. „Sie haben eine herausfordernde und zugleich bereichernde Reise hinter sich, und Ihre Leistungen sind ein Beweis für Ihren Einsatz, Ihr Engagement und Ihre Leidenschaft für den Pflegeberuf“, lobte Dunkel die frischexaminierten Pflegekräfte.
Besonders herausragend waren Samuel Baumgartner, Anna-Maria Eder und Alwine Ortelt, die mit einem beeindruckenden Notendurchschnitt von unter 1,5 den Staatspreis der Regierung von Oberbayern erhielten. Sie setzten Maßstäbe und spiegelten mit außergewöhnlichen Leistungen ihren Enthusiasmus für den Pflegeberuf wider.
Ein musikalisches Highlight boten vier Auszubildende des zweiten Lehrjahres, die mit Stücken wie „Hit the road Jack“ und „Stand by me“ für Stimmung sorgten. Mit dieser festlichen Verabschiedung setzt die RoMed Berufsfachschule für Pflege ein Zeichen für die Bedeutung der Pflegeberufe. Die neuen Pflegekräfte sind nun vorbereitet, die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv zu gestalten.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Die Abschlussklasse 21/24_S mit RoMed-Schulteam und Ehrengästen, Copyright RoMed Kliniken)